Getestet: Diamond painting

Ich liebe „Malen nach Zahlen“, auch wenn ich jetzt schon länger nichts gemalt habe, weil mir leider die Farben eingetrocknet sind und ich keine Ahnung habe, ob (und wie) ich sie wieder flüssig bekommen könnte.

Durch dieses Hobby bin ich auch auf „Diamond painting“ gestoßen und wollte es gerne mal ausprobieren.

Zur Erklärung: Beim Diamond painting kaufst du ein Bild, das in ganz viele kleine Felder mit Nummern aufgeteilt ist. Jede Farbe hat ihre eigene Nummer. Und zu jeder Nummer gibt es winzig kleine „Diamanten“, also kleine Plastiksteinchen, die auf einer Seite flach sind. Es gibt sie rund, eckig, in verschiedenen Größen… je nach Motiv.

Das ganze Bild klebt, darum ist es mit Folie bedeckt.

Nun schüttet man die Steinchen einer Farbe aus, hat eine Art Stift, dessen Spitze man in kalten Wachs sticht, der dann daran hängen bleibt. Damit kann man die einzelnen Steinchen aufnehmen und dann auf die kleinen Felder auf das Bild drücken. Da der Kleber auf dem Bild stärker klebt als der Wachs, bleibt das Steinchen auf dem Bild kleben.

Und so füllt man nach und nach Feld um Feld…

Klingt langweilig und total unkreativ? Ist es auch!

Aber dennoch mag ich es zwischendurch ganz gerne. Es ist nämlich eine total stumpfsinnige Arbeit, bei der man überhaupt nicht denken muss. Und gerade das kann manchmal extrem entspannend sein. Vor allem, wenn ich bewusst ein Hörbuch hören will, kann ich gut Steinchen kleben!

Was mir an Malen nach Zahlen besser gefällt, ist die Tatsache, dass ich dort mit Farbe und Pinsel arbeiten und mich sehr konzentrieren muss. Diamond painting ist deutlich einfacher.

Außerdem mag ich bei Malen nach Zahlen, dass ich eine Farbe nach der anderen abarbeiten kann. Ich habe noch nie an einer Seite angefangen und mich dann immer weiter vorgearbeitet, sondern male Farbe für Farbe über die ganze Leinwand verteilt.

Beim Diamond painting habe ich das auch versucht, bin aber immer wieder mit der Hand am Bild kleben geblieben. Das ist Mist, weil ich so den Kleber verunreinige und er irgendwann nicht mehr richtig klebt. Ich bin also gezwungen, mich entweder von Seite zu Seite oder von außen nach innen vorzuarbeiten.

Und solche Einschränkungen stören mich persönlich sehr.

Die Preise für die Sets sind sehr unterschiedlich. Man kann da einiges an Kohle lassen und muss bei vermeintlichen Schnäppchen immer auf die Größe des Bildes achten. Sonst freut man sich erst, nur 2,99 Euro bezahlt zu haben, ärgert sich aber dann, wenn man sieht, dass das Bild auch nur 15x15cm groß ist.

Ich habe mein Diamond painting Set bei Action gekauft, als es für 3,49 Euro im Angebot war. Es ist nicht mein Lieblingsmotiv, gab aber leider nicht viel zur Auswahl. Wenn die Bilder zu ihrem regulären Preis für 4,99 Euro angeboten werden, gibt es meist eine größere Auswahl.

Mein Set von Action

Mein Fazit: Zum Abschalten eine ganz nette Sache. Und für maximal 5 Euro preislich völlig in Ordnung. Mehr würde ich aber nicht dafür ausgeben wollen. Und ich denke, da ich für das erste Bild schon sehr lange brauchen werde, dass ich mich wahrscheinlich nicht nochmal an eins ransetzen werde.

7 Kommentare zu „Getestet: Diamond painting

  1. Ich habe Anfang des Jahres auch ein Diamond Paintin-Bild fertiggstellt –> https://belichtetblog.wordpress.com/2021/03/08/corona-und-was-macht-ihr-so/

    Obwohl diese „Arbeit“ total stupide ist, finde ich auch, dass es etwas beruhigendes hat. Ich habe noch 3 Bilder, die ich im kommenden Herbst/Winter fertig stellen möchte. Aber ich brauche auch die Lesebrille dazu. 😉

    Ich ziehe die Folie ab und lege sie dann so auf Bild, dass ich die Hand auf die Folie legen kann – dann bleibe ich nicht am Kleber hängen.

    Bin gespannt auf Dein fertiges Bild.

    LG Babsi

    Gefällt 1 Person

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