Halloween stört meine Herbststimmung

Ich kann Halloween nicht leiden! Ganz besonders dieses von Tür zu Tür gehen und die Menschen mit „Süßes sonst gibt’s Saures“ um Süßigkeiten „erpressen“, mag ich gar nicht! In meiner Kindheit haben wir noch Sankt Martin gefeiert, haben mit leuchtenden selbstgrbadtelten Laternen bei den Nachbarn geklingelt, Laternenliedet gesungen und dafür etwas Süßes geschenkt bekommen… wo ist denn dieser sehr viel schönere Brauch geblieben?

Ich liebe den Herbst. Vor allem seine Farbenpracht!

Ich mag es, dass es nicht mehr heiß ist. Dass man es sich zu Hause mit warmem Tee und vielen Lichtern gemütlich machen kann. Ich liebe es, mit den Kindern Blätter, Kastanien, Eicheln Nüsse und Bucheckern zu sammeln.

Wir essen Äpfel in allen Variationen. Die Oma backt Apfelkuchen, macht Gelee und Kompott, und unser Wohnzimmer riecht nach Äpfeln.

Und am 1. November ist Allerheiligen. Da gehen wir mit den Kindern im Dunklen auf den Friedhof und stellen bei unseren Verstorbenen und auf vergessenen Gräbern Kerzen und Feuerschalen auf, die das Dunkel erhellen. Und das alles finde ich so wunderschön, dass ich Halloween jedes Jahr als störende Unterbrechung empfinde.

Die tollen Fotos habe ich von pixabay.com

11 Kommentare zu „Halloween stört meine Herbststimmung

  1. Genau. Ich entziehe mich diesem ganzen Zinober auch. Vor Jahren wurde mir dabei mal gefühlt beinah die Wohnungstür eingetreten, als ich mich weigerte, diesen amerikanisierten UmdenBlockHerumstreichern zu öffnen. Obwohl, das wär dann vielleicht schon wieder im Sinne des Handwerks und der Industrie gewesen, ein willkommenes Konjunkturprogramm, Türen im großen Stil ersetzen zu müssen …

    Da geh im Geiste dann aber doch lieber begeistert singend mit meiner Laterne …

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  2. Oh, euren Brauch, zu Allerheiligen Lichter auf den verlassenen Gräbern aufzustellen, finde ich sehr schön! Ich bin leider heute zumindest örtlich gesehen nicht in der Nähe meiner Ahnen und muss obenauf gleich auch noch zur Arbeit. Aber ich mache heute Abend ein paar Kerzen an und gedenke ihnen von Zuhause aus.
    Ja, Halloween ist eine schwierige Sache… Als Kind bin ich noch um die Häuser gezogen, aber da gab es eh nie viele von in meinem Dorf. Mir liegt es fremd, an solchen Tagen feiern zu gehen. Stattdessen nehme ich den Tag zum Anlass, Kürbisgerichte zu kochen, Freunde einzuladen (die auch etwas Besonderes zubereitet haben) und mich kreativ zu schminken. Und so habe ich die Möglichkeit, mal einen Zombiefilm oder sowas zu schauen, weil ich mich das allein nicht traue, haha. Hinterher weiß ich dann auch immer wieder, warum ich diese Filme nicht mag. ^^

    Liebe Grüße
    Alina

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  3. Als ich letztes Jahr um diese Zeit in Los Angeles war, habe ich mich über die bizarr geschmückten Vorgärten totgelacht. Geschenkt, dass Kommerz dahinter steckt. Wer Fantasie hat und vielleicht einen etwas schrägen Geschmack, kann Halloween sicher etwas abgewinnen. Aber wie Du schreibst: Wir haben hier das Martinssingen – Allerheiligen gibt es in den USA bei den entsprechenden Christen auch. Ich will am 11. Weckmänner backen. Mit der Laterne laufe ich sicher nicht mehr rum. Aber vielleicht machen wir einfach nächstes Jahr hier im Haus mal ein Martinssingen im Hof. Man kann da sicher auch Erwachsenen-Lieder mit reinnehmen. Mein größter Halloween-Gewinn waren die Kürbisse, die kannte ich vorher nicht. Also, hm. Von allem was – warum nicht?

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  4. „Und das alles finde ich so wunderschön, dass ich Halloween jedes Jahr als störende Unterbrechung empfinde.“
    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Warum muessen wir unbedingt ein Fest aus dem angelsaechsischen Raum uebernehmen und daruber unser eigenes, das Martinsfest, zurueckdrangen? Nicht, dass ich als jemand der seit Jahren in den USA lebt, etwas gegen den angelsaechsischen Raum an sich haette.

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  5. Wir ignorieren es einfach. Ich habe den Kindern schon erklärt, dass wir das nicht feiern, beide sind noch im Kindergarten. Die verstehen das und den Sinn von Halloween sowieso noch gar nicht. Da verstehen sie Sankt Martin viel besser. Im Kindergarten wird es aber auch nicht gefeiert, so dass wir gut drumrum kommen.

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