Eine sehr emotionale Geschichte:“Denn Geister vergessen nie“ von Jessica Koch

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag den Schreibstil sehr und finde es toll, dass man die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten miterlebt. So baut man zu jedem eine Beziehung auf und kann vieles nach- und mitempfinden.

Mich hat das Buch emotional sehr stark berührt, weil ich wie Kian selbst hochsensibel bin und mich daher besonders gut in ihn hineinversetzen konnte. Das war beim Lesen für mich teilweise nicht ganz einfach, aber dennoch bin ich begeistert, wie toll die Autorin dies schafft.

In dieser Geschichte geht es viel um Verlust, um loslassen, um neue Wege, neue Leben, neue Beziehungen. Viele Dinge sind Grenzerfahrungen, die „überlebt“ werden müssen. Amy und auch die beiden Zwillingsbrüder tragen kein leichtes Gepäck mit sich.

Wer emotionale Geschichten gerne mag, ist hier richtig.

Ein eher enttäuschender Thriller: „Das Dorf der Toten Seelen“ von Camilla Sten

Dieser Thriller ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Er lässt sich gut lesen und ist auch relativ spannend, aber die Geschichte ist zu leicht durchschaubar.
Mir ist beim Lesen schnell klar geworden, was passiert ist und wie es weitergehen würde. Das war ziemlich enttäuschend.
Außerdem kam mir die Geschichte total bekannt vor, auch wenn ich noch weiß warum.

Der Anfang der Geschichte ist interessant und spannend, aber die Protagonisten bleiben das ganze Buch über eher oberflächlich. Darum kann ich als Leser auch keine wirkliche emotionale Bindung zu ihnen aufbauen.
Einiges, was im Buch passiert, wirkt unlogisch und fehlerhaft, was den Lesefluss sehr stört.
Im Großen und Ganzen ist das Ende enttäuschend, weil es genauso ist, wie man es erwartet hat. Schade.

Ein autobiographisches Buch:“Gott geht unter die Haut“ von Rainer Fuchs

Bei diesem Buch handelt es sich um ein autobiographisches Buch. Rainer Fuchs ist protestantische Diakon und erzählt in diesem Buch von sich. Wie er als Kind, als Jugendlicher zu Gott und seiner Berufung fand. Wie ihn immer wieder Zweifel geplagt haben, wie er zurück gefunden hat. Er erzählt Privates aus seinem Leben, von guten und schlechten Zeiten. Er erzählt davon, was Gott, die Kirche und seine Arbeit ihm bedeuten, wie Gott ihm unter die Haut geht und warum er sich welche Tattoos hat stechen lassen.

Er beschreibt seine Arbeit und Aufgaben als Diakon und äußert seine Gedanken und auch seine Kritik gegenüber der Kirche.

Er erzählt von Menschen, die sein Leben verändert und/oder bereichert haben. Und von Menschen, für die er das gleiche getan hat.

Für mich ist das ein wirklich gelungenes und interessantes Buch und obwohl ich Katholik bin, bin ich froh, es gelesen zu haben. Viele Gedanken kann ich mitnehmen in mein Leben und meinen Glauben.

Ein Buch, um an sich selbst zu arbeiten:“Weil jeder Tag besonders ist“

Es ist schwierig, dieses Buch zu rezensieren, weil es sich um ein Tagebuch handelt. Und da ich noch nicht damit gearbeitet habe, kann ich noch kein Fazit ziehen, ob es mir etwas gebracht hat. Oder was.

Das Tagebuch ist so aufgebaut, dass man erst eine lange Einleitung liest, in der Biyon erzählt, wie er dazu kam, dieses Buch zu entwickeln und wie es benutzt werden soll. Das ist alles klar, verständlich und positiv geschrieben und spricht mich definitiv an.

Nach der Einleitung gibt es 6 Abschnitte mit unterschiedlichem Thema. Ein Thema ist das Oberthema für jeweils einen Monat.
Jedes Thema ist ist in Wochen aufgeteilt. Samstags gibt es immer eine kurze Geschichte, Sonntag eine kreative Aufgabe und eine Challenge für die nächste Woche, die man sich auch per Video in einer App von Biyon erklären lassen kann. Das ist wirklich gut gemacht.

Jede Seite des Buches ist ein Tag. Man soll sich 4 Minuten am Tag damit beschäftigen, 2 Minuten morgens und 2 abends. Hier gibt es jeweils 3 Fragen, die man schriftlich bearbeiten soll. Aber wirklich nur kurz und aus dem Herzen heraus. Z. B. soll man sich einen motivierenden Satz für jeden Tag ausdenken – so einen Satz gibt es zusätzlich noch täglich vom Autor.

Ich finde das Buch sehr ansprechend. Es ist von der Gestaltung neutral gehalten, so dass es auch gender neutral ist. Das gefällt mir gut. Die Verarbeitung und auch das Papier ist in meinen Augen hochwertig und fühlt sich gut an.
Ich bin definitiv gespannt darauf, wie es ist, mit diesem Buch an mir und für mein Glück zu arbeiten.

Meine Liebe zu Büchern

Ich habe schon als Kind gerne gelesen. Eigentlich alles, was ich in die Finger bekommen habe.

Mein erster „Schatz“ war eine Ausgabe von „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, die ich mit 8 Jahren zur Kommunion bekommen habe. Dieses Buch habe ich immer noch. Unzählige Male gelesen und mittlerweile auch meinen Kindern vorgelesen.

Ich liebe Kinder- und Jugendbücher und liebe es, meinen Kindern vorzulesen. Leider fühlen sich die zwei Großen schon zu groß dafür.

Durch die Kinder gab es Phasen, in denen mir nicht viel Zeit zum Lesen blieb – bis mein erster EBook Reader den Weg zu mir fand. Endlich konnte ich auch beim Stillen lesen, während des Einschlafbegleitens und im Familienbett neben schlafenden Kindern im Dunkeln. Was für ein Glück!

Mittlerweile habe ich auch Apps auf dem Smartphone, wodurch ich immer was zum Lesen dabei haben kann, ohne ein Buch mit zu schleppen.

Neuerdings habe ich Netgalley für mich entdeckt und habe dadurch die Möglichkeit, noch mehr zu lesen und zu rezensieren. Und das liebe ich!

Ein unglaublich schönes Buch! „City of girls“

City of girls von Elisabeth Gilbert

Ich bin von diesem Buch einfach nur begeistert!

Es ist lange her, dass mich eine Geschichte so sehr bewegt, berührt und gefesselt hat wie diese. Ich war wirklich traurig, als das Buch zu Ende war.

Es ist die Lebensgeschichte einer Frau, die ein für ihre Zeit völlig unkonventionelles Leben führt.
Sie versagt auf dem College und wird von den Eltern zu ihrer Tante nach New York geschickt. Diese Tante besitzt ein Theater für die „Arbeiterklasse“, und die Protagonistin wird in dieses Leben hineingezogen, das von Künstlern, Improvisation, Partys usw. geprägt ist.

Sie erzählt ihre Geschichte, indem sie sie an eine Person namens Angela schreibt, und der Leser erfährt erst zum Ende des Buches so richtig, wer diese Angela ist. Das ist wirklich toll gemacht.

Der Schreibstil ist einfach nur wunderbar! Man wird regelrecht hineingezogen in dieses Buch, in Vivies Welt. Man begegnet interessanten, liebenswerten Werten, man lernt zusammen mit Vivie, was wichtig ist im Leben. Einfach wunderschön. Ich bedanke mich von Herzen bei der Autorin für dieses Buch!

„Schritt. Atemzug. Besenstrich.“

Ein Zitat aus dem wunderbaren Buch „Momo“ von Michael Ende. Es hat mir schon im meiner Kindheit deutlich gemacht, dass ein Ziel manchmal unerreichbar scheint, wenn man ständig seinen Blick darauf gerichtet hält. Ich kenne Menschen, die das können. Sich ein Ziel setzen und beharrlich darauf hin arbeiten. Ich kann das nicht! Ich setze mir ein Ziel, und meistens ist es ein riesiges, gewaltiges Ziel! Und dann mache ich mich total motiviert auf den Weg. Dann stolpere ich. Belüge mich selbst. Schiebe etwas auf. Oder bin ganz einfach ganz schnell total frustriert, weil ich merke, dass der Weg kein leichter ist und mein Ziel einfach nicht näher kommt.

Schritt. Atemzug. Besenstrich.

Dass dies meine Art wäre, meinen Weg zu gehen, hat mich also eigentlich Beppo Straßenkehrer vor beinahe 20 Jahren gelehrt. Nur leider habe ich das bisher nie beherzigt und stattdessen beim Straßekehren jede Ablenkung mitgenommen, die sich bot. Und schon verschwanden meine gesteckten Ziele im Nichts (Danke auch für diese Metapher, Herr Ende!).

Also heute nun mein 1. Vorsatz für jedes Projekt, das kommen mag:

Nicht den Blick aufs Ziel fokussieren.

Immer auf den Weg schauen. Schritt. Ganz bei mir und mit mir verbunden bleiben. Atemzug. Meine Arbeit tun. Besenstrich.
Eure

Wortverloren

Macht gute Laune: „Kann Gelato Sünde sein?“

Ich habe dieses Buch eher zufällig gelesen, weil ich es gewonnen habe. Gekauft hätte ich es mir nicht, weil ich es aufgrund des Klappentextes in die Schublade "Seite Urlaubslektüre" gesteckt habe. Genau das war es auch - und das war richtig gut!

Es geht um eine Frau, die wundervolle Torten backt. Sie will ihre Tochter besuchen, die in Italien lebt und „verliebt“ sich dort in eine leerstehenden Bäckerei, die sie kauft, um dort eine Konditorei zu eröffnen. Dabei versucht der Bürgermeister mit allen Mitteln, dies zu verhindern…

Dieses Buch ist richtig schön zu lesen. Man fühlt sich dabei, als sei man selbst in Kalabrien. Auf jeden Fall möchte man unbedingt dort sein!
Das kleine Dorf und seine Bewohner sind total sympathisch, ebenso die Hauptpersonen des Buches.

Eine schöne Portion Humor machen das Buch zu einer Lektüre zum Genießen, Entspannen und abschalten. Einfach schön!

Ein tolles Jugendbuch:“Young Rebels“

Dies ist ein absolut wichtiges Jugendbuch, finde ich!

Wir besitzen schon einige ähnliche Bücher („Night stories for rebel girls“, „Stories for kids who dare to be different“ etc.) und mögen sie sehr. Was uns aber immer gestört hat war, dass jeder Person immer nur eine Seite gewidmet war. Wenn man mehr Infos wollte, war man immer gezwungen zu googeln.

Bei diesem Buch ist das anders. Es werden insgesamt „nur“ 25 junge Menschen vorgestellt, aber jeder hat um die 4 oder 5 Seiten Text. Man bekommt viele Informationen. Über die Kindheit der jungen Leuten, über ihre Beweggründe, ihre Ziele, darüber, was sie bis heute erreicht haben und welche Ziele sie noch haben. Das finden sowohl meine Kinder (15, 11 und 10 Jahre) als auch ich richtig gut.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, weder zu kompliziert noch zu kindlich. Die Illustrationen sind modern und ansprechend.

Ich finde es toll, dass den besonderen jungen Menschen ein Platz in diesem Buch geschenkt wurde, denn sie haben es alle verdient. Und ich finde es genial, dass damit den Kindern/Jugendlichen, die es lesen, deutlich gemacht wird, dass sie nicht machtlos oder schwach sind, sondern dass man als Kind auch viel schaffen, erreichen und verändern kann.

Ich kann das Buch voll und ganz empfehlen!

Auftakt einer Jugendbuch-Trilogie:“Märchenfluch 1: Das letzte Dornröschen“

Dieses Jugendbuch von Claudia Sieg Ann war so fesselnd, dass ich es an einem Tag komplett durchgelesen habe!

Klappentext:

Flora Anthea Allenstein, genannt Flo, fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Nachfahrin von Dornröschen ist – und dass sie einen wichtigen Auftrag erfüllen muss: Zusammen mit anderen Märchenfiguren, wie der zickigen Neva aus dem Schneewittchen-Clan, soll sie die Menschheit vor gefährlicher Magie beschützen. Keine leichte Aufgabe, denn zum einen spielen Flos Gefühle verrückt, wenn sie in der Nähe eines gewissen Märchenprinzen ist. Und zum anderen spürt sie, dass in ihr selbst eine dunkle Magie erwacht …

Das Buch ist toll geschrieben, man kann die ganze Geschichte wunderbar vor seinem geistigen Auge mitverfolgen. Zu den Charakteren baut man man sehr schnell eine Beziehung auf, und vor allem mit Flora fiebert man die ganze Zeit mit.

Die Idee, dass die Protagonistin Nachfahren von Märchenfiguren sind, ist für mich neu und unverbraucht. Und absolut interessant und reizvoll. Vor allem die Tatsache, dass die Protagonistin durch ihre Märchenvorfahren gewisse magische Talente mitbringen, ist eine klasse Idee.
Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen. Aber sie ist einfach in das Buch eingebettet und schmiegt sich gut in die Handlung ein.

Ich bin so begeistert, dass ich mir auf jeden Fall auch die nächsten Bände kaufen werde! Und obwohl ich nicht zur Zielgruppe (ab 12 Jahre) gehöre, liebe ich Jugendbücher sehr und lese sie total gerne.