Was ein Baby wirklich braucht

Ich bin zur Zeit ein bißchen genervt von den unzähligen Influencer Neu-Mamis oder den Schwangeren, die jedem ihre Must Have Listen unter die Nase reiben. Also lasse ich mal ein wenig Dampf ab und schreibe meine eigene Liste. Viel Spaß damit!

Ich habe 3 Kinder geboren. Das erste im Geburtshaus, die beiden anderen geplant zu Hause. Und ich habe so viel angeschafft für meine Babies, dass ich heute ziemlich genau sagen kann, was man braucht und was nicht.

Eigenes Kinderzimmer / eigenes Bett: völlig überflüssig. Wir haben von Anfang an im Familienbett geschlafen, hatten ein Babybett an meine Bettseite geschraubt und das Gitter zu meiner Bettseite raus genommen. Der perfekte Platz für ein Baby. Und für Mütter, die so viel Schlaf wie möglich bekommen möchten. Wenn das Baby nachts weint, weil es Hunger hat, zieht man es am Schlafsack zu sich rüber, lässt es an der Brust andocken und schläft weiter. Und wenn man nicht möchte, dass das Baby nah bei sich weiterschläft, kann man es einfach wieder zurück in sein Bett schieben.

Klappt nicht immer, klar. Meine große Tochter zum Beispiel hat mit ca. 6 Monaten ihr eigenes Zimmer bekommen und dort auch geschlafen. Und sie hat dort besser geschlafen als im Familienbett, weil sie zu viel körperliche Nähe nie gut ertragen konnte. Aber solche Kinder sind die Ausnahme. Und ich habe es gehasst, dass sie nicht bei mir geschlafen hat. Ich musste für jeden verlorenen Schnuller in ihr Zimmer, für jedes Füttern, für jeden schlechten Traum. Wie froh war ich, dass die anderen im Familienbett zufrieden waren! Ausgezogen sind sie übrigens auf eigenen Wunsch. Der eine mit knapp 6, die andere mit 5 – wobei sie dann nochmal für ein paar Monate zurück kam und auch heute, mit fast 8 Jahren, immer noch jede Chance nutzt, bei mir zu schlafen. Und ich freue mich darüber!

Kinderwagen: es ist verrückt, ihn neu zu kaufen und dafür Unmengen Geld auszugeben! Auch gebraucht kriegt man schöne Exemplare. Man braucht ihn, wenn man zu Fuß regelmäßig Einkäufe erledigt und diese nicht in Tüten oder auf dem Rücken nach Hause tragen möchte. Und man braucht ihn, wenn man Oma und Opa besucht, denn die sind meistens sehr glücklich und zufrieden, wenn sie das Enkelkind im Kinderwagen durch die Gegend fahren können. Aber Achtung: Es gibt Kinder, die den Kinderwagen wirklich hassen! Gerade darum am besten nur ein günstiges Exemplar kaufen.

Tragetücher / Babytragen: sind Gold wert! Das Baby, dass am liebsten an Mama kleben würde, ist darin meistens ausgesprochen zufrieden. Sie haben es warm, es riecht nach Mama, man kann wunderbar drin schlafen und hat eine glückliche Mutter, die die Hände frei hat. Ohne Tragetuch hätte ich wahrscheinlich nie mehr Hausarbeit machen können. Die Babytrage war immer praktisch, wenn wir unterwegs waren, weil ich die Kinder darin auf dem Rücken tragen konnte. Das ging auch noch wunderbar, wenn die 3 jährigen nach einem langen Tag müde wurden.

Autositze: Natürlich, muss sein!!! Aber ich würde nie mehr einen nach vorne gerichteten Sitz kaufen, sondern nur noch Reboarder. Zum einen wegen der Sicherheit, zum anderen, weil die Kinder in diesen Sitzen viel weniger im Auto brüllen. Sie können aus dem hinteren Fenster schauen, ohne dass die Bilder zu schnell an ihnen vorbeisausen. Viel weniger Stress fürs Kind. Und dadurch auch für die gestressten Eltern.

Spielzeug: braucht man lange nicht. Vor allem kein Babyspielzeug. 0,5 Liter Flaschen, die mit verschiedenen Dingen gefüllt sind  (zB. Gefärbtes Wasser, Murmeln, Erbsen, Sand, Reis usw) beschäftigen Babys seeeeeeeehr lange! Auch Taschentücherpakete sind super. Schränke mit Töpfen und anderen ungefährlichen Küchenutensilien, die ausgeräumt werden können, sind super ergiebig. Ebenso der Papiermülleimer. Später Knete aller Art und ungiftige Stifte. (Unbedingt für großes Papier sorgen und nicht vergessen, dass man Kunstwerke auf Wänden auch wieder überstreichen kann.

Spucktücher (Mullwindeln): Ja, ja und nochmals ja. Braucht man! Am besten hat man immer eins griffbereit, indem man sie überall in der Wohnung verteilt. Man braucht sie tatsächlich erst hauptsächlich als Spucktücher, aber später kann man sie als Waschlappen benutzen. Oder man macht Knoten rein, auf denen beim Zahnen herumgekaut werden kann. Noch später eigenen sie sich hervorragend, um daraus Kleidung für Stofftiere, Puppen oder Barbies zu basteln. Und auch als Geschirrtücher kann man sie noch gebrauchen. Übrigens müssen sie überhaupt nicht süß und niedlich aussehen. Die Motive erkennt man unter Babykotze eh nicht mehr. Ich würde eher auf die Saugfähigkeit achten.

Bücher: braucht man immer. Man kann schon ganz früh anfangen, mit den Kindern Bücher anzuschauen und zu erzählen, was man darin sieht. Mittlerweile gibt es unkaputtbare Pixibücher für die Kleinsten. Aber auch die mit dicken Pappseiten sind super, an denen kann Baby dann noch zusätzlich rumlaufen. Die kleinen Pixibücher passen in jede Tasche und haben uns über manche Wartezeit (gerne 2 Stunden im Wartezimmer des Kinderarztes!) hinweg gerettet.

Laufstall: Eine total sinnvolle Erfindung, um das abends in der Wohnung eingesammelte Spielzeug hineinzuwerfen. Oder beim ersten Weihnachten den Weihnachtsbaum hineinzustellen, um zu verhindern, dass das Baby ihn rupft oder sich selbst darunter vergräbt. (Der Trick ist auch klasse bei Welpen und Kitten!) Ansonsten ist ein Laufstall völlig unnötig, eine schöne dicke Decke auf dem Boden erfüllt den gleichen Zweck.

EBook Reader: unverzichtbar, wenn man ein Baby hat, das man in den Schlaf begleitet oder das nachts stundenlang an Mamas Brust trinken möchte. Okay, vielleicht nicht unverzichtbar fürs Baby, aber für lesebegeisterte Mütter, die neben ihrem Kind im Bett lesen möchten!

Aber das wichtigste ist: Man sollte sein Baby erst einmal kennenlernen. Ich brauche keinen Kinderwagen, wenn das Kind darin nur brüllt. Und kein Tragetuch, wenn das Kind sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt. Es ist völlig wumpe , ob mein Kind einen Schnuller nimmt oder nicht, und man braucht dem Kind den Schnuller auch nicht abzugewöhnen, damit es später keine schiefen Zähne bekommt. Es bekommt eh fast jedes Kind heute eine Zahnspange. Und bei mir haben übrigens die schnullerlosen Kinder viel schiefere Zähne als die Schnullerliebhaber. Und im Endeffekt machen wir es doch eh alles falsch, weil es Mütter gibt, die einfach alles besser wissen.

Unverzichtbar: gesunder Menschenverstand, das Bauchgefühl, die Liebe zum Kind und Ohren die man auf Durchzug stellen kann!!!

5 Kommentare zu „Was ein Baby wirklich braucht

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