Passend zum Sonntag: „Gott und die Welt“ von Eckehard Bamberger

Alle Rechte an diesem Bild liegen beim Autor dieses Buches.

Passend zum Sonntag habe ich gerade das Rezensionsexemplar von „Gott und die Welt“ zu Ende gelesen, das mir vom Olona Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Dafür erstmal herzlichen Dank an den Verlag!

Ich bin katholisch getauft und würde mich auch als gläubigen Christen bezeichnen, obwohl ich mit der Institution Kirche seit einigen Jahren nicht mehr so viel anfangen kann. Das hat begonnen, als ich aus meiner Heimatgemeinde weggezogen bin. Da ich mich dieser Gemeinde und „meinem“ Gotteshaus immer noch verbunden fühle, fällt es mir schwer schwer in meiner neuen Gemeinde Fuß zu fassen.

Außerdem spüre ich, je älter ich werde und vor allem seit ich Kinder habe, eine große Angst vor dem Tod. Ich glaube eigentlich daran, dass meine Seele nach dem Tod weiterlebt, aber unverrückbar ist dieser Glaube leider nicht.

Dementsprechend ist der Glaube ein Thema in meinem Leben mit dem ich mich viel beschäftige. Und auch Literatur zu diesem Thema lese ich sehr gerne.

Dieses Buch hier hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen.

Zu Beginn stellt der Autor die Theologie den Naturwissenschaften gegenüber. Speziell was die Entstehung bzw. Schöpfung der Welt angeht. Ein gewagten Thema, zumal die Naturwissenschaften Beweise liefern kann für ihre Thesen, der Glaube aber nunmal nicht.

Allerdings schaffe ich als Christ es, Gott als Schöpfer oder Initiator des Urknall zu sehen. Und damit kann ich Glaube und Wissenschaft für mich verbinden.

Ein großer Teil des Buches dreht sich darum wie wichtig der Glaube an Gott und die Religion in unserer Zeit eigentlich wären. Wenn man sich unsere Gesellschaft und den wachsenden Atheismus anschaut – so die Aussage des Autors – würde es der Welt besser gehen, wenn es mehr Gläubige gäbe die sich an Gottes Gebote halten würden.

Eigentlich ein ganz einfacher Gedanke, dem ich aber zustimme. Würden sich die Menschen rigoros an die 10 Gebote halten, könnte es in unserer Welt eigentlich keine Kriege mehr geben. Und auch keine Verbrechen. Ein spannender Gedanke, der aber auch etwas naiv anmutet.

Ich fand die Überlegungen des Autors in diesem Buch spannend und anregend, allerdings sicher nur ansprechend für Menschen, die eh an Gott glauben oder auf der Suche nach Gott und ihrem Glauben sind.

Kurzbeschreibung: Wo ist Gott geblieben?
Eckehard Bamberger, Philosoph und tief gläubiger Katholik, hinterlässt uns in seinem
neuen Werk „Gott und die Welt“ eine beeindruckende philosophische Abrechnung
mit der Gegenwart. Es ist eine kluge Rückschau und die Summe eines langen Lebens
als gläubiger Mensch und Wissenschaftler. Seine Fragen sind so einfach wie die eines
Kindes und damit in ihrer Klarheit so fordernd wie alles, was an die Grundfesten unserer
Überzeugungen stößt.
Die Gottlosigkeit unserer Zeit hat ihn veranlasst, dieses abgeklärte und doch streitbare
Alterswerk zu schreiben. Ein Leben ohne Gott? – Eckehard Bamberger ist überzeugt:
Unser aller Leben ist bedeutend mehr als bloß der Ablauf einer irgendwie durchlebten
Zeitspanne. Im Aufbau der Welt wurde der Mensch von Anfang an von Gott erschaffen, als
Ganzheit von Leib, Seele und Geist, um sein Dasein in und mit der Welt zu verwirklichen.
Doch was bleibt am Ende eines langen Lebens von dieser Überzeugung übrig? Wo ist
Gott geblieben in unserer modernen Welt?
Das Buch „Gott und die Welt“ spricht das Thema auf ganz neue Art an. Nicht die
christliche Glaubensgeschichte steht wie üblich im Mittelpunkt, sondern das Denken
und der Glaube der Menschen in der Jetztzeit. Zu viele Menschen unserer Zeit vergessen
auf Gottes universelle Liebe, verleugnen seine Existenz und damit auch die uns von
Gott zugewiesene Verantwortung für seine Schöpfung.
„Der Mensch, der sich ansonsten gerne als das ‚Maß aller Dinge‘ fühlt und begreift, ist
nicht bereit, sich den Fragen nach Gott und dem Sinn seines Daseins immer wieder aufs
Neue zu stellen. In vielen Gleichnissen, am eindringlichsten wohl in der Bergpredigt,
hat Jesus Christus den Menschen vor Augen gehalten, dass Selbstsucht den Weg zu
Gott nicht freimachen kann. Der Egoismus – das eitle und selbstgefällige Denken und
Handeln des Menschen – wird zu einer fast unüberwindbaren Schranke zu Gott. Nicht
umsonst gilt die Eitelkeit als Todsünde und die Demut als ihr Gegenteil.
Die Botschaft Gottes an uns ist unmissverständlich. Der Mensch soll über die Erde
herrschen und über alles Lebendige am Boden, zu Wasser und in der Luft. Offensichtlich
wollte oder konnte der Mensch von Anbeginn seiner Geschichte den Sinn des Wortes
‚herrschen‘ – mit all seiner Verantwortung – nie richtig verstehen“, so Eckehard
Bamberger in „Gott und die Welt“.
Eckehard Bamberger entblättert Schritt für Schritt den modernen Menschen mit seinen
allzu oft kritiklos dem Mainstream entnommenen Ansichten. Wie eine Zwiebel lässt der
Atheismus Hülle für Hülle fallen, und wie bei einer Zwiebel gibt es keinen Kern – am
Ende ist nichts übrig. Die Gottlosigkeit wird als Konstrukt entlarvt, das auf die wirklich
grundlegenden Fragen der Menschheit keine Antwort geben kann.

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