„Schritt. Atemzug. Besenstrich.“

Ein Zitat aus dem wunderbaren Buch „Momo“ von Michael Ende. Es hat mir schon im meiner Kindheit deutlich gemacht, dass ein Ziel manchmal unerreichbar scheint, wenn man ständig seinen Blick darauf gerichtet hält. Ich kenne Menschen, die das können. Sich ein Ziel setzen und beharrlich darauf hin arbeiten. Ich kann das nicht! Ich setze mir ein Ziel, und meistens ist es ein riesiges, gewaltiges Ziel! Und dann mache ich mich total motiviert auf den Weg. Dann stolpere ich. Belüge mich selbst. Schiebe etwas auf. Oder bin ganz einfach ganz schnell total frustriert, weil ich merke, dass der Weg kein leichter ist und mein Ziel einfach nicht näher kommt.

Schritt. Atemzug. Besenstrich.

Dass dies meine Art wäre, meinen Weg zu gehen, hat mich also eigentlich Beppo Straßenkehrer vor beinahe 20 Jahren gelehrt. Nur leider habe ich das bisher nie beherzigt und stattdessen beim Straßekehren jede Ablenkung mitgenommen, die sich bot. Und schon verschwanden meine gesteckten Ziele im Nichts (Danke auch für diese Metapher, Herr Ende!).

Also heute nun mein 1. Vorsatz für jedes Projekt, das kommen mag:

Nicht den Blick aufs Ziel fokussieren.

Immer auf den Weg schauen. Schritt. Ganz bei mir und mit mir verbunden bleiben. Atemzug. Meine Arbeit tun. Besenstrich.
Eure

Wortverloren

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