Pro und Contra Leserunden

Leserunden findet man auf unterschiedlichen Plattformen im Internet. Z.b. bei Lovelybooks oder Wasliestdu?. Aber auch im Real Life gibt es Leserunden. Angefangen mit Klassenlektüre in der Schule über Buchclubs, in denen man sich trifft.

Sinn der Leserunden ist, sich während des Lesens bereits mit anderen Lesern über das Buch auszutauschen. Meistens wird dafür das Buch in einzelne Abschnitte eingeteilt. Manchmal pro Kapitel, manchmal mehrere Kapitel zusammen, seltener nach Seitenzahlen.

Diese einzelnen Abschnitte werden oft nach und nach freigegeben, damit niemand beim Lesen zu weit vor prescht.

Das größte Pro dieser Leserunden liegt in meinen Augen beim Autor des Buches. Er/Sie kann die Leser unmittelbar beim Lesen begleiten, bekommt direktes Feedback und Fragen bzw. Unklarheiten sofort mit. Dies finde ich wirklich klasse, vor allem, wenn die Leserunde noch vor der Buchveröffentlichung stattfindet.

Aber auch viele Leser haben Spaß daran, sich schon während des Lesens auszutauschen und miteinander zu fiebern, zu trauern, zu leiden und sich zu freuen. Es kann schön sein, so ein Buch gemeinsam zu erleben.

Ein Contra der Leserunden ist sicherlich der „Zwang“, in einem bestimmten Tempo zu lesen. Viel- und Schnellleser müssen sich dabei oft bremsen. Wenigleser könnten sich unter Druck fühlen, sich beim Lesen mehr zu beeilen als für sie üblich.

Ein weiteres Contra ist, dass der Austausch zumindest im Internet meist schriftlich erfolgen muss. In der Schule und im Real Life kann man sich natürlich auch zu Gesprächsrunden treffen und live diskutieren.

Für mich persönlich überwiegt ganz klar das Contra. Ich mag es nicht, ein Buch zu einer bestimmten Zeit lesen zu müssen. Und meist fehlt mir dann auch die Zeit für den Austausch, denn man schreibt ja nicht nur einen Satz und verschwindet dann wieder aus der Runde. Es soll ja im besten Fall ein richtiger Austausch zustande kommen. Und da kommen mir oft das Leben und/oder meine Kinder dazwischen.

Wenn ich ein Buch lese, will ich mir meine Zeit selbst einteilen können. Mein Lesetempo ist normalerweise sehr hoch, aber manchmal kommen Dinge dazwischen, und dann bleibt ein Buch auch mal liegen. Auch über längere Zeit. Und diese Freiheit brauche ich beim Lesen unbedingt, sonst vergeht mir die Freude daran.

Wie geht es euch mit Leserunden? Habt ihr Spaß daran und nehmt ihr regelmäßig daran teil?

3 Kommentare zu „Pro und Contra Leserunden

  1. In der Schweiz nennen wir persönliche Leserunden z.B. „Lesezirkel“. Jene im Internet kenne ich gar nicht. Es kann eine feine Sache sein – aber mir geht es wie Dir: Ich will den Rhythmus beim Lesen selbst bestimmen können. Bei einem Buch geniesse ich nicht nur die Handlung, sondern auch die Schönheit der Sprache. Darum bin ich eine Langsamleserin.
    Danke für den interessanten Beitrag und liebe Grüsse, Elisa

    Gefällt 1 Person

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