Konnte mich nicht ganz überzeugen: „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ von Björn Stephan

Zu Beginn dieses Buches dachte ich, es handele sich eher um einen Young adult Roman, aber auch wenn der Protagonist sehr jung ist, ist es dennoch kein Roman für Jugendliche.

Er spielt nach der Wende im Osten Deutschlands. Der Protagonist Sascha lebt mit seinen Eltern in einer Plattenbausiedlung und führt dort eigentlich ein eher langweiliges Leben. Aber mit der Pubertät und der neuen Klassenkameradin Juri ändert sich in seinem Leben so einiges. Erst recht, als die beiden beobachten, wie ein alter Mann von ein paar Typen zusammengeschlagen wird. Das bringt sie näher zusammen, und bringt Action und Emotionen in ihr Leben.

Ich habe das Buch gerne gelesen, weil mir der Schreibstil des Autors sehr gut gefallen hat. Ich bin selbst nicht im Osten aufgewachsen, finde es aber toll, wie es dem Autor gelingt, die langweilige und etwas trostlose Atmosphäre der Plattenbausiedlung so zum Leben zu erwecken, dass man sich als Leser gut hineinfühlen kann. Und gleichzeitig schafft er es, mit Saschas Geschichte Hoffnung und Perspektive in die Geschichte zu bringen.

Die Story selber war okay, sie konnte mich aber nicht zu 100% abholen, weil sie mir einfach zu oberflächlich geblieben ist, darum „nur“ 3 Sterne.

Kurzbeschreibung:

Ausgezeichnet mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis 2021

Von der Poesie des Plattenbaus, der ersten Liebe, weißen Zwergen und blauen Riesen: Ein Debütroman voller Einfühlungsvermögen, Witz und Melancholie

Seitdem er klar denken kann, und das ist im Sommer 1994 erst seit einigen Monaten der Fall, sammelt Sascha Labude, ein etwas verträumter 13-Jähriger, einzigartige Wörter. Wie zum Beispiel Ling, ein Wort, das aus China stammt und das Geräusch beschreibt, wenn zwei Jade-Steine aneinanderschlagen. Dabei gibt es in Klein Krebslow, der Plattenbausiedlung, in der Sascha und sein bester, klavierspielender und Elton-John-verehrender Freund Sonny aufwachsen, eigentlich nur Beton und ein paar Kiesel.

Und auch sonst ist Saschas Leben relativ ereignislos, sofern man außer Acht lässt, dass das alte Land untergegangen und Saschas Vater verstummt ist, und dass die Pawelkes, die scheußlichsten Schläger der Siedlung, im selben Aufgang wohnen wie er.

Doch dann zieht Juri nach Klein Krebslow. Ein geheimnisvolles Mädchen, das alles über die Sterne und die Entstehung des Universums zu wissen scheint. Nur wo sie selbst herkommt, darüber will sie nichts erzählen. Als Sascha und Juri zufällig beobachten wie die Pawelkes den alten Irren zusammenschlagen, einen Mann, über den viele Gerüchte durch die Siedlung geistern, beginnt für die zwei ein alles verändernder Sommer, nach dem kaum noch etwas so ist wie es einmal war.

ISBN: 978-3-86971-229-1

Seitenzahl: 352

Verlag: Galiani Berlin

Preis: 22,00 Euro

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