Ich verstehe den Hype nicht: „Queenie“ von Candice Carty-Williams

Ich habe von diesem Buch schon im Vorfeld eine Menge gehört. Und da ich auch Cover und Klappentext wirklich ansprechend fand, habe ich mich sehr drauf gefreut, es zu lesen.

Ich muss aber sagen, dass ich die vielen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen kann. Mir hat das Buch absolut nicht gefallen.

Zum einen zieht es sich unheimlich in die Länge. Meiner Meinung nach hätte man es bestimmt um 200 Seiten kürzen können. Zum anderen ist mir die Protagonistin, Queenie, total unsympathisch. Ja, ich verstehe, dass sie ihrer Beziehung nachtrauert und irgendwie auch eine Art Depression entwickelt, aber ich kann einfach nicht mir mitfühlen. Ihr ganzes Verhalten ist mir unsympathisch. Und sie finde ich einfach völlig unverantwortlich. Und nervig naiv.

Aber auch die anderen Personen der Geschichte bleiben ohne Tiefe.
Auch wenn der Schreibstil nicht schlecht ist, gibt es keine Spannung. Irgendwie passiert tatsächlich nicht viel, was die Story vorantreibt.

Ich glaube mittlerweile, dass das Buch nur gehypt wurde, weil die Protagonistin schwarz ist und das gerade gut zur BlackLivesMatters Initiative passte.
In meinen Augen gibt es da viel bessere Bücher, z. B. „The hate u give“.

Kurzbeschreibung:

Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln.
Zum Beispiel in der Zeitungsredaktion, wo sie die Zeit vertrödelt, anstatt endlich über die Themen zu schreiben, die ihr wichtig sind: Black Lives Matter, Feminismus, seelische Gesundheit. Oder mit ihrem braven weißen Boyfriend, der sie nicht gegen seinen (»Er hat’s nicht so gemeint«) rassistischen Onkel verteidigt. Als die Beziehung zerbricht, sucht Queenie Trost in der digitalen Datinghölle und trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen. Die Welt schaut ihr zufrieden dabei zu: ist denn von jungen (Schwarzen) Frauen anderes zu erwarten? Eben. Erst als es fast zu spät ist, stellt sich Queenie den wichtigen Fragen: Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Und mich in ihr ein bisschen glücklicher?

Ausgezeichnet als bestes Buch und bestes Debüt des Jahres bei den British Book Awards!

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