Über die beliebteste „Zeitung“ der Deutschen: „Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ von Mats Schönauer und Moritz Tschermak

Ich habe schon vor vielen vielen Jahren im Deutschunterricht auf dem Gymnasium gelernt, dass die BILD Zeitung keine verlässliche Quelle für irgendetwas ist. Wenn ich an die BILD denke, kommt mir immer wieder der Satz: „BILD sprach zuerst mit dem Toten!“ in den Sinn. Dabei weiß ich gar nicht, woher der kommt.

Meine Tochter ist jetzt in der 11. Klasse und weiß nur von mir, dass die BILD keine seriöse Zeitung ist. In ihrer Schulzeit war es bisher kein Thema. Und ich fürchte fast, dass es in unserem Land viel zu viele Menschen gibt, die die BILD regelmäßig lesen. Für diese Menschen wäre dieses Buch genau das richtige. Aber ich fürchte, die könnten der Lektüre gar nicht folgen. Darum arbeitet die BILD ja auch hauptsächlich mit reißerischen Überschriften.

Man findet in diesem Buch sehr gut verdeutlicht, wie die BILD arbeitet. Emotionen vor Fakten. Das wird mit Beispielen sehr gut belegt – und auch die Entwicklung der BILD unter verschiedenen Chefredakteuren wird beschrieben und mit Beispielen untermalt.

Es war interessant zu lesen, aber nichts, was mich überrascht hätte. Und die Leser der BILD wird es wohl leider nicht erreichen.

Kurzbeschreibung:

»BILD – ein immer wieder rückfälliger Triebtäter. Unverbesserlich? Gemeingefährlich! Eine überzeugende und erschütternde Beweisführung.« Günter Wallraff.

BILD ist das mächtigste Medium des Landes – auch in Zeiten des Internets. Sie bestimmt, worüber Deutschland spricht. Welchen Anteil hat die Redaktion am Aufstieg der Populisten? Wie geht sie mit Minderheiten um? Und auf welche Weise manipuliert sie die Öffentlichkeit? 44 Jahre nach Günter Wallraffs »Aufmacher« gibt nun ein Buch neue, erschreckende Einblicke in die Machenschaften der BILD-Medien.

Die Journalisten Mats Schönauer und Moritz Tschermak beobachten und analysieren seit einem Jahrzehnt, wie BILD arbeitet. Als ehemaliger und aktueller Chefredakteur des mehrfach ausgezeichneten BILDblogs decken sie unermüdlich die Verfehlungen der Boulevardredaktion auf. Sie stellen fest: Unter dem neuen BILD-Chef Julian Reichelt ist das Blatt noch brutaler geworden, noch menschenverachtender, noch populistischer.

Anhand von hunderten Beispielen und Belegen – akribisch recherchiert und mit analytischem Scharfsinn aufgeschrieben – erklären sie, wie BILD systematisch Ängste vor Fremdem schürt, den Ruf unschuldiger Menschen zerstört, demokratische Institutionen torpediert und der AfD in den Bundestag verholfen hat. Sie lassen Opfer der Berichterstattung zu Wort kommen und sprechen mit Menschen, die BILD von innen kennen. Eine spannende Dokumentation des Schaffens und Wirkens eines Mediums, das keine Rücksicht auf Verluste kennt.

ISBN: 978-3-462-05354-8

Seitenzahl: 336

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Preis: 18,00 Euro

7 Kommentare zu „Über die beliebteste „Zeitung“ der Deutschen: „Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ von Mats Schönauer und Moritz Tschermak

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