Hält viel mehr als es verspricht: „Rosalie, die Feuerwanze“ von Uwe Krauser

Meine Tochter wollte dieses Buch gar nicht lesen, weil ihr das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Und ich muss mich da leider anschließen, denn mich spricht es auch nicht an. Ich hätte es aufgrund von Cover und Buchtitel in der Buchhandlung nicht in die Hand genommen.

Nun habe ich es über NetgalleyDE gelesen und festgestellt, dass es sehr schade ist, dass das Cover nicht überzeugt, denn die Geschichte tut es. Es ist eigentlich eine ganz einfache und unspektakuläre Geschichte (darum finde ich auch die Angabe bis 12 Jahre sehr hoch gegriffen und würde das auch maximal 10 Jahre runtersetzen), aber sie ist kindgerecht geschrieben und schön zu lesen. Es geht darum, dass die Feuerwanze Rosalie eines Tages von einem Jungen gefangen und in einem Glas gehalten wurde. Ihr gelingt der Ausbruch, und mit der Hilfe von allen möglichen Tieren findet sie am Ende wieder zurück zu ihrer Familie.

Dem Autor gelingt es wirklich gut, alle möglichen Informationen über die Tiere, die Rosalie trifft, in seiner Geschichte einzubauen, ohne dass es belehrend wirkt. Das gefällt mir gut – ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass Kinder Bücher abbrechen, wenn sie merken, dass es nur darum geht, dass sie irgendwas daraus lernen sollen. Hier wird das Wissen ganz nebenbei vermittelt, bleibt aber dennoch hängen. Das ist sehr gut gemacht!

Es wäre ansprechender gewesen, wenn es noch passende Illustrationen gegeben hätte, aber dennoch ist das wirklich ein lesenswertes Buch!

Kurzbeschreibung:

Rosalie wurde an einem Frühlingstag vor den Augen ihrer Mutter eingefangen und lebt seitdem im Kinderzimmer eines vorwitzigen Menschenkindes. Ein Marmeladenglas, das zwischen Büchern und Legosteinen auf einem Schrank steht, ist zu ihrem einsamen Zuhause geworden.
Als der Junge eines Tages vergisst, das Glas zu verschließen, gelingt Rosalie die Flucht aus ihrer Gefangenschaft. Sofort macht sie sich auf den abenteuerlichen Weg, ihre Familie wiederzufinden.
Kaum in der Freiheit angekommen, lernt sie den tollpatschigen Siebenpunkt-Marienkäfer Paul kennen. Paul wurde von seinen Eltern verstoßen, weil er seine Stinkdrüsen einfach nicht in den Griff bekommt. Er beschließt, Rosalie zu begleiten und bringt sie mit einigen sehr außergewöhnlichen Wald- und Wiesenbewohnern zusammen. Doch ist es ausgerechnet die allseits gefürchtete Kreuzspinne Irma, die Rosalie auf ihrer Suche weiterhelfen kann?

Eine spannende Geschichte für kleine und große Leseratten von sechs bis zwölf Jahren.

ISBN: 978-3-947738-97-7

Seitenzahl: 180

Verlag: Kampenwand Verlag

Preis: 12,85 Euro

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