Wirklich ein Ratgeber? „Rosarotes Glück“ von Susan Sideropoulos

Mich hat der Titel dieses Buches angesprochen. Und der Gedanke die rosarote Brille ganz bewusst auf- statt abzusetzen. Dass diese Art, die Welt und das Leben zu betrachten, viel verändern kann, hat sich spannend angehört.

Da ich nicht wirklich regelmäßig fernsehe, war mir die Autorin als „Star“ unbekannt. Dementsprechend bin ich ganz unvoreingenommen an das Buch herangegangen. Das erste Drittel fand ich auch echt gut. Darin erzählt die Autorin, der es bis dahin immer gelungen war, das Leben positiv zu sehen und ihre Träume zu erreichen, plötzlich nach einem Misserfolg ihre rosarote Brille verloren hat. Und wie schwer es ihr gefallen ist einen Weg aus diesem emotionalen Tief zu finden.

Aber ab da wurde das Buch plötzlich zu einem Pseudo-Ratgeber für quasi…. alles. Egal ob Beziehungen, Ehe, Meditation und Achtsamkeit Ernährung, Schwangerschaft und Kindererziehung… Die Autorin hat einfach zu allem irgendwas zu sagen.

Aber im Gegensatz zu wissenschaftlichen Ratgebern scheint sie ihre Ratschläge alleine aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen zu geben. Und da merkt man einfach ihren Tunnelblick.
Z.B. vertritt sie die Meinung dass ihre Kinder immer überall schlafen konnten läge daran, dass ihr Mann und sie sie einfach überall mitgenommen hätten.
Ja, super. Aber hätte ich das mal mit meinen Kindern gemacht hätte ich ihnen damit definitiv geschadet. Es kommt eben einfach aufs Kind an.

Auch wenn die Autorin immer wieder betont, dass immer das das Richtige ist was für einen selbst funktioniert kommt das aber nicht wirklich rüber.
Man bekommt als Leser eher den Beigeschmack von Eigenlob – und das mag ich nicht!

Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, würde es aber nicht empfehlen. Wenn es als Autobiographie verkauft würde, wäre das vielleicht was anderes gewesen. Aber in der Kategorie Ratgeber/Sachbuch frage ich mich doch, welche Kompetenzen die Autorin denn mitbringt?

Was den Schreibstil angeht, kann ich nicht meckern. Es ist klar und einfach geschrieben, liest sich schnell. Und ich erlebe die Autorin als positive Frau die viel Glück im Leben hatte. Sie ist mir total sympathisch. Und von ihrem Mann würde ich gerne mal ein Buch lesen. Er scheint ein wirklich weiser Mensch zu sein.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen.

Kurzbeschreibung:

Setz doch mal die rosarote Brille auf!

Das ist das Lebensmotto der beliebten Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos. In ihrem Leben hatte sie allerdings schon oft den Satz gehört: Setz doch mal die rosartote Brille ab!

Aber sie trägt die rosarote Brille ganz bewusst. Denn eine Sache hat Susan verstanden: Die Welt ist nicht so wie sie ist, sie ist so wie wir sind. Das bedeutet, wir können exakt die gleiche Situation erleben und in zwei unterschiedlichen Stimmungen sein und dadurch zwei komplett unterschiedliche Erfahrungen machen.

In zauberhaftem Plauderton, herzlich, aufrichtig, nahbar, nimmt Susan uns deshalb mit auf ihre Lebensreise und zeigt uns, wie viel besser es sich mit einer rosaroten Sicht auf die Dinge leben lässt.

Ein Buch, das du lieben wirst – und das deine Welt ein bisschen mehr rosarot macht!

ISBN: 978-3-8338-7821-3

Seitenzahl: 250

Verlag: GU

Preis: 17,99 Euro

3 Kommentare zu „Wirklich ein Ratgeber? „Rosarotes Glück“ von Susan Sideropoulos

  1. Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch möglicherweise gekauft, aber der Name Susan Sideropolus wäre für mich wiederum ein Grund, es nicht zu kaufen. Nach deinen Beschreibungen nach klingt das wohl auch recht unseriös… Du fragst dich, welche Kompetenz die Autorin mitbringt? Vermutlich überhaupt keine. Ich glaube nicht einmal, dass die das Manuskript selbst verfasst hat, sondern eher auf Ghostwriting zurückgegriffen hat. Und dann: Als Promi kann man schließlich jeden Schund veröffentlichen, deren *hust* „Werke“ werden von Verlegern sogar vielfach aus reiner Profitgier vorgezogen!

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    1. Ja das Gefühl habe ich auch oft. Ich habe schon so viele wirklich tolle Bücher gelesen, die im Selfpublishing veröffentlicht wurden, weil kein Verlag sie genommen hat. Aber im anderen Fall auch genug „Verlagsbücher“, bei denen ich schon beim Lesen verwundert war, warum ein Verlag die veröffentlicht hat….

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