Ein Buch wie Urlaub: „Neuanfang mit Meerblick“ von Birgit Schlieper

Dieses Buch ist das perfekte „Urlaub-genießen-und-Seele-baumeln-lassen“ Buch!

Die Protagonistin Mareike beschließt nach der Trennung von ihrem Freund, in Ostfriesland neu anzufangen und baut sich dort ein neues Leben auf.

Den Rest muss man einfach selber lesen, und das Lesen ist wirklich ein Genuss, weil es to toll geschrieben ist. Unheimlich humorvoll (ch musste mehrfach laut lachen), locker, leicht und einfach gut zu lesen.
Alle Charaktere sind klasse dargestellt und man entwickelt sehr schnell Gefühle für sie. Das hat mir sehr gut gefallen.

Es ist keine tiefschürfende Geschichte, aber dafür eine, die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Ganz toll!

Eine tolle Familiensaga: „Belmonte“ von Antonia Riepp

Dieser Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist eine Familiengeschichte, die teilweise in Deutschland aber größtenteils in Italien spielt und 4 Generation umspannt.

Teresa, ihre Tochter Franca, deren Tochter Marina und Simona, die eigentliche Hauptperson des Buches. Ihre Kapitel spielen in der Gegenwart, über Rückblenden in die Vergangenheit erfährt man die Geschichten ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter.

Das Buch ist sehr schön geschrieben, ich habe die fast 400 Seiten genossen. Das italienische Leben, die Landschaft… Das alles hat mich sehr gefesselt. Und die Lebensgeschichten der Frauen auch.

Wer solche Romane mag, sollte den hier unbedingt lesen.

Schön kitschig: „Frühlingsglück im kleinen Café an der Mühle“ von Barbara Erlenkamp

Dies ist der dritte Band einer Reihe, was ich aber vorher nicht wusste. Es stört beim Lesen nicht wirklich, weil man immer mal wieder von der Vorgeschichte erfährt oder man sich einiges denken kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher Leser, der wie ich mit diesem Buch startet, auch die anderen danach noch liest…

Der Schreibstil gefällt mir gut. Locker, leicht, flüssig, das Buch lässt sich dadurch gut und schnell lesen.
Es ist eine Geschichte, die wirklich alle Klischees bedient und voller Kitsch und Emotionen ist. Wer sowas mag, der kann hier definitiv zugreifen, denn dann kann man wirklich in der Geschichte versinken…

Es gibt auch einen „Bösewicht“, aber den fand ich eher langweilig, muss ich zugeben. Der Charakter ansich war aber auch nicht ganz so gut dargestellt wie die anderen, finde ich. Das ist aber unwichtig, es stört die Geschichte nicht.

Wer ein Buch zum Träumen und Entspannen sucht, in das man versinken kann und das sich nach heile Welt anfühlt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Irgendwie to much:“Josefine und der Sommermörder“ von Lenny Löwenstern

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Cosy Krimi, würde ich sagen. Ich habe leider keinen wirklichen Zugang zu dem Buch finden könnte. Der Krimi an der Geschichte ist ziemlich langweilig, aber irgendwie geht es auch gar nicht um ihn, sondern um die Protagonisten.
Die etwas eigentümliche Hutmacherin Josefine, die zur „Kommissarin“ in diesem Fall wurde. Mir ist die Protagonistin zu schräg, hat zu viele Ticks und seltsame Angewohnheiten. Mir wurde das beim Lesen schnell zu viel.

Das Buch strotzt nur so vor außergewöhnlichen Ideen und Dingen. Alleine schon, dass die Protagonistin Hutmacherin ist und mit einem Buchladen namens Luise herum läuft. Am Anfang des Buches fand ich diese Dinge charmant, aber im Laufe der Geschichte wurde es mir zu viel.

Ebenso ging es mit mit den „Sprachspielereien“ des Autors. Anfangs noch locker, leicht und einfallsreich, wirkte es beim Fortschreiten der Geschichte zu gewollt. Dadurch wurde das Lesen anstrengend und hat keinen Spaß mehr gemacht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei vielen Lesern gut ankommt, für mich war es aber leider nicht das richtige Buch.

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Berührend und interessant: „Ich bleibe hier“ von Marco Balzano

Erscheint am 24.06.2020

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen!

Im Grunde ist es ein großer Teil des Lebens der Protagonistin Trina, die ihr Leben in einem kleinen Dorf in Südtirol verbringt.
Sie hat es dort nicht leicht, leidet erst unter Faschismus, dann während des Krieges unter dem Nationalsozialismus. Ihr ganzes Leben ist geprägt von Widerstand, sei es die Zeit, in der sie als Lehrerin heimlich Deutsch unterrichtet oder als ihr Mann im Krieg desertiert und sie sich mit ihm versteckt… Oder in der Rahmenhandlung, in der ihr Dorf für einen Staudamm zerstört werden soll.

Das Buch ist toll geschrieben. Klar, ruhig, gefühlvoll, aber nicht zu verschnörkelt oder übertrieben.
Die Sprache passt wunderbar zu Trina, aber auch zum Zeitgeschehen. Zum funktionieren müssen, zum Handeln müssen, zu Entscheidungen, die getroffen werden müssen und dazu, nicht zu zerbrechen.

In einen historisch wahren Kontext gebracht, von dem ich bisher wenig gehört hatte.

Ein Buch, das mich leider nicht überzeugen konnte: „Ozelot und Friesennerz“ von Susanne Matthiessen

Ich bin leider mit diesem Buch nicht warm geworden, weil es für mich nicht das war, was es sein sollte, nämlich ein Roman über eine Kindheit in den 70er Jahren auf Sylt.

Das Buch ist eher geschrieben wie eine Dokumentation der Entwicklung dieser Insel, was für Sylter oder Liebhaber dieser Insel vielleicht interessant ist, für mich als 0815 Leser, der noch nie auf Sylt war, ist es zu trocken und langweilig geschrieben.

Ja, die Autorin erzählt auch über Kindheit auf Sylt, allerdings auch eher emotionslos. Das hat mich beim Lesen sehr gestört.

Natürlich ist es nicht uninteressant, wie sich Sylt entwickelt hat, was diese Entwicklung für die Sylter bedeutet, welche Konsequenzen es hat und welche Feer gemacht und vielleicht hätten verhindert werden können, aber ich hatte mir unter einem Roman über eine Kindheit etwas anderes vorgestellt und bin enttäuscht.

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Ein tolles Jugendbuch :“Wozu wir fähig sind“ von Laila El Omari

Dieses Jugendbuch hat mir sehr gut gefallen. Teilweise spielt es in meiner Heimatstadt, so dass ich oft die beschriebenen Orte vor Augen hatte. Das hat dem Buch nochmal ein besonderes Flair gegeben.

Dazu kommt, dass ich das Cover sehr gelungen und passend finde, und der Schreibstil wirklich klasse und fesselnd ist.
Die Geschichte lebt von den unterschiedlichen Charakteren, deren Sichtweisen und ihrer Vergangenheit. Mit diesen Zutaten dröselt die Autorin sehr geschickt die Vergangenheit auf. Das ist ihr gut gelungen, auch wenn man sich manche Zusammenhänge während des Lesens schon denken könnte. Das stört aber nicht. Im Gegenteil : man freut sich, wenn man richtig lag.

Die Geschichte ist spannend und zeigt sehr gut die Abgründe menschlicher Seelen. Und öffnet dem Leser die Augen dafür, dass auch Schweigen und Wegsehen und unbeabsichtigte Fehler schwerschwiegende Konsequenzen haben kann.

Ich werde das Buch auch meiner 16 jährigen Tochter empfehlen.

„Nebelkinder“ von Stefanie Gregg

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Familiengeschichte, die sich über 3 Generationen erstreckt.

Käthe musste mit ihren Töchtern während des Krieges aus Breslau fliehen und sie alleine durch ringen, bis ihr Mann aus dem Krieg zurück kommt. Weil sie stark traumatisiert ist, übernimmt die älteste Tochter, selbst gerade 12 Jahre alt, die Verantwortung für Mütter und Schwester.
Anastasia, die Tochter, wird erwachsen und irgendwann selbst Mutter. Ihre Tochter Lilith kommt später in die Situation, dass sie das Kind ihrer Freundin, die gestorben ist, aufnehmen soll. Sie glaubt, daß nicht zu können, weil sie sich selbst von ihrer Mutter nicht geliebt gefühlt hat…

Dies ist eine sehr tiefgehende Geschichte. Nachdem man sie gelesen hat, ist einem klar, dass jeder Mensch sein eigenes Paket zu tragen hat und aus seinem Leben das Beste macht, was er kann. Wir urteilen viel zu leicht über einen Menschen, ohne seine Geschichte zu kennen. Ich finde, das wird hier sehr gut deutlich.

Mir hat das Buch total gut gefallen. Es liest sich gut, der Schreibstil ist packend und gut zu lesen. Die Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten sind toll und realistisch dargestellt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

Ein schönes Jugendbuch: „The Summer of Us“ von Cecilia Vinesse

Bei diesem Buch handelt es sich um ein wirklich gelungenes Jugendbuch.

Es geht um eine Gruppe von 5 Freunden (3 Mädchen und 2 Jungen), die gerade ihren Schulabschluss gemacht haben. Bevor sie sich räumlich voneinander trennen, machen sie eine gemeinsame Reise durch Europa. Was sie dort miteinander erleben, wie sich das erwachsen werden anfühlt, welche Ängste und Hoffnungen sich in ihnen entwickeln… Das alles kann man als Leser gemeinsam mit ihnen erleben!

Mir gefällt das Buch wirklich sehr gut, auch wenn ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Aber der Autorin gelingt es wirklich gut, alles was junge Menschen bewegt, in diesem Buch einfließen zu lassen. Der Umgang mit gravierenden Veränderungen, mit bald getrennten Wegen, Liebe, Trennung, Eifersucht, aber auch Hoffnungen und Träume… Alles kommt sehr realistisch und nachvollziehbar rüber. Es fühlte sich beim Lesen einfach gut und stimmig an!

Über Reisen, die Natur und kleine Dinge: „Fräulein Draußen“ von Kathrin Heckmann

Ich bin körperlich so eingeschränkt, dass ich kaum laufen kann. Vielleicht liebe ich deswegen Bücher über Reisen und die Natur?!

Dieses Buch ist wirklich gelungen. Der Schreibstil ist einfach und persönlich. Die Beschreibung der Landschaften sind wirklich gut gelungen, ich kann sie als Leser vor meinem inneren Augen sehen.
Gerade beim Beschreiben geht die Autorin auch auf die kleinen Dinge ein, was mir als Leser richtig gut tut. Es fühlt sich an wie Entschleunigung.

Was mir auch gut gefällt, sind die Informationen, die die Autorin sehr gelungen einfließen lässt. Seien es Informationen über Tiere oder die Orte, an denen sie sich befindet.

Ich kann die Beweggründe der Protagonistin total gut nachvollziehen. Man spürt beim Lesen, wie gut die gemachten Erfahrungen ihr tun. Und das tut mir als Leser gut. Sehr schönes Buch!