Ein starkes Kinderbuch zum Thema Mobbing: „Pass bloss auf deinen Daumen auf!“ von Elena Prochnow

Heute möchte ich euch das Bilderbuch „Pass bloß auf deinen Daumen auf“ von @elena_prochnow vorstellen.

Dieses Buch liegt mir aufgrund seines Themas sehr am Herzen. Es geht um Mobbing, und dieses sensible Thema hat die Autorin in diesem Buch wirklich toll bearbeitet!

In ihrer Geschichte geht es um Mimi, die in die zweite Klasse geht und von einigen älteren Kindern gemobbt wird. Sie leidet sehr darunter und versteckt sich darum in der Schule meistens im Klo. Von den Lehrern bekommt sie keine Unterstützung, nur den Rat, den Mobbern aus dem Weg zu gehen. Doch ihr Opa hilft ihr und trainiert mit ihr boxen. Er erklärt ihr, wie sie ihre Daumen schützen muss und dass es darum geht, seine Angst zu besiegen. Er ist sogar bereit, eine Strafe fürs Wehren mit ihr zusammen abzusitzen. Dadurch wird Mimi selbstbewusster und mutiger, und durch ihr starkes Auftreten lassen die Mobber sie schließlich in Ruhe.

Ich mag dieses Buch sehr, weil die Autorin Situationen nicht beschönigt. Leider ist es tatsächlich so, dass gemobbte Kinder in der Schule oft nur den Rat bekommen, die Täter zu ignorieren. Und gerne auch, sich ein dickeres Fell zuzulegen oder anderen Mist. Da finde ich es klasse, dass Mimis Opa sie wirklich ernst nimmt und unterstützt.

Großartige Illustrationen begleiten die Geschichte. Ausdrucksstarke Farben, aber einfache und schlichte Bilder, die nicht vom Wesentlichen ablenken, sondern es unterstreichen. Das hat mich beeindruckt! Noch mehr, weil alles aus der Feder von Elena Prochnow selbst stammt.

Für mich ein sehr wichtiges Buch, das ich unbedingt empfehlen möchte!

Kurzbeschreibung: „Ich heiße Mimi und gehe in die zweite Klasse. Florian und die Jungs ärgern mich immer. Ich muss etwas unternehmen. Mein Opa kann mir vielleicht dabei helfen.“
Mimi wird in der Schule von älteren Jungs geärgert und gemobbt. Ihr Opa bringt ihr Boxen bei, damit sie sich wehren kann. Gestärkt geht sie in die Schule und ist gewappnet, als sie wieder auf die Jungs trifft. Aber die Begegnung endet anders, als gedacht.

ISBN: 978-3-943833-48-5

Seitenzahl: 38

Alter: ab 5 Jahren

Verlag: Edition Pastorplatz

Preis: 14,00 Euro

Ein tolles Bilderbuch ab 3 Jahre: „Was macht Püüüp?“ von Bernhard Höecker

An diesem Bilderbuch hat mich sofort das Cover angesprochen. Ich liebe Bilderbücher mit abstrakten Charakteren, also passt das kleine, gelbe Püüp voll in mein „Beuteschema“.

Die Geschichte ist wirklich passend für das Kindergartenalter. Viele großflächige Bilder, auf denen die Kinder ganz viel entdecken können. Und das verbunden mit einer einfachen Geschichte mit gutem Ende:

Das Püüüp ist ganz allein auf der Welt. Es lernt, dass es ein Geräusch ist und entdeckt auch, dass ein Geräusch immer zu etwas gehört, dass dieses Geräusch erzeugt. Es lernt viele Geräusche kennen, aber es selbst findet nicht, wohin es gehört. Bis sich am Ende herausstellt, dass Püüüp das Geräusch ist, dass ein kleiner Junge erzeugt, der zu pfeifen versucht.

Eine sehr nette Geschichte, aber ich fand das Ende echt langweilig. Ich hatte so darauf gehofft, dass sich das Püüüp als stiller Furz rausstellt oder so. Dann hätte die Geschichte mit einem großen Lacher enden können. Für mich ist das Geräusch Püüüp absolut nicht passend zu Pfeifgeräuschen.

Meine Tochter sah das ähnlich und sagte am Ende: „Wer macht denn Püüüp, wenn er pfeift?“ Also das war tatsächlich sehr schade und nimmt der Geschichte ein bißchen das Potenzial, das sie hätte haben können.

Kleine Kinder werden bestimmt Spaß daran haben, alle Geräusche zu entdecken, die das Püüüp kennenlernt. Aber ich glaube nicht, dass es das Potential hat, ein Lieblingsbuch im Kinderzimmer zu werden.

Kurzbeschreibung: Knarz, ratter, plopp … püüüp – eine Bilderbuchgeschichte von Bernhard Hoëcker für Kinder ab 3 Jahren!Plötzlich ist es da, Püüüp, ein Geräusch. Aber Püüüp weiß nicht, zu wem oder was es gehört. Was macht PÜÜÜP? Ein Tropfen, der ins Wasser fällt – nein, das macht PLOPP. Ein fahrendes Auto – nein, das macht BRUMM. Blätter im Wald – nein, die machen RASCHEL. Das kleine Geräusch macht sich auf die Suche, irgendwohin muss Püüüp doch gehören …Geräusche, Töne, Laute – Bernhard Hoëcker, bekannter Komiker und Schauspieler, öffnet mit seinem ersten Bilderbuch eine neue Welt, für Kinder und Erwachsene, die zuhören können und hinhören wollen.

ISBN: 978-3-480-23669-5

Seitenzahl: 32

Alter: 3 bis 8 Jahre

Verlag: Thienemann-Esslinger

Preis: 14,00 Euro

Dieses Buch hat mich stark getriggert: „Reise durch ein fremdes Land“ von David Park

Dieses Buch war für mich nicht einfach zu lesen. Es hat mich leider immer wieder stark getriggert – ich hätte mir am Anfang des Buches eine Triggerwarnung gewünscht.

Die Geschichte ist ein Roadtrip. Tom Fotograf und Familienvater, macht sich kurz vor Weihnachten zu einer sehr langen Autofahrt auf, um seinen erkrankten Sohn nach Hause zu holen, der an seinem Stundienort festsitzt, nachdem wegen Schnee die Flughäfen geschlossen sind. Während dieser Reise macht er sich Gedanken über sein Leben, seine Familie und vor allem um seinen ältesten Sohn.

Man begegnet in diesem Buch Schuld, Trauer, Verlust, Drogenkonsum usw., und obwohl eigentlich gar nichts passiert, außer dass Tom mit dem Auto fährt, hat das Buch wirklich viel Tiefe.
Ich fand es anfangs ein bißchen albern, wie viel Theater Tom und seine Frau um ihren erwachsenen Sohn machen, der anscheinend nichts weiter hat als eine profane Erkältung. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich das verstehen – und das fand ich wirklich gut gemacht!

Ich möchte euch das Buch empfehlen, auch wenn es für mich emotional grenzwertig war. Aber es ist toll geschrieben – und es steckt so viel mehr in dieser Geschichte als auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Kurzbeschreibung: Von Beruf Fotograf sieht Tom die durch den Winter zum Erliegen gekommene Welt um sich herum wie durch die Linse seiner Kamera. Schon immer hat er sein Leben auf diese Art betrachtet, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er es anhand von Fotografien erzählen kann. All diese Bilder kommen ihm nun in den Sinn: das erste Foto, das er von seiner Frau geschossen hat, die Aufnahmen von Familienfeiern, die ihm seinen Lebensunterhalt sichern, und diejenigen, die er stets zu machen geträumt hat, Fotos jenseits der gängigen Sehgewohnheiten.
Tom hat sich längst damit abgefunden, dass er kein großer Künstler ist. Doch wie soll er damit leben, dass er kein perfekter Ehemann ist? Und dass er vor allem seinem anderen, seinem ältesten Sohn Daniel kein guter Vater war? Tief in seiner Kamera versteckt, gibt es ein Foto von Daniel, das Toms ganze Schuld und ganzes Leid zeigt. Je intensiver Toms innere Zwiegespräche mit Daniel auf dieser Reise werden, desto mehr hofft er, Erlösung und Vergebung zu finden.
Mit großer sprachlicher Intensität erzählt David Park von einem Mann, der fast an sich und seinem Schicksal zerbricht. 

ISBN: 978-3-8321-8002-7

Seitenzahl: 200

Verlag: DUMONT Verlag

Preis: 20,00 Euro

Frohes neues Jahr 2022

Ich wünsche Euch allen ein frohes, glückliches und gesundes Jahr 2022!

Ich finde es immer noch komisch, dass das letzte Jahr schon vorbei ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist einfach so weggeflossen…

In diesem Jahr stehen bei uns einige Termine an: Meine Eltern werden 70 und 75, meine große Tochter feiert ihren 18. Geburtstag, die Kleinste hat Erstkommunion, wir haben für den Juli Urlaub an der Nordsee gebucht…. Mal schauen, ob Corona uns weiter so stark einschränkt. Ich hätte ja überhaupt nichts dagegen, dass es mit Omicron jetzt seine „Abschiedswelle“ über uns rollen lässt und dann verschwindet!

Ich bin kein Mensch, der das neue Jahr mit Vorsätzen beginnt, weil ich meistens sehr schnell daran scheitere. Aber ein paar Wünsche habe ich fürs neue Jahr: Ich wünsche mir, dass mein Kinderbuch bei einem Verlag veröffentlicht wird. Und ich wünsche mir, dass ich es schaffe, mir feste Schreibzeiten zu nehmen, so dass ich mit meinen anderen Schreibprojekten vorankomme. Ich wünsche mir, dass ich es schaffe, mich mehr zu bewegen. Und ich wünsche mir ganz doll, dass es ein Jahr ohne Lipödem-Schub wird.

Zwei große Vorsätze habe ich aber doch: mit dem Dampfen aufhören und endlich mal konsequent einen Kalender führen!

Mit dem Lesen und meinen Rezensionen werde ich natürlich auch weitermachen, denn damit habe ich letztes Jahr viel Freude gehabt. Und ich würde mich freuen, wenn meine Follower blieben und neue hinzukämen!

Wie ist es bei euch? Seid ihr gut ins neue Jahr gekommen? Habt ihr Wünsche, Vorsätze, Pläne? Erzählt doch mal!

Zeit zum Spielen

Wir haben den Tag gestern zum Spielen genutzt. Das machen wir wirklich gerne, aber viel zu selten, weil meistens 2 von 3 Kindern mitspielen wollen und dann natürlich keine komplexen Erwachsenenspiele auf den Tisch kommen. Aber gestern hatte das jüngste Kind nicht lange Lust.

Begonnen haben wir, mit Kind :UNO flip, Krasse Kacke und L.A.M.A. Danach hatte sie keine Lust mehr.

Zuerst kam das Kennerspiel „Everdell“ auf den Tisch, das mich ja schon alleine durch seine Optik und die wunderschönen Illustrationen überzeugt hat. Die Regeln sind auch nicht kompliziert, aber dennoch ist es komplex, weil man eine Menge Optionen hat und vieles im Hinterkopf behalten muss.

Wirklich hübsch, oder?

Grundsätzlich ist es ein schönes Workerplacement Spiel. Für die Kinder wäre es noch nichts, da es wirklich lange gedauert hat und teilweise lange Downtime hat, wenn Strategen mit am Tisch sitzen und lange grübeln.

Danach haben wir „Disney Villainous“ ausprobiert, dessen Länge sehr optimistisch mit 20 Minuten pro Spieler angegeben ist. Wir haben deutlich länger gebraucht!

Gespielt haben wir die Bösewichte Prinz John, Dschafar und Ursula. Und es hat was, in die Rollen der Bösen zu schlüpfen!

Sehr interessant ist, dass jeder Bösewicht ein individuelles Ziel hat, das erreicht werden muss. Dementsprechend braucht man bei jedem Bösewicht auch eine andere Strategie. Bei 6 Bösewichten alleine im Basisspiel hat man also viel Spielraum, bis man alle einmal gespielt hat.

Obwohl man seinen Charakter individuell spielt, gibt es auch ausreichend Interaktion mit den anderen Spielern, da man bei ihnen Schicksal spielen und dadurch so manchen Plan durchkreuzen kann.

Die weißen Karten sind die „störenden“ Schicksalskarten

Unser Fazit: 2 wirklich schöne Spiele, relativ einfache Regeln, abwechslungsreich und hoher Wiederspielwert.

Ein tolles Jugendbuch, das in der Steinzeit spielt: „Im Schatten des Löwen“ von Linda Dielemans

Über die Weihnachtstage habe ich ein tolles Jugendbuch gelesen, das inspiriert wurde von den Höhlen in Frankreich, die voller Höhlenmalerei sind (z.B. die Chauvet-Höhle oder die Höhle von Lascaux).

Das Buch spielt in der Steinzeit, und es geht um das Mädchen Junhi, das in ihrem Stamm einen schlechten Stand hat. Sie hat keine Eltern mehr und sie kann träumen. Sie wünscht sich, Schülerin des Träumers des Stammes zu werden, was ihr aber nicht gestattet wird. Eines Tages erzählt sie Turkh, dem Träumer, einen ihrer Träumer, und Turkh gibt ihn als seinen aus. Dadurch ereilt den Stamm ein großes Unglück….

Ich mochte dieses Buch sehr gerne, vielleicht weil es mich ein bißchen an „Ayla und der Clan der Bären“ erinnert hat, das ich als Jugendliche regelrecht verschlungen habe. Ich mag Junhi, die Protagonistin, sehr gerne, weil sie ihre Ziele verfolgt, ohne dabei egoistisch oder skrupellos zu sein. Sie geht ihren Weg, auch wenn sie immer wieder auf sich alleine gestellt ist und große Gefahren und Widerstände überwinden muss.

Das Leben in einem Steinzeitstamm ist wirklich interessant. Alleine durch die Tatsache, dass Männer und Frauen tatsächlich gleichberechtigt gewesen zu sein scheinen. Die Stämme werden geführt von Frauen, auch Frauen dürfen jagen gehen und beide Geschlechter können Träumer sein. Es ist spannend, wie dieses Leben hier geschildert wird.

Besonders eingegangen wird immer wieder auf die Höhlenmalereien, die anzufertigen anscheinend den Träumern eines Stammes vorbehalten waren. Die Autorin beschreibt sehr schön, wie und warum die Träumer sie angefertigt haben und welche Bedeutung sie für den Stamm hatten. Im Nachwort macht sie aber deutlich, dass wir heute noch immer nicht alles verstehen können. Faszinierend!

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist nicht zu kompliziert, aber sehr bildhaft und detailreich. Der Spannungsaufbau ist super, und die Spannungskurve fällt nicht ab. Zur Zeit liest mein 13 jähriger Sohn es und ist genauso begeistert wie ich.

Was uns beiden aber nicht gefällt ist der Klappentext, der den eigentlichen Inhalt des Buches absolut nicht trifft. Junhi ist nur eine ziemlich kurze Zeit tatsächlich auf sich alleine gestellt – und diese Zeit ist in meinen Augen wirklich nicht die wichtigste in ihrem Leben. Und auch nicht in dieser Geschichte.

Kurzbeschreibung: 28.000 Jahre ist es her. Junhi ist auf sich allein gestellt. Das Mädchen, das die Zukunft in seinen Träumen vorausschauen kann, ist von seinem Stamm verstoßen worden. Nun irrt Junhi auf der Hochebene umher, auf der Suche nach den Mammutjägern, die nicht zurückkehrten, auf der Suche nach dem geheimnisvollen Löwenmann aus ihren Träumen und nach ihrer eigenen Bestimmung und ihrem Platz in dieser Welt. ›Im Schatten des Löwen‹ ist ein packendes, vielschichtiges Abenteuer um Vor- und Selbstbestimmung.

ISBN: 978-3-7725-2865-1

Seitenzahl: 410

Alter: ab 12 Jahren

Verlag: Freies Geistesleben

Preis: 19,00 Euro

Upcrate Box #28

Bevor ich Euch frohe Weihnachten wünsche und mich für ein paar Tage von Euch verabschiede, möchte ich Euch noch die Ucrate Box für Dezember vorstellen.

Das Thema dieses Mal lautet: „Love has no color“, und der Inhalt der Box gefällt mir richtig gut!

Darin sind Promarker und Brushmarker der Firma Windsor&Newton, also Alkoholmarker. Die Auswahl der Farben mag ich sehr, weil sie nicht so knallig sind. Ich habe noch nicht mit so hochwertigen Markern gearbeitet, darum bin ich sehr gespannt darauf, wie sie sich benutzen lassen. Aber an ihren Umfang und den starken Alkoholgeruch muss ich mich erst gewöhnen!

Mit in der Box ist diesmal auch ein Bleistift, ein schwarzer Brushstift und ein Stift, der Orange malt und unter Schwarzlicht leuchtet. Letzteres finde ich für mich persönlich etwas überflüssig, aber mir wird schon etwas einfallen, was ich damit anstellen kann.

Das Künstlerbild ist diesmal eher schlicht und ich habe Videos gesehen, in denen sich darüber beschwert wurde, dass das Bild nicht alle Möglichkeiten der Stifte zeigt, besonders was das Mischen angeht. Aber ich mag das eher Schlichte und es hindert mich ja niemand daran, die Stifte auch anders zu benutzen.

Die Bottlepost und die darin gezeigte Kunst gefallen mir auch wieder sehr gut!

Das einzige, was mich sehr stört ist, dass das beiliegende Papier gar nicht für Alkoholmarker geeignet ist. Die Farben bluten stark durch, und ich denke, das ist nicht Sinn der Sache. Zum Glück habe ich aber noch Markerpapier zu Hause, auf dem ich die Stifte dann nochmal ausprobieren kann.

Dies ist jetzt, glaube ich, schon meine fünfte Box. Und bisher war ich mit den Inhalten sehr zufrieden und konnte einige Materialien entdecken, die ich noch nicht kannte oder mit denen ich zumindest noch nie gearbeitet hatte.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Boxen im nächsten Jahr!

Noch ein Weihnachtsbuch für Kinder (und Eichhörnchen!): „Der Baum gehört mir!“ von Hubert Schirneck

Die Geschichte dieses Weihnachtsbuches ist süß, denn es geht um das junge Eichhörnchenmädchen Lona, das gerade seinen ersten eigenen Baum bezogen hat. Aber ausgerechnet der wird für eine Weihnachtsbaumlotterie ausgegraben und landet im Weihnachtszimmer einer Familie, die auch noch eine Katze hat!
Zum Glück kann die Tochter der Familie, Elise, die Eichhörnchensprache. Dadurch können sie sich anfreunden und nach Weihnachten dafür sorgen, dass Lona mit ihrem Baum zurück in den Wald kommt…

Wir fanden die Geschichte recht unspektakulär. Es ist kein Buch, das im Gedächtnis bleibt und auch keins, das wir nochmal lesen würden. Meine 8 jährige Tochter fand es auch nur okay. Die Idee ist nett, aber es ist die ganze Zeit über ziemlich klar, was passieren wird.

Es ist kindgerecht geschrieben, und die Illustrationen sind sehr schön und passend. Für Leseanfänger ist es gut geeignet, auch wenn es relativ viel Text hat. Dafür sind die Kapitel nicht zu lang, so dass die Kinder sich das Lesen gut einteilen können.

Kurzbeschreibung: in Eichhörnchen im Weihnachtsbaum: Lona ist ein Eichhörnchen mit dem Spitznamen „Die mit der Nuss tanzt“. Sie bewohnt ihren ersten eigenen Baum, eine schöne Edeltanne. Lona fühlt sich dort sehr wohl, aber kurz vor Weihnachten geschieht etwas Furchtbares: Waldarbeiter durchstreifen die Gegend, mit Äxten und Motorsägen bewaffnet. Lonas Baum fällen sie zwar nicht, aber sie graben ihn aus und pflanzen ihn in einen Kübel. Er soll als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer der Familie Parmakoski stehen. Doch Lona gibt ihren Wohnbaum nicht auf! Sie krallt sich fest und reist mit ihm in die Welt der Menschen, wo sie ein sehr denkwürdiges Weihnachtsfest erlebt.

ISBN: 9783833743719

Seitenzahl: 100

Alter: ab 8 Jahre

Verlag: JUMBO

Preis: 11 Euro

Eine Weihnachtsgeschichte für Jugendliche: „Tru und Nelle. Eine Weihnachtsgeschichte“ von Greg Neri

Die Hauptpersonen dieses Buches, die Kinder bzw. Jugendlichen Tru und Nelle, sind die bekannten Schriftsteller Truman Capote und Harper Lee, von denen wahrscheinlich jeder schon mal gehört hat. Ich wusste allerdings nicht, dass sie schon als Kinder befreundet waren.

Die Geschichte in diesem Buch ist fiktiv, beinhaltet aber auch einige wahre Begebenheiten. Und es gibt einen Vorgängerband über Tru und Nelle, den ich allerdings noch nicht gelesen habe.

In diesem Buch ist Tru aus einer Militärakademie abgehauen und alleine zurück in seine alte Heimat und zu seinen alten Freunden (und Verwandten) getrampt, ohne dass seine Mutter und sein Stiefvater dies wissen. Er verbringt die Weihnachtszeit mit ihnen und zusammen erleben sie einige Abenteuer, entdecken aber auch, worum es an Weihnachten wirklich geht. Und leider auch, wie viel Ungerechtigkeit in der Welt herrscht…

Das Buch spielt in einer Zeit in Amerika, wo die Rassentrennung noch üblich war. Und dies ist auch ein zentrales Thema des Buches, als nämlich zwei people of color für ein Verbrechen, das sie nicht begangen haben, zum Tode verurteilt werden und nun ihr letztes Weihnachten im Gefängnis verbringen müssen.

Mir gefällt sehr gut, dass das Buch nicht „zensiert“ ist. Es finden sich darin rassistische Begriffe, die aber immer mit einer Erklärung der geschichtlichen Hintergründe einhergehen. Diese findet man in einem ausführlichen Glossar. Und mir gefällt daran, so dass sehr gut deutlich wird, wie es damals nun einmal gewesen ist. Ich finde, auch Kinder können beim Lesen mit Rassismus konfrontiert werden, wenn dies in geschichtlichem Zusammenhang steht. Und das ist dem Autor hier gut gelungen!

Im Grunde spielt es keine Rolle, dass Tru und Nelle berühmte Persönlichkeiten sind. Diese Geschichte hätte auch mit völlig fiktiven Charakteren genauso gut funktioniert. Aber es ist einfach nochmal etwas zu anderes zu wissen, dass manche der Erlebnisse tatsächlich so passiert sind.

Mir gefällt das Buch sehr gut, ich denke aber, zu jung sollten die lesenden Kinder nicht sein. Es bietet einfach viel Raum für Fragen.

Kurzbeschreibung: Tru hatte die Hoffnung, dass das Leben mit seiner Mutter in New York City endlich perfekt und aufregend würde. Doch es kommt alles ganz anders … Tru ist nicht nur traurig, er ist geradezu unglücklich und beschließt, zurück nach Monroeville zu fliehen, zurück zu Nelle, der einzigen Freundin, die er je hatte. Aber auch dort läuft anfangs einiges schief. Überall, wo er hinkommt, scheinen schlimme Dinge zu passieren. Die einzige Erklärung ist für ihn: Er muss verflucht sein. Doch nun steht Weihnachten vor der Tür, und Tru wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Aber dafür braucht es ein Wunder, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht. Glücklicherweise ist Weihnachten ja bekanntlich das „Fest der Wunder“ … Tru und Nelle basiert auf der wahren Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee und auf realen Begebenheiten – von zärtlichen persönlichen Momenten bis hin zur schrecklichen Wahrheit des Lebens in den USA in Zeiten der Rassentrennung. Auch heute noch hochaktuell!

ISBN: 978-3-7725-3122-4

Seitenzahl: 350

Alter: ab 11 Jahre

Verlag: Freies Geistesleben

Preis: 19,00 Euro