Ein sehr schöner Familienroman: „Aber Töchter sind wir für immer“ von Christiane Wünsche

Dieser Roman um eine Familie hat mir unheimlich gut gefallen. Der Schreibstil ist wirklich toll, es lässt sich sehr gut lesen und fesselt.
Auch wie die Geschichte erzählt wird, nämlich immer die Geschichten der einzelnen Familien, die zusammenlaufen am 80. Geburtstag des Vaters und durch die Erzählung der Gegenwart durch die jüngste Tochter, ist ganz großartig.

Man lernt die einzelnen Schicksale und Charaktere wirklich gut kennen. Alles ist stimmig und gut durchdacht, man kann die Gefühle und das Verhalten der einzelnen Personen richtig gut nachvollziehen, da man eben auch ihre Vergangenheit kennenlernt.

Ich hatte mit diesem Roman ein paar besonders schöne Lesestunden.

Kurzbeschreibung: Schon lange haben sich die drei Schwestern Johanna, Heike und Britta nicht mehr gesehen. Zu verschieden sind sie, zu weit entfernt voneinander leben sie, zu groß ist das Unbehagen, irgendwie. Jetzt treffen sie sich wieder in ihrem Elternhaus am Bahndamm, inmitten der weiten Felder am Niederrhein.
Hier, in diesem Haus, fing alles an: Das mit ihren Eltern Christa und Hans, verbunden durch die Wirren des Krieges. Das Leben der Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und das mit Hermine. In diesem Haus geschah so vieles und wurde so vieles verschwiegen. Bis zu diesem einen Tag.

Endlich gibt es eine Fortsetzung: „Zurück in Sommerby“ von Kirsten Boie

Ich finde, Kirsten Boie ist eine der besten Kinderbuch Autorinnen, die es gibt. Sie versteht es wunderbar, die Welt aus Kinderaugen zu sehen und sich in Kinder hineinzuversetzen.

Meine Kinder und ich haben uns sehr über den zweiten Sommerby Band gefreut. Diesmal ist es Herbst, und die Kinder Martha, Mikkel und Mats verbringen auf eigenen Wunsch ihre Herbstferien bei Oma Inge in Sommerby.

Und wieder erleben sie eine ganz schön spannende Zeit, denn wieder will der fiese Makler mit dunklen Machenschaften an Oma Inges Haus kommen.

Zusätzlich hat Martha ein bißchen Liebeskummer, weil sie denkt, dass Enno eine Freundin hat. Und Mikkel findet einen Hundewelpen, der sich leider nicht als „Waisenhund“ entpuppt.

Die Stimmung in diesem Buch ist wieder absolut genial. Die Oma fand ich auch schon im ersten Buch klasse, weil ich es wahnsinnig mag, wie sie mit den Kindern umgeht.

Der „Kriminalfall“ ist kindgerecht, aber dennoch gut durchdacht. Boies Sprache ist mal wieder wunderbar. Treffend und direkt, aber dennoch nicht zu einfach, so dass es auch mir als Mutter Spaß gemacht hat, die Geschichte vorzulesen.

Ein bißchen erinnert es mich an die „Saltkrokan“ Bücher von Astrid Lindgren. Zumindest weckt es bei mir ähnliche Gefühle beim Lesen.

Kurzbeschreibung: Band 2 der Sommerby-Reihe von der Erfolgsautorin Kirsten Boie verspricht herbstliche Hygge-Stimmung: Endlich zurück in Sommerby! Zwar herrscht dort richtiges Schmuddelwetter, aber Martha, Mikkel und Mats freuen sich riesig, dass sie die Herbstferien bei Oma Inge verbringen dürfen. Wäre da nur nicht der fiese Makler, der es schon im Sommer auf Omas Haus abgesehen hatte und jetzt noch fiesere Tricks einsetzt. Da vergeht Oma Inge sogar die Lust auf ihren 70. Geburtstag. Aber das werden Martha, Mats und Mikkel auf keinen Fall zulassen!

Der Auftakt einer Thriller Reihe: „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith

Dieser Thriller wurde geschrieben von J. K. Rowling, der Autorin von Harry Potter. Hier schreibt sie unter dem Pseudonym Robert Garbraith.

Das Buch ist super geschrieben, es baut super Spannung auf und hält diese auch über die ganze Geschichte aufrecht.

Cormoran Strike, der Protagonist des Buches, ist diesmal kein Kommissar, sondern Privatdetektiv. Früher war er im Krieg in Afghanistan, wodurch er einige körperliche Einschränkungen hat. Auch finanziell läuft es bei ihm gerade nicht unbedingt rund. Aber genau diese Hintergründe machen ihn zu einer interessanten Persönlichkeit.

Ebenso Robin, die für ihn arbeitet und im Laufe des Buches immer wichtiger wird. Beide Charaktere geben zusammen ein gutes Team ab.

Der Fall selber ist spannend, die Story ist gut durchdacht und auch das Ende absolut gelungen.

Mir hat es so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall auch die nächsten Bücher über Cormoran Strike lesen werde!

Kurzbeschreibung:

Auftakt für Cormoran Strike & Robin – ein außergewöhnliches Ermittlerduo!

Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.

Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr…

Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. „Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert.

Großartige Kurzgeschichten: „Tu’s nicht“ von Etgar Keret

Der Autor, Etgar Ketet, war mir vor diesem Buch völlig unbekannt. Ich habe mich dennoch entschieden, dieses Buch zu lesen, weil ich ein großer Fan von Kurzgeschichten bin. Ich finde, richtig gute Kurzgeschichten zu schreiben ist schwerer als einen Roman zu schreiben. Weil man einfach viel weniger Wörter zur Verfügung hat.

Das Cover dieses Buches hat mir nicht gefallen, aber hinter diesem Cover findet man absolut großartige Kurzgeschichten! Der Autor versteht es, mit wenigen, klaren Worten unheimlich viel Tiefe zu schaffen.
Oft wird die Aussage einer Geschichte im ersten Moment noch gar nicht klar, kommt erst im Anklang einer Geschichte. So etwas liebe ich sehr!

Wie der Autor es schafft, mit so einer modernen und klaren Sprache, die er so flüssig zu benutzen vermag, so eine Tiefe zu schaffen, ist toll.
Die Themen seiner Geschichten haben immer mit dem Leben zu tun, mit Kraft. Das gefällt mir sehr.

Lange habe ich keine Kurzgeschichten mehr gelesen, die mich so begeistert haben!

Kurzbeschreibung: Etgar Keret, einer der bekanntesten Schriftsteller Israels und Meister der kurzen Form, kann auf wenigen Seiten sagen, wofür andere Romane brauchen. »Tu’s nicht« ist sein neuer Band mit Short Stories. Seine Figuren ringen mit dem Elternsein, Familie, Marihuana und Pfannkuchenbergen, einem Goldfisch, der nachts aus dem Aquarium steigt und in Hauspantoffeln fernsieht, und einem Mann, der vom Dach springt. Keret ist heiter und fantastisch, seine Geschichten sind anarchisch, absurd und anrührend. Er erzählt unwiderstehlich komisch, und bei ihm gewinnt am Ende immer das Leben.

Hätte ich drauf verzichten können : „Das Ding – Der Tag, an dem ich Donald Trump bestahl“ von Jürgen Neffe

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman, in dem der Autor allerdings viele Informationen über Trump hat einfließen lassen.
Diese Informationen standen ihm durch seinen Beruf als Reporter zur Verfügung, weil er dadurch die Möglichkeit hatte, Trump vor seiner Zeit als Präsident kennenzulernen.

Ich fand das Buch okay. Über Trump habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon aus anderen Quellen wusste. Und die Story des Buches ist okay, aber nichts besonderes. I’m Gründe erzählt nur ein Reporter, wie er bei der Einreise in die USA festgesetzt, überprüft und befragt wird. Der Rest der Geschichte besteht eigentlich hauptsächlich aus Erinnerungen.

Man kann es gut lesen, sprachlich ist es nicht besonders anspruchsvoll. Aber da beim Lesen nicht wirklich Spannung aufkommt, ist es ein Buch, das man als Leser schnell vergisst. Ich hatte mir mehr davon versprochen. Aber es wirkt so, als habe der Autor einfach drauf gehofft, damit Erfolg zu haben, auf den „Trump-Zug“ aufzuspringen.

Kurzbeschreibung:

Jürgen Neffe gehört zu den bekanntesten Autoren und Journalisten Deutschlands, seine Biographien großer Jahrhundertgestalten (Albert Einstein, Charles Darwin, Karl Marx) waren sämtlich Bestseller. Sein autobiographischer Roman „Das Ding“ beruht auf wahren Begegnungen und Begebenheiten während seiner Zeit als SPIEGEL-Korrespondent in New York und ist zugleich das Porträt einer zerrissenen Stadt und Nation.

Die Hauptfiguren in Neffes temporeicher Erzählung könnten unterschiedlicher kaum sein. Da ist der gerissene, steinreiche Immobilienmogul Donald Trump, heute Präsident der Vereinigten Staaten, damals selbsternannter „König von New York“, der der weltberühmten Skyline Manhattans immer größere und prächtigere Wolkenkratzer hinzufügt, um sein Ego aufzumöbeln. Seine Partys in luxuriösem Ambiente, zu denen die schillernden und halbseidenen Celebrities der Stadt nur so strömen, sind legendär, die Schönheit seiner weiblichen Angestellten ist es ebenfalls. Doch was treibt den Mann mit der blonden Tolle an? Wie wurde aus dem Tycoon der Erste Mann der wichtigsten Wirtschaftsmacht in der westlichen Hemisphäre? Jürgen Neffe hat Donald Trump in seiner New Yorker Zeit mehrfach getroffen und liefert eine brillante Analyse seiner Persönlichkeit.

Und da ist Charlie DeLeo, Sohn italienischer Einwanderer, der Tag für Tag nach Liberty Island übersetzt, um sich um das Wahrzeichen der Stadt, die Freiheitsstatue, zu kümmern. Er ist der „Keeper of the Flame“, der Hüter der Flamme. Ihm ist zu verdanken, dass das Licht, das für Millionen Einwanderer zum Symbol für Freiheit und eine bessere Zukunft in der neuen Welt wurde, nie verlischt. Seine Mission erfüllt Charlies bescheidenes Leben mit Glanz und Sinn, die kupfergrüne Lady wird zur Liebe seines Lebens.

Beide Männer nehmen für sich in Anspruch, den amerikanischen Traum mit Leben zu erfüllen, doch wer ist der wahre Patriot? Und was hat es mit „dem Ding“ auf sich, das der Erzähler aus Trumps Räumlichkeiten gestohlen haben will? Dafür interessieren sich auch die BeamtInnen der U.S. Customs and Border Protection, die den Ex-Korrespondenten bei der Einreise in das Land der Fake News festnehmen und stundenlang verhören. Hat er etwas gegen den Präsidenten in der Hand? American Paranoia trifft auf German Angst.

Die dritte Hauptfigur des Buches ist der Erzähler selbst, sein Aufwachsen mit einem strengen Vater, seine frühe Begeisterung für die Literatur und für die USA. Sie waren das Land seiner Sehnsucht, ein Land, das Freiheit und Emanzipation von den engen Verhältnissen im Nachkriegsdeutschland versprach. So führt ihn sein Weg schließlich in die Stadt, die niemals schläft.

Jürgen Neffe hat ein kluges und mitreißendes Buch über die Stadt der Gegensätze geschrieben – und über das Ringen von Wahrheit und Lüge. Seine Erzählung zwischen Fakt und Fiktion verdichtet sich zur Analyse eines Landes, das uns noch immer fasziniert, und das sich doch in einer tiefen Krise befindet.

Drei Wochen ohne Lymphdrainage und die Auswirkungen davon

Da meine Physiotherapeutin in Urlaub war, habe ich 3 Wochen keine Lymphdrainage bekommen. Die Auswirkungen auf meine Gesundheit waren heftig.

Mein krankhafte Lipfett hat sich am ganzen Körper stark verhärtet. Beine, Arme, Po, sogar am Bauch war es deutlich zu spüren. Es fühlte sich so gespannt an, dass ich das Gefühl hatte, gleich zu platzen. Dadurch hat meine Schmerzempfindlichkeit extrem zugenommen, teilweise war es sogar schmerzhaft für mich, mit meinen Kindern zu kuscheln. Ich habe noch schneller blaue Flecken bekommen als sowieso schon.

Durch die Verhärtungen konnte ich mich noch viel schlechter bewegen als sonst, alles war für mich noch anstrengender als gewöhnlich. Und ich wurde unbeweglicher, war z. B. nicht mehr in der Lage, mir selbst die Füße einzucremen.

Das Schlafen war schwer und nicht erholsam. Ich bin Seitenschläfer, konnte aber nun, durch die extrem dicken, spannenden und harten Beine, die Beine beim Schlafen nicht mehr aufeinander legen. Ich habe also irgendwie sehr verdreht geschlafen, bin nachts häufig aufgewacht und jeden Morgen mit Rückenschmerzen aufgestanden.

Ohne Lymphdrainage war mein allgemeines Befinden nicht gut. Ich war müde und hatte ständig das Gefühl, als würde ich irgendwas ausbrüten. Dazu kam, dass ich fast ständig extremes Sodbrennen hatte.

Ohne die Lymphdrainage bekam ich plötzlich Hauptprobleme. Es fing an mit trockenen und juckenden Stellen im Gesicht und das Jucken verteilte sich dann auch auf andere Körperstellen. Dabei habe ich noch nie Hauptprobleme gemacht, creme mich auch nie ein.

Als ich dann endlich wieder Lymphdrainage hatte, war meine Therapeutin richtig erschrocken, wie hart das Fett überall war und wie stark gespannt. Die Behandlung hat mir extrem weh getan.

Und am Nachmittag nach der Lymphdrainage hatte ich das Gefühl, ich werde krank. Mein Körper hat sich regelrecht vergiftet angefühlt! Ich hatte Halsschmerzen, habe abwechselnd sehr gefroren und geschwitzt. Mein Schweiß hat sehr unangenehm gerochen, und mir ging es so schlecht, dass ich fast den ganzen Nachmittag geschlafen habe.

Am nächsten Tag hatte ich wieder Lymphdrainage, und meine Therapeutin hat mir erklärt, dass mein Körper ohne die Lymphdrainage nicht mehr in der Lage ist, meinen Körper von Giftstoffe zu reinigen. Und durch die Lymphdrainage wird halt die Entgiftung endlich wieder angekurbelt. Was ich auch am 2. Tag der Lymphdrainage wieder gemerkt habe. Ich bin den ganzen Tag ständig auf Toilette gerannt und habe wieder viel geschlafen.

Jetzt ist Tag 4 nach der ersten Lymphdrainage, und immer noch geht es mir nicht gut. Ich bemühe mich, viel zu trinken, nehme Steinkleekapsel und Mariendistel und schlafe, schlafe, schlafe…

Aber ich muss gestehen, dass mir dieses Gefühl der „Vergiftung“ wahnsinnig Angst gemacht hat. Ich fühle mich schlecht, und ich habe Angst, was geschieht, wenn mein Arzt sich wieder weigert, mir Manuelle Lymphdrainage zu verschreiben… Was passiert dann mit mir?

Ein mythologisches Sachbuch: „Die Magie der Raunächte“ aus der arsEdition

Das Thema dieses Buches sind die Raunächte. Ein Thema, mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe, wobei ich den Begriff Raunächte natürlich kenne.

Mir gefallen an diesem Buch besonders die Sagen, Märchen und Gedichte, von denen sehr viele mir noch unbekannt waren, da sie eher aus dem Nordischen stammen.

Zwischen diesen Texten werden die Rituale der einzelnen Raunächte erklärt, die alle damit zu tun haben, mit Altem abzuschließen und Neues willkommen zu heißen. Diese Rituale finde ich sehr schön und besonders. Alles wirkt so ruhig, so besinnlich.

Ich habe durch das Buch auf jeden Fall Interesse bekommen, mich noch näher mit den Raunächte und ihrer Geschichte/Bedeutung zu beschäftigen.

Kurzbeschreibung: Seit Urzeiten ranken sich zauberhafte Legenden und magische Geschichten rund um die letzten Tage des alten und den Beginn des neuen Jahres. Viele Bräuche, Weisheiten und Mythen rund um die Raunächte und ihre Magie werden heute wiederentdeckt und wieder genutzt. Dieses Buch führt Sie auf eine kurzweilige Reise zu den schönsten Geschichten und Legenden um Hexen, Kobolde und die wilde Jagd, gewürzt mit spirituellem Wissen und einigen praktischen Tipps.

Follow Friday – 02.10.2020

Kommt ihr mit vielen Charakteren in einem Buch zurecht oder verliert ihr die Übersicht?

Ich komme mit vielen Charakteren in Büchern zurecht, die wichtigere Frage für mich ist aber, ob es mir gefällt, wenn Bücher mit Charakteren vollgepackt sind.

Meist mag ich es lieber, wenn die Geschichte sich auf wenige Personen konzentriert. Wobei das nicht nicht nur ein Paar sein muss, sondern auch ruhig eine Clique sein kann… Nur als Beispiel. Aber wenn es zu viele Charaktere sind, die „große“ Rollen haben, verliert die Geschichte leider oft an Tiefe. Dann fühlt sie sich in meinen Augen oft wie nichts ganzes und nichts halbes. Das hat gar nichts mit Übersichtlichkeit zu tun. Eher damit, dass die Charaktere dann oft nicht so detailliert ausgearbeitet sind.

Charaktere, die nur Nebenrollen spielen, speichere ich aber beim Lesen oft bewusst nicht ab, weil sie für mich austauschbar sind. Darum lese ich zb. die (gerade in historischen Romanen oft zu findende) Liste der Personen nie. Weil es mir total schnuppe ist, wie der Cousin der Freundin des Hufschmieds etc. heißt. Entweder erschließen sich die Personen aus dem Kontext oder sie sind so unwichtig, dass ich sie auch sofort wieder vergessen kann.