Ein gutes Sachbuch: „#metoo“ von Jodi Kantor und Megan Twohey

Sicherlich haben die meisten Menschen die #metoo Bewegung mitbekommen. Vielleicht auch die Story um Harry Weinstein. Aber dieses Buch hier erzählt noch viel mehr.

Man erfährt, wie schwer es für die beiden Journalistinnen, die an der Story über Weinstein arbeiteten, war, überhaupt Frauen zu finden, die es wagten, ihre Geschichte zu erzählen. Man erfährt, mit welchen Mitteln Frauen und Journalisten zum Schweigen gebracht wurden, welche männliche Macht und welche Maschinerie versucht(e), die Belästigung von Frauen einfach unter den Tisch fallen zu lassen oder sich aus Vorwürfen und Anzeigen freizukaufen.

Ich bin eine Frau, ich habe selber Belästigung erlebt. Und es hat mich wirklich betroffen gemacht, mit welcher Selbstverständlichkeit Männer sich „erlauben“, so zu handeln.

Dieses Buch spricht vieles aus, auch unschöne Dinge. Es wird nichts vertuscht oder unter den Teppich gekehrt. Und man erfährt, wie die #metoo Bewegung entstanden ist, was dadurch ins Rollen kam.

Das Buch ist nicht so leicht zu lesen, weil es sehr sachlich geschrieben ist und natürlich sehr viele Informationen enthält. Das liest sich nicht einfach mal eben so runter, vor allem auch, weil man immer wieder darüber nachdenkt.

Ich fand es sehr interessant und empfehle es deswegen weiter.

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