Hätte ich drauf verzichten können : „Das Ding – Der Tag, an dem ich Donald Trump bestahl“ von Jürgen Neffe

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman, in dem der Autor allerdings viele Informationen über Trump hat einfließen lassen.
Diese Informationen standen ihm durch seinen Beruf als Reporter zur Verfügung, weil er dadurch die Möglichkeit hatte, Trump vor seiner Zeit als Präsident kennenzulernen.

Ich fand das Buch okay. Über Trump habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon aus anderen Quellen wusste. Und die Story des Buches ist okay, aber nichts besonderes. I’m Gründe erzählt nur ein Reporter, wie er bei der Einreise in die USA festgesetzt, überprüft und befragt wird. Der Rest der Geschichte besteht eigentlich hauptsächlich aus Erinnerungen.

Man kann es gut lesen, sprachlich ist es nicht besonders anspruchsvoll. Aber da beim Lesen nicht wirklich Spannung aufkommt, ist es ein Buch, das man als Leser schnell vergisst. Ich hatte mir mehr davon versprochen. Aber es wirkt so, als habe der Autor einfach drauf gehofft, damit Erfolg zu haben, auf den „Trump-Zug“ aufzuspringen.

Kurzbeschreibung:

Jürgen Neffe gehört zu den bekanntesten Autoren und Journalisten Deutschlands, seine Biographien großer Jahrhundertgestalten (Albert Einstein, Charles Darwin, Karl Marx) waren sämtlich Bestseller. Sein autobiographischer Roman „Das Ding“ beruht auf wahren Begegnungen und Begebenheiten während seiner Zeit als SPIEGEL-Korrespondent in New York und ist zugleich das Porträt einer zerrissenen Stadt und Nation.

Die Hauptfiguren in Neffes temporeicher Erzählung könnten unterschiedlicher kaum sein. Da ist der gerissene, steinreiche Immobilienmogul Donald Trump, heute Präsident der Vereinigten Staaten, damals selbsternannter „König von New York“, der der weltberühmten Skyline Manhattans immer größere und prächtigere Wolkenkratzer hinzufügt, um sein Ego aufzumöbeln. Seine Partys in luxuriösem Ambiente, zu denen die schillernden und halbseidenen Celebrities der Stadt nur so strömen, sind legendär, die Schönheit seiner weiblichen Angestellten ist es ebenfalls. Doch was treibt den Mann mit der blonden Tolle an? Wie wurde aus dem Tycoon der Erste Mann der wichtigsten Wirtschaftsmacht in der westlichen Hemisphäre? Jürgen Neffe hat Donald Trump in seiner New Yorker Zeit mehrfach getroffen und liefert eine brillante Analyse seiner Persönlichkeit.

Und da ist Charlie DeLeo, Sohn italienischer Einwanderer, der Tag für Tag nach Liberty Island übersetzt, um sich um das Wahrzeichen der Stadt, die Freiheitsstatue, zu kümmern. Er ist der „Keeper of the Flame“, der Hüter der Flamme. Ihm ist zu verdanken, dass das Licht, das für Millionen Einwanderer zum Symbol für Freiheit und eine bessere Zukunft in der neuen Welt wurde, nie verlischt. Seine Mission erfüllt Charlies bescheidenes Leben mit Glanz und Sinn, die kupfergrüne Lady wird zur Liebe seines Lebens.

Beide Männer nehmen für sich in Anspruch, den amerikanischen Traum mit Leben zu erfüllen, doch wer ist der wahre Patriot? Und was hat es mit „dem Ding“ auf sich, das der Erzähler aus Trumps Räumlichkeiten gestohlen haben will? Dafür interessieren sich auch die BeamtInnen der U.S. Customs and Border Protection, die den Ex-Korrespondenten bei der Einreise in das Land der Fake News festnehmen und stundenlang verhören. Hat er etwas gegen den Präsidenten in der Hand? American Paranoia trifft auf German Angst.

Die dritte Hauptfigur des Buches ist der Erzähler selbst, sein Aufwachsen mit einem strengen Vater, seine frühe Begeisterung für die Literatur und für die USA. Sie waren das Land seiner Sehnsucht, ein Land, das Freiheit und Emanzipation von den engen Verhältnissen im Nachkriegsdeutschland versprach. So führt ihn sein Weg schließlich in die Stadt, die niemals schläft.

Jürgen Neffe hat ein kluges und mitreißendes Buch über die Stadt der Gegensätze geschrieben – und über das Ringen von Wahrheit und Lüge. Seine Erzählung zwischen Fakt und Fiktion verdichtet sich zur Analyse eines Landes, das uns noch immer fasziniert, und das sich doch in einer tiefen Krise befindet.

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