Interessant erzählt: „Bis wieder einer weint“ von Eva Sichelschmidt

Ich habe mich anfangs mit diesem Buch sehr schwer getan. Das lag am Schreibstil der sehr kühl und nüchtern ist. Das ganze Buch über bleibt er irgendwie distanziert… und im Endeffekt war es dann genau dieser Schreibstil der mich an das Buch gefesselt hat!

Das Buch besteht eigentlich aus 2 Geschichten. Die eine ist die Geschichte des Vaters Wilhelm und seiner Frau Inga, die kurz nach der Geburt des zweiten Kindes stirbt.

Parallel dazu erzählt dieses Kind, eine Tochter, von ihrem Leben. Vom Aufwachsen bei den Großeltern, von der Rückkehr zum Vater usw. Dieser Teil des Buches ist eine Ich Erzählung.

Beide Stränge stimmen zeitlich nicht überein, wodurch vielleicht die Distanz in der Erzählung zustande kommt – ich fand es auf jeden Fall faszinierend und habe das so auch noch nicht gelesen.

Die Geschichte selber ist stimmig und ein wenig traurig. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und muss sein Leben leben, so gut er es vermag.

Ein gutes Buch, aber keine leichte Unterhaltungsliteratur!

Kurzbeschreibung: Die Rautenbergs: die Geschichte einer westdeutschen Unternehmerfamilie und ihres Verfalls. Als Wilhelm und Inga sich kennenlernen, sitzt Adenauer noch im Kanzleramt. Arzttochter Inga ist eine Schönheit und Wilhelm, ein erfolgreicher Dressurreiter, die beste Partie. Doch kurz nach der Geburt des zweiten Kindes stirbt Inga an Leukämie. Die jüngere Tochter wird zu den Großeltern mütterlicherseits gegeben, die ältere bleibt beim Vater. Der baut sich, um den Zwängen der Freikirchlichen Gemeinde und seiner strengen Mutter zu entfliehen, ein Haus, kilometerweit vom nächsten Nachbarn. Nach sieben Jahren holt Wilhelm seine Jüngste wieder zu sich – , ganz wie im Märchen. Was aber folgt, ist alles andere als märchenhaft.

Ein Kommentar zu “Interessant erzählt: „Bis wieder einer weint“ von Eva Sichelschmidt

  1. Das klingt auf jeden Fall nach einer schönen Lektüre, die mir aber derzeit (ich bin psychisch momentan etwas angeknackst und entsprechend empfindsam) möglicherweise zu arg zusetzt. Das ist umso problematischer, da ich meistens am späteren Abend zu lesen beginne und nach dem, was du schreibst, wäre es bei diesem Buch schon vorprogrammiert, mit dem Kopf voller Gedanken im Bett zu liegen und keinen Schlaf zu finden. Andererseits hast du geschrieben, dass der Stil sehr nüchtern und distanziert klingt. Hmmmm…

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