Ein Buch, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird: „Nelkenblatt“ von Yusuf Yeşilöz

Dieses Buch ist eine Geschichte eines Lebensendes, aber auch die Geschichte zweier Frauen.

Elsa ist schon alt und wartet auf ihren Tod, vor dem sie auch keine Angst hat.
Pina wird für Elsas letzte Wochen ihre Pflegerin. Sie verbringen viel Zeit miteinander, in der sie sich viel voneinander erzählen. Vor allem über Pina erfahren wir dadurch viel.

Aber im Grunde ist das auch schon alles, was in diesem Buch passiert. Es tröpfelt vor sich hin und bleibt irgendwie emotionslos. Ich habe es nach dem Lesen sehr schnell wieder vergessen, weil es nichts gab, was mich besonders berührt hat.

Der Schreibstil ist einfach und unkompliziert, das Buch recht kurz und schnell zu lesen. Für mich als Leser war es okay, ich denke aber nicht, dass ich zu weiteren Büchern des Autors greifen werde.

Kurzbeschreibung: Die alte Elsa braucht nach einer Herzoperation eine Rundumbetreuung, ins Pflegeheim wollte sie nicht. Jetzt steht da in ihrer Küche Pina, eine junge Migrantin, Flüchtling aus politischen Gründen, die ihr Studium unterbrochen hat. Sie soll im Haus wohnen und Elsa helfen vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Oder mehr als helfen: Elsas Tochter Luzia weiss genau, was für ihre Mutter gut ist, sie müsse unbedingt mehr essen und jeden Tag an die frische Luft. Sicherheitshalber schickt sie Rezepte per SMS. Aber Elsa mag sich nichts vormachen, sie spürt ihre innere Uhr genau. Viel lieber will sie Pina kennenlernen, woher sie kommt, warum sie im Exil ist, wie ihre Mutter gestorben ist, ob sie liebt oder geliebt hat. Und so entsteht eine feine Verbindung zwischen den beiden Frauen, der jungen Pina, die eine Krise des Exils durchlebt, und Elsa, die ihrem letzten Aufbruch entgegensieht.

ISBN: 978-3-03926-012-6

Seitenzahl: 160

Verlag: Limmat

Preis: 29,00 Euro

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