So langsam versinken wir im Schulchaos

Wir gehören zu einem Teil von NRW, in dem die Schulen noch im Wechselmodell sind. Und langsam setzt mein Kopf hinter diese Tatsache ein „leider“. Denn hier regiert mittlerweile das Chaos!

Kind 1: eine Woche Montag, Mittwoch, Freitag Schule, die nächste Woche Dienstag und Donnerstag. Und zwar nach Stundenplan (mit reichlich Freistunden zwischendrin) mit Nachmittagsunterricht.

Kind 4 hatte bisher eine Woche Montag, Di, Mi Schule und die Woche drauf Mo und Dienstag. Grundschule, 5 Schulstunden. Das wechselt aber ab Montag in den gleichen Rhythmus wie Kind 1, weil jetzt mit Lolli-Test getestet wird und der im Labor ausgewertet werden muss. Heißt also: die Kinder testen sich zwar morgens bekommen das Ergebnis aber erst am übernächsten Tag…

Kind 2 hat diese Woche komplett Schule. Jeweils 6 Stunden. Dafür nächste Woche gar nicht.

Kind 3 hat diese Woche keine Schule, dafür aber nächste Woche komplett. Er muss also wieder die Online Aufgaben erledigen.

Die Online Aufgaben sind das totale Chaos. Mal gelten sie von Mo bis Fr, im nächsten Fach von Di bis Di, dann Mi bis Mi usw. Manche müssen täglich erledigt und bis 18 Uhr hochgeladen werden, man weiß aber nie, um welche Uhrzeit sie eingestellt werden.

Besonders Kind 3 bekommt das alleine nicht mehr organisiert, aber auch uns Eltern gehen immer öfter mal Aufgaben durch.

Dann werden die Aufgaben meistens nicht von den Lehrern korrigiert und bewertet, sondern es werden Ende der Woche nur von den Lehrern die Lösungen hochgeladen. Die Kinder sollen ihre Aufgaben dann bitte selbst kontrollieren und verbessern. Und das macht hier kein Kind. Die Lösungen werden einfach ignoriert, denn kein Kind will die erledigten Aufgaben nochmal anfassen.

Mittlerweile haben wir hier Pläne hängen, wer wann Schule hat. Und versuchen jeden Wochenanfang Pläne zu machen, wann welche Aufgabe hochgeladen werden muss. Da die Lehrer die Aufgaben aber nicht alle Montags morgens hochladen sondern willkürlich irgendwann, ist das Planen echt schwierig.

Meine Kinder hoffen jetzt, dass die Inzidenzzahlen über 165 steigen, damit der Präsenzunterricht endlich wieder aufhört. Entweder ganz Präsenz oder gar nicht! Dieses Hin- und Her tut absolut keinem gut!

7 Kommentare zu „So langsam versinken wir im Schulchaos

    1. Ist ja nicht nur dieser Bereich! Plötzlich muss man im Bus zwingend FFP2 Masken tragen. Haben wir gar nicht. Nur OP Masken. Aber mein Kind 1 fährt mit dem Bus zur Schule, also mussten wir gestern spontan einen Batzen Geld in die Apotheke tragen…
      Dann bekomme ich ja 2 Mal pro Woche Lymphdrainage. Auf der einen Seite heißt es, das sei nur mit Maske erlaubt (klar!), auf der nächsten nur mit negativem Test. In der Praxis meiner Therapeutin weiß man von nichts.

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  1. Da fühle ich wirklich mit dir mit. Als Lehrerin kann ich zwar die Entscheidungen der einzelnen Schulen verstehen, allerdings kenne ich es z.B. von Grundschulen so, dass sie darauf achten, dass Geschwisterkinder im gleichen Rhythmus sind. Das wird bei weiterführenden Schulen allein durch ihre Schülermassen kaum möglich sein.

    Dass Lehrer die Aufgaben nicht mehr korrigieren, nicht mal ansatzweise, finde ich generell schwierig, denn zumindest Stichproben müssten drin sein. Aber da die Lehrer ja in den Wechselmodellen mit ihrer nahezu normalen Stundenzahl im Unterricht sind, bleibt selbst für die, die bisher engagiert beim Distanzlernen waren, einfach nicht mehr die Zeit, die 2. Gruppe zuhause zu betreuen.

    An unserer Schule haben wir den Nachmittagsunterricht ausfallen lassen (das sind bei mir vier Stunden) und möchten damit eigentlich erreichen, dass die LehrerInnen sich zumindest in dieser Zeit (mit Vor- und Nachbereitung sind das dann ca. sechs-sieben Zeitstunden) den Schülerarbeiten aus dem Distanzlernen widmen.

    Ab Donnerstag haben wir aber wieder für alle abgesehen von Abschlussklassen Distanzlernen und gestern hab ich noch gedacht, dass ich das Hin und Her langsam nicht mehr ertragen kann …

    Ich mantriere dann so vor mich her: nur noch bis Sommer nur noch bis Sommer nur noch bis Sommer …

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich kann nur sagen, dass mir die Lehrer wirklich leid tun. Ich bin überzeugt, dass die meisten alles versuchen, einen guten Job zu machen. Und dieses Hin und Her muss für euch Lehrer genauso belastend sein wie für uns Eltern.

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