Für mich zu langweilig: „Öömrang – Der etwas andere Inselkrimi mit Androiden“ von Jan Bosse

Ich mag Inselkrimis, und ich mag Androiden, also hatte ich mich auf dieses Buch sehr gefreut.

Leider fand ich es aber ziemlich enttäuschend. Der Krimi selber war okay, es kam aber nicht wirklich Spannung auf. Teilweise war das sicherlich der Inselidylle und dem dortigen, grundsätzlich eher beschaulichen Leben geschuldet, aber es ist dem Autor leider auch nicht gelungen, Spannung durch seinen Schreibstil hinein zu bringen.

Die Personen blieben alle sehr oberflächlich. Wenn ich das Buch für eine Qeile unterbrochen hatte, musste ich echt überlegen, wer wer war, weil die Personen einfach nicht im Gedächtnis geblieben sind.

Das Ermittlerduo aus Kommissar und Android blieb auch eher langweilig. Der Android ist zwar technisch eine große Hilfe, ist aber auch austauschbar. Da hätte ich mir eher einen Androiden wie Data (aus Star Trek) gewünscht.

Der Schreibstil war okay nichts besonderes. Es ließ sich leicht lesen, blieb für mich aber leider zu langweilig.

Kurzbeschreibung:

Der etwas andere Inselkrimi: e
in Ermittlerduo aus Mensch und Android wird zur Lösung eines Mordfalls nach Amrum entsandt

Eigentlich wollte Kriminalkommissar Landmann nur in Ruhe gelassen werden. Und eigentlich wollte sein Chef ihm einen Gefallen tun, als er ihn zusammen mit Daneel, dem polizeilichen Assistenz-Androiden, nach Amrum schickte. Denn eigentlich sollte der Mordfall für sie eine Routineaufgabe sein.

Doch als ihr Ansprechpartner auf Amrum am Tag nach ihrer Ankunft ermordet am Strand gefunden wird, nimmt der Fall eine unerwartete Wendung.

ISBN: 978-3-492-50453-9

Seitenzahl: 216

Verlag: Piper

Preis: 13,00 Euro

#juniverse2021 14.06.2021

Heute geht es bei den #juniverse2021 um das Thema Schwimmflügel.

Meine Kinderschar hat sehr früh schwimmen gelernt, also sind Schwimmflügel schon lange kein Thema mehr bei uns. Aber ich habe mal in meinen Erinnerungen gekramt und bin auch fündig geworden…

#juniverse2021 13.06.2021

Bisher war Luftmatratze für mich das schwerste Thema bei den Juniverse2021. Was soll man denn bitte über eine Luftmatratze schreiben?

Ich liebe diese Schreibchallenge! Gerade weil sie mich zwingt nachzudenken. Und vor allem nachzuspüren, was die einzelnen Themen in mir zum Klingen bringen. Das ist eine völlig neue und wertvolle Erfahrung für mich.

Ein Buch mit Gedichten, die mich ganz tief berührt haben: „Jenseits von Worten“ von Sabine Schildgen

Ich habe dieses Rezensionsexemplar von Sabine persönlich bekommen. Das beeinflusst aber nicht meine Meinung!

Ich liebe es, neue Lyriker zu entdecken und merke jetzt erst, wie viele Schätze es da im Selfpublishing Bereich gibt. Gerade diesem Buch hier würde ich wahnsinnig wünschen, dass es viel mehr Menschen lesen, denn Sabine ist eine wahre Künstlerin mit Worten!

Ihre Gedichte sind so wunderschön geschrieben wie Wolken, wie Sonnenstrahlen, die die Seele des Lesers durchdringen.

So viele ihrer Gedichte sind fröhlich, hoffnungsvoll und gefüllt mit Erinnerungen (Der Erinnerungs-Zyklus am Anfang des Buches gehört definitiv zu meinen liebsten Gedichten!), dass sie mir schon beim Lesen einfach ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.

Aber die Autorin versteht es auch, eher düstere Themen so auf Papier zu bringen, dass sie einen zwar berühren, nicht aber verwundet zurücklassen.

Ich bin absolut begeistert, wie die Autorin aus existierenden Worten neue erschafft und wie sie mit diesen spielt. Einfach wunderschön!

copyright by Sabine Schildgen

Dieses Gedicht gehört in diesem Buch zu meinen absoluten Lieblingen. Und ich glaube, es zeigt sehr gut, was ich in meiner Rezension versucht habe auszudrücken.

Von mir eine absolute Leseempfehlung!

Kurzbeschreibung: Wortschöpfungen, Wörterflüsse und Wörterschlangen – all das findet man in dem Lyrikband „Jenseits von Worten“, in dem uns Sabine Schildgen mitnimmt auf eine Reise quer durch Gefühle und Extreme. Dabei sprudeln Feuerwerke und Freudenstreusel oder tropfen schwarze Löcher und verletztende Tränen. Mal laut, mal leise schreibt die Autorin in ihrer ganz eigenen Melodie Gedichte, die berühren und bewegen.

ISBN: 978-3-7534-2128-5

Seitenzahl: 148

Verlag: BoD

Preis: 7,99 Euro

#juniverse2021 12.06.2021

Zum heutigen Thema Sandaletten wollte ich unbedingt etwas lustiges schreiben und mal was ganz anderes versuchen. Also gibt es heute ein gereimtes Gedicht von mir. Normalerweise ja nicht mein Stil… wie findet ihr es?

Der erste Band einer genialen Krimireihe: „Der Mann, der kein Mörder war“ von Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt

Dieser Thriller ist der erste Teil einer Serie, die ich wirklich sehr liebe!

Es gibt ein Team von Ermittlern und den Psychologen Sebastian Bergmann – sie haben bereits früher zusammengearbeitet und sind nun „gezwungen“, es wieder zu tun, was aber mit einigen Konflikten einhergeht.

Sebastian Bergmann ist eine schwierige Persönlichkeit und einer traurigen Vergangenheit, die sich sowohl auf seine Arbeit als auch auf seine Persönlichkeit auswirkt. Zudem hat er eine eher raue und unkonventionelle Art, zu ermitteln.

Ich mochte den Kriminalfall sehr, er war einfach total spannend. Der Schreibstil ist großartig, der Spannungsaufbau wirklich gelungen. Das Buch wurde mir keine Sekunde langweilig. Und ich liebe die zwischenmenschlichen und persönlichen Aspekte und Konflikte, die zwischen Bergmann und dem Team bestehen.

Kurzbeschreibung: In einem Waldstück bei Västerås wird die Leiche eines Jungen entdeckt – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums, ein sensibler Junge. Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist Kommissar Höglund mit seinem Team aus Stockholm in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Er bietet Höglund seine Hilfe an. Das Team ist wenig begeistert, doch schon bald wird der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele!

ISBN: 978-3-499-25670-7

Seitenzahl: 624

Verlag: Rowohlt

Preis: 12,00 Euro

Wenn ADHS der Lehrerin egal zu sein scheint…

… bringt das sowohl Kind als auch Eltern in eine schlimme Situation. So geschieht es zur Zeit bei uns.

Man merkt, dass es meiner 8 jährigen Tochter nicht gut geht – nicht nur daran, dass sie seit über einer Woche jede Nacht in meinem Bett schläft. Sie will auch morgens auf keinen Fall zur Schule. Dadurch gibt es jeden Morgen Stress, Tränen und Geschrei.

Vor ein paar Tagen dann die erste Mail der Klassenlehrerin: Das Kind benimmt sich in der Schule nicht. Sie ist stur, bockig, frech, beschimpft sowohl Lehrer als auch andere Kinder, verweigert das Arbeiten usw. Die Schule sieht dringenden Handlungsbedarf und wir sollen zur Familienberatung gehen!

Und ich als Mutter stehe da und frage mich 1.) Was sind das für Situationen, warum bekomme ich nichts konkretes gesagt? 2.) Was soll die Familienberatung tun, wenn die Konflikte und Probleme in der Schule sind? und 3.) Warum erfahre ich das per Mail und werde nicht zu einem Gespräch gebeten?

Nun gut, ich habe freundlich geantwortet, dass wir nicht zur Familienberatung gehen werden. Zum einen waren wir dort schon, und es wurde uns gesagt, sie seien für Schulsachen nicht zuständig. Zum anderen werden wir ja durch die kinderneurologische Klinik unterstützt (auch bei familiären Fragen und/oder Erziehungsfragen). Ich kann nicht noch eine Baustelle brauchen. Wir können uns aber sehr gerne bei einem persönlichen Gespräch zusammensetzen.

Antwort der Lehrerin: Gespräch ja, aber sie will, dass jemand von der Erziehungsberatung dabei ist. Diese Mail klang noch viel weniger nett als die erste, und ich habe mich gefühlt wie mit dem Rücken zur Wand.

Daraufhin habe ich per Mail erstmal die Ärztin in der Klinik um ein Gespräch gebeten. Leider hat sie sich noch nicht zurück gemeldet. Außerdem sind wir nun bereit, es doch mal mit Medikamenten zu probieren, um unserer Tochter zu helfen.

Weiterhin habe ich mit einer Dame vom schulpsychologischen Dienst telefoniert, die sich nun einschalten wird und uns unterstützt. Sie will möglichst bald mit der Klassenlehrerin reden, um genau zu erfahren, was los ist.

Was ich mittlerweile auch meiner Tochter (die absolut nichts erzählen will!) rausbekommen habe, ist, dass die Klassenlehrerin in keinster Weise auf die von der Klinik ausgesprochenen Maßnahmen eingeht. Weder hat meine Tochter einen Einzelplatz (stattdessen sitzt sie an einem 6er Tisch mit den beiden Mädchen, mit denen es immer wieder zu Konflikten kommt), noch wurden ihre Aufgaben reduziert oder ihr regelmäßige Bewegungspausen erlaubt. Nichts, was unter einen Nachteilsausgleich fallen würde. Das ärgert mich extrem – schließlich kennt sie die Diagnose und hat uns ja auch selbst dazu gedrängt, die Diagnostik machen zu lassen!

Dazu kommt, dass sie meine Tochter gerade vollballert mit Hausaufgaben. Sie soll anscheinend unbedingt alle Arbeitshefte voll bekommen. Das sind dann gerne mal 15 bis 20 Seiten pro Tag (wo es früher 1 bis 2 Seiten waren), Diese Aufgaben beherrscht das Kind im Schlaf, sie ist damit total unterfordert und verweigert dementsprechend. Dann bekommt sie natürlich Ärger und wird bestraft.

Sie hat große Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle. Wenn ihr etwas zu viel wird, rastet sie aus, beschimpft andere Kinder und die Lehrer. Klar darf sie das nicht, aber aufgrund des ADHS kann sie es nunmal nicht einfach sein lassen! Aber die Lehrerin versucht auch nichts, um solche Eskalationen zu vermeiden.

Mich stresst das alles total! Vor allem verstehe ich nicht, warum die Lehrerin jetzt noch so ein Fass aufmacht. Es sind noch 3 Wochen Schule bis zu den Sommerferien, danach wechselt meine Tochter in die 3/4 und bekommt eine andere Klassenlehrerin. Mich macht so eine Situation echt fertig. Ich merke, dass mein Kind leidet, kann aber im Prinzip nichts dagegen tun. Ich kann sie ja auch nicht mal eben 3 Wochen zu Hause lassen – obwohl ich das am liebsten tun würde!

Nun warte ich auf die Reaktion der Klassenlehrerin zu meiner Weigerung, die Familienberatung zum Gespräch dazu zu holen. Und frage mich die ganze Zeit, wie zur Hölle Inklusion in Schulen funktionieren soll, wenn Lehrer entweder keine Ahnung davon oder keine Lust darauf haben?!

Ein wunderschönes Lyrik Buch: „bilderrahmen momente“ von Anna Baumhof

Dieses nur DinA6 große Gedichtband hat mich schon optisch total angesprochen. Es ist einfach wunderschön gestaltet mit stimmungsvollen Blütenfotos in s/w und hochwertigem Papier, das sich auch sehr schön anfühlt.

Die Gedichte finde ich alle großartig. Denn obwohl es während der Pandemie entstanden ist, sind die Gedichte voller Hoffnung, Glück und Lebensfreude und schaffen es auch, mich als Leser damit anzustecken. Das liebe ich total an den Gedichten von Anna Baumhof!

Mein Lieblingsgedicht

Ich finde Annas Schreibstil wirklich richtig schön. Sie schafft es, gerade Kleinigkeiten und Augenblicke mit Bedeutung zu füllen und trifft damit direkt ins Herz!

Kurzbeschreibung: „bilderrahmenmomente“ ist Anna Baumhofs erster Lyrikband. Ihre Poesie befasst sich mit dem Besonderen im Alltäglichen; mit der Natur und Gefühlen. Die Autorin schreibt über Liebe und Freundschaft und verlässt dabei das Gewohnte. Die Gedichte strahlen Klarheit und Tiefe aus. Sie laden ein zum Träumen und zum Innehalten. Lassen Sie sich inspirieren und berühren. Blütenfotografien in schwarz-weiß begleiten den Text und überlassen es dem Leser, seine eigenen inneren Bilder zu malen und entstehen zu lassen. Gleich einem Gedanken-Kaleidoskop, welches – je nach Stimmung – Form und Farbe wechselt. Falls Sie auf der Suche nach einem kleinen Geschenk sind, ist dieses Büchlein im Postkartenformat eine schöne Aufmerksamkeit.

ISBN: 978-3754101575

Seitenzahl: 64

Preis: 8,89 Euro