„Schwierige Kinder“

Ja, meine Kinder sind.. „schwierig“. Und „anstrengend.“ Ich
habe gleich 3 davon. 2 mit dem Verdacht auf eine
Autismus-Spektrums-Störung, 1 mit Verdacht auf
ADHS. Bei Kind 2 stecken wir schon gefühlte Ewig­keiten in der Diagnostik, bei Kind 3 haben wir ge­rade erst begonnen. Es ist verdammt schwer, einen vernünftigen Ansprechpartner, einen
Arzt zu finden, der sich mit der Problematik auskennt. Nun sind wir in einem Kinderneuro­logischen Zentrum gelandet und fühlen uns
dort endlich ernstgenommen.

Ich habe mich lange dagegen gewehrt, meine Kinder überhaupt diagnostizieren zu lassen, denn ich habe – für uns hier zu Hause – einen
Weg gefunden, mit den Kindern und ihrem Ver­halten umzugehen. Auch wenn es oft unglaublich anstrengend ist. Ich kann meinen Kindern ein Umfeld schaffen, indem es ihnen gut geht.

An meine Grenzen bin ich gestoßen, als die Schule gestartet ist. Und egal, wie oft ich mit Lehrern rede, wie oft ich etwas erkläre, ohne
Diagnose werden wir nicht ernst genommen.
Die Kinder werden ganz schnell in Schubladen gesteckt. Meine Kinder hatten jeweils eine ganz tolle Grundschullehrerin – das hat sehr
geholfen.

Aber dann kam die weiterführende Schule…

Schule ist Stress. Andere Kinder, Gruppen, Reiz­überflutung, jedes Jahr neue Lehrer und Fächer – mein Sohn reagiert darauf mit
Krankheit. Zu hohe Fehlzeiten – ab in eine neue Schublade (Schulschwänzer). Er kommt mit gleichaltrigen Kindern nicht zurecht. Er lügt nie, es wird ihm aber unterstellt. Sein extrem ausgeprägter Gerechtigkeitssinn lässt ihn oft verzweifeln. Er wird immer wieder zum Mobbing Opfer.

Wir erhof­fen uns von der Diagnose die Möglichkeit auf Unterstützung, auf Verständnis. Vielleicht auf eine Schulbegleitung. Wir wissen noch gar nicht, ob und welche Hilfen es für Runs geben könnte.


Drückt ihr uns die Daumen? Wollt ihr mehr von uns erfahren?

Tag 8 der 30 days book challenge

#8 Ein Buch, das in einer vergangenen Epoche spielt

Juhu, hier passt jetzt endlich mein All-time-Favorite-book hin:

Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich es schon gelesen habe. Mittlerweile habe ich es schon zum zweiten Mal neu gekauft, weil es einfach zerfleddert war.

Meine Tochter hat es mit 12 auch zum ersten Mal gelesen und liebt es auch.

„Sommergäste“ von Agnes Krup – richtig schön!

Ich habe dieses Buch in erster Linie wegen des Covers ausgewählt. Das hat mich sofort angesprochen, weil es so schlicht ist und so schöne Farben hat.

Und dann hat mir auch der Klappentext gefallen, weil ich Bücher sehr mag, die in den 1920 Jahren spielen.

Hier geht es um die beiden Frauen Ellen und Charlotte, die zusammen leben, wobei Ellen offiziell Charlotte’s Sekretärin ist. Charlotte ist Autorin und Ellen eigentlich Bildhauerin, wobei sie ihre Träume und Wünsche oft hinter Charlotte’s zurück stellt.

Auf einer Expedition nach Afrika findet sie dann aber zu sich selbst…

Eine sehr schöne, ganz ruhige Geschichte. Ich mag den Schreibstil sehr, weil er so gut zu der Geschichte passt. Und ich mag die Charaktere dieses Buches sehr.

Tag 7 der 30 days book challenge

#7 Eine Biografie

Ich lese sehr gerne Biografien, zumindest, wenn mich die Personen dahinter auch interessieren. Von irgend einem Sportler oder Heidi Klum würde ich also keine lesen.

Die letzte Biografie, die ich gelesen habe, war „Becoming“ von Michelle Obama.

Und dieses Buch fand ich wirklich richtig gut. Man erfährt so viel von dieser starken Frau, ihrem sozialen Engagement usw. Aber auch von ihrem Mann, ihrer Zeit als First Lady und natürlich vielen Hintergründen über das amerikanische Wahlsystem.

Ein Kinderbuch-Schatz: „Sommer ist trotzdem“ von Espen Dekko

Dies ist ein wirklicher Kinderbuch-Schatz!

Protagonistin ist ein 11 jähriges Mädchen, dessen Namen man aber nicht erfährt. Da sie als Ich Erzählerin auftritt, ist das aber völlig egal. Im Gegenteil, das Buch gewinnt dadurch ganz viel, weil sich sowohl junge Leserinnen als auch Leser dadurch mit der Hauptfigur identifizieren können.

Das Mädchen hat vor ca. 1 Jahr seinen Vater verloren, konnte aber seinen Tod noch nicht verarbeiten. Sie redet nicht darüber und weint auch nicht. Nun.verbringt sie ihren Sommer bei den Großeltern, die sie uneingeschränkt lieben und sie zu nichts drängen. Sie erlebt dort viele schöne Dinge und tiefe Liebe, aber sie erlebt auch traurige Dinge, wie einen Wal, der an den Strand gespült wird und stirbt und dass die Katze der Großeltern tote Kitten zur Welt bringt. Am Ende schafft es das Mädchen, endlich zu weinen und den Tod des Vaters zu verarbeiten.

Normalerweise erzähle ich in einer Rezension nicht so viel über den Inhalt eines Buches, aber hierbei finde ich es wichtig, denn man sollte als Eltern wissen, was die Kinder beim Lesen erwartet. Das Buch ist keine leichte Lektüre, aber ich empfehle es dennoch.

Man spürt das ganze Buch über die tiefe Liebe der Großeltern. Und obwohl das Buch die ganze Zeit von einer gewissen Traurigkeit getragen wird, schafft es das Buch dennoch, Hoffnung und Heilung zu vermitteln.

Ich habe das Buch jetzt nur als EBook gelesen, werde es mir aber als Buch kaufen, weil ich es so gut finde, dass es definitiv in meinen Bücherschrank gehört.

Tag 6 der 30 days book challenge

#6 Ein Buchtitel, der mehr als vier Wörter hat

Klappentext:

Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt.

Märchenhaft, ergreifend, umwerfend witzig und voller Hoffnung: eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Hoffnung und die Kraft der Phantasie.

Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren gelesen und fand es sehr sehr gut! Es war mein erstes Buch dieses Autors, und mittlerweile bin ich ein großer Fan von ihm! Er schaut einfach hinter die Dinge und kann so viel erzählen, ohne es auszusprechen. Ganz großartig!

„Mord in guter Tradition“ von Frances

Dies ist ein nostalgische Krimi, der in den 1920 er Jahren in England spielt.
Kate Sheckelton ist Privatdetektivin und von der Polizei wird ihre Arbeit nicht so gern gesehen, auch wenn sie mit dem Polizisten Marcus sowas wie einen ungewollten Kollegen hat.

Durch das historische Setting hat dieser Krimi einen gewissen, besonderen Charme, der mir gut gefällt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und funktionieren gut zusammen. Und auch der Kriminalfall selber ist gut durchdacht.
Mir fehlt es ein bißchen an Spannung und Tempo, was aber wohl dem zeitlichen Setting geschuldet ist. Mich hat es leider beim Lesen etwas gestört.

Bei diesem Buch handelt es sich um den 4. Band einer Reihe, aber es könnte mich nicht so überzeugen, dass ich die 3 anderen Bände auch lesen möchte.

„Liebe ist ein Miststück“ von Yasmin Gribmann

Bei diesem Roman handelt es sich um einen typischen Liebesroman. Erst Freunde, dann wird mehr daraus.

Das Buch ist gut geschrieben, man liest abwechselnd aus Hannah’s und aus Nevios Sicht. Das hat mir gut gefallen. Die Liebes- und Sexszenen sind geschmackvoll geschrieben, die Gefühle kommen beim Leser an.

Also im Großen und Ganzen war das Buch für mich okay, da es aber absolut nichts Neues ist, hat es mich schnell gelangweilt. Egal, welche Komplikationen es zwischendurch gab, man wusste die ganze Zeit, was passieren würde.

Ich bin sicher, dass es in diesem Genre bessere Bücher gibt.

Ein wunderbarer Liebesroman: „Bis dann, ich lieb dich!“ von Tatjana Weichel

Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. So gut, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe, was mir in letzter Zeit selten passiert ist.

Das Cover finde ich in seiner Schlichtheit wunderschön, und auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen.

In dieser Geschichte geht es endlich mal nicht um Verlieben, Hindernisse überwinden und Happy End, sondern darum, wie die Charaktere, die schon länger verheiratet sind, mit ihren Problemen konfrontiert werden. Hält ihre Beziehung, ihre Liebe? Oder hält sie nicht?

Der Schreibstil ist wirklich toll, wunderschön melodisch und fließend, aber gleichzeitig auch klar und modern.

Oberflächlichkeit findet man hier nicht. Ich könnte jetzt nach dem Lesen nicht mal sagen, wie die Charaktere aussehen, denn viel mehr als das spielen ihre Gedanken, ihre Gefühle die wichtigste Rolle. Und das wurde wirklich gut rüber gebracht.

Lustigerweise war mir die Protagonisten Lara nicht sympathisch. Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich dann mit der Geschichte überhaupt richtig warm werden kann. Aber das war absolut kein Problem, weil ich in der besten Freundin Marleen eine Verbündeten gefunden habe. Und weil ich mich mit Laras Ehemann Ben identifizieren konnte.
Und dass das in diesem Buch so leicht funktioniert, finde ich wunderbar! Respekt an die Autorin!

Tag 5 der 30 days a book challenge

#5 Ein Buch, dass du schon immer mal lesen wolltest

Oh, heute fällt die Challenge mir schwer. Ich musste wirklich lange darüber nachdenken, denn es gibt kaum ein Buch, das ich unbedingt lesen wollte und dann aber nie gelesen habe…

Da sind mir wirklich nur die Bücher von Haruki Murakami eingefallen, speziell 1Q84. Das Buch interessiert mich schon sehr lange, aber irgendwie traue ich mich da nicht ran. Und ich kann nicht mal einen Grund dafür benennen.

Klappentext: Aus dem Japanischen von Urusla Gräfe. 1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.