Hervorgehoben

Meine Liebe zu Büchern

Ich habe schon als Kind gerne gelesen. Eigentlich alles, was ich in die Finger bekommen habe.

Mein erster „Schatz“ war eine Ausgabe von „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, die ich mit 8 Jahren zur Kommunion bekommen habe. Dieses Buch habe ich immer noch. Unzählige Male gelesen und mittlerweile auch meinen Kindern vorgelesen.

Ich liebe Kinder- und Jugendbücher und liebe es, meinen Kindern vorzulesen. Leider fühlen sich die zwei Großen schon zu groß dafür.

Durch die Kinder gab es Phasen, in denen mir nicht viel Zeit zum Lesen blieb – bis mein erster EBook Reader den Weg zu mir fand. Endlich konnte ich auch beim Stillen lesen, während des Einschlafbegleitens und im Familienbett neben schlafenden Kindern im Dunkeln. Was für ein Glück!

Mittlerweile habe ich auch Apps auf dem Smartphone, wodurch ich immer was zum Lesen dabei haben kann, ohne ein Buch mit zu schleppen.

Neuerdings habe ich Netgalley für mich entdeckt und habe dadurch die Möglichkeit, noch mehr zu lesen und zu rezensieren. Und das liebe ich!

Follow Friday – 05.03.2021

Liest du auch Zeitungen/Zeitschriften und wenn ja, welche?

Ja, mittlerweile lese ich gerne auch mal eine Zeitschrift zwischendurch.

Für meine Kinder habe ich ein kostenloses Abo der politischen Zeitschrift fluter. Die lese ich immer erstmal selbst, weil ich sie wirklich sehr gut finde und es mag später mit meinen Kindern über die Artikel/Themen zu diskutieren.

Dann lese ich seit der ersten Ausgabe (vor mittlerweile bestimmt 8 Jahren) die flow. Ich liebe diese Zeitschrift einfach. Haptisch ist sie großartig sie hat tolle Bilder und Illustrationen und viele interessante Artikel. Es werden in jeder Ausgabe interessante Menschen (z.B. berühmte Frauen) vorgestellt. Es gibt eine Kategorie mit Lieblingsbüchern und viele Themen beschäftigen sich mit Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Selbstliebe u.ä. Ich hole mir daraus viel Inspiration.

Woran ich als Buchbloggerin nicht vorbeikomme, ist das Bücher Magazin. Ich liebe es, in diesem Magazin zu stöbern und schreibe mir mit Begeisterung Listen mit Büchern, die ich gerne lesen möchte.

Außerdem lese ich die Magazine Spiel doch! und Spielbox, in denen Brettspiele/Kartenspiele vorgestellt und rezensiert werden. Analoges Spielen mag nämlich meine ganze Familie.

Und hin und wieder bringt mir meine Freundin vom Einkaufen auch mal eine Happinez, Herzstück oder ma vie mit. Die sind eher esoterisch angehaucht aber hin und wieder mag ich das gerne. Und oft haben sie wirklich schöne Bilder drin.

Leuchtende Lyrik #9

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
Er kam, er kam ja immer noch,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei;
es bangt und sorgt: Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Theodor Fontane (1819 bis 1898)

Theodor Fontane war ein berühmter deutscher Dichter, Journalist und Kritiker. Ursprünglich war er aber Apotheker, bis er diesen Beruf für seine schriftstellerische Tätigkeit aufgegeben hat. Er gilt als bedeutender Vertreter des poetischen Realismus.

Ich liebe besonders seine Balladen wie „John Maynard“ oder „Die Brücke am Tay“. Schon als Kind habe ich sie gerne gelesen, weil ich ihre Reimform und ihre Dramatik so mochte. Ich habe sie so oft gelesen, dass ich sie heute noch teilweise auswendig kenne.

Mein Lymphomat ist da

Ich hatte euch ja schon erzählt, dass meine Ärztin mir nach jahrelangem Bitten und Betteln endlich einen Lymphomaten verschrieben hatte. Und zwar den Lympha Press mini der Firma Villasana.

Tja, es hat sich rausgestellt, dass dieses Gerät zu wenig Power hat, um bei meinem Gewicht und Umfang vernünftig zu arbeiten. Darauf rief eine Mitarbeiterin von Villasana bei mir an und fragte, ob es okay sei, wenn sie versuchen, ein Klinikgerät für mich zu beantragen. Natürlich war ich das. Und am Montag kam dann der erlösende Anruf: Meine Krankenkasse hat das Gerät genehmigt!

Gestern kam der Lymphomat, ein Lympha Press Optima, mit der Post. Dazu eine Hosenmanschette mit insgesamt 3 Erweiterungsteilen auf beiden Seiten. Und heute habe ich es direkt ausprobiert!

Das Ganze sah erstmal sehr abenteuerlich aus. Aber ich kam gut in die Manschette rein.

Das Schöne an dem Lympha Press ist, dass es auch ein Programm zum Anlymphen hat, das erstmal ca. 15 Minuten läuft. Danach startet die eigentliche Lymphdrainage, bei der ich Möglichkeit habe, den Druck zwischen 45 und 90 anzupassen. Heute passte für mich 55 zum Test sehr gut.

Meine Kinder hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß mit ihrer „aufgepusteten“ Mutter!

Ich muss sagen, es fühlt sich tatsächlich gut an, damit behandelt zu werden. Es tut nicht weh, und ich merke, dass sich in mir einiges tut. Ich musste danach oft auf die Toilette und meine Beine haben ganz schön gekribbelt. Auf jeden Fall hatte ich den ganzen Rest des Tages keine Schmerzen in den Beinen.

Ich hoffe sehr, dass das so weitergeht und mir das Gerät vor allem im Sommer Erleichterung bringt. Es wäre so toll, wenn ich weniger Schmerzen hätte.

Ein Jugendbuch, das von den tollen Charakteren lebt: „Mein geniales Leben“ von Jenny Jägerfeld

Ein Jugendbuch, das uns wirklich gut gefallen hat!

Der Protagonist Sigge ist 12 Jahre alt und hat gerade Sommerferien. Danach wird er auf eine neue Schule gehen und ist gerade mit seiner Mutter und seinen 2 kleinen Schwestern zu ihrer Oma gezogen. Zusammen leben sie jetzt in Omas Hotel, gemeinsam mit einem noch verbliebenen Dauerhaft, der aber im Laufe des Buches immer mehr zu einer Art Familienmitglied wird.

Sieges größter Wunsch ist es beliebt zu sein. Daran will er in diesem Sommer unbedingt arbeiten auch wenn er noch nicht sicher ist wie „beliebt werden“ funktionieren soll. Und dann trifft er das gleichaltrige Nachbarsmädchen, dass er anfangs so gar nicht leiden kann…

Was mir an diesem Buch total gut gefällt sind vor allem die Charaktere. Alle Personen sind wirklich toll ausgearbeitet und haben alle ihre Macken und Eigenheiten. Aber jeder wird so geliebt und angenommen, wie er ist. Egal ob es die eine Schwester ist die immer schreit, wenn sie spricht oder die ganz Kleine die entwicklungsverzögert zu sein scheint und bis auf wenige Worte noch gar nicht spricht. Oder eben Singen oder der Hotelgast, der gekommen ist, um zu bleiben.

Am besten gefällt mir die Oma. Nerven wie Drahtseile, begeisterte Auto-Schnellfahrerin und Sammlerin von ausgestopften Tieren, die ihr Leben wirklich genießt und ihren Enkeln viele Freiheiten lässt.

Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben der Spannungsaufbau gelungen und die Story gefällt mir wirklich gut. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, und beliebt sein ist gar nicht so wichtig wie wahre Freunde oder geliebte Familie. Eine schöne Botschaft!

Kurzbeschreibung: Sigge ist mit seiner Mutter und seinen Schwestern aus Stockholm in das abgelegene Skärblacka gezogen, in das kleine Hotel seiner Großmutter. Für Sigge ein Sechser im Lotto. Jetzt kann er sich selbst neu erfinden! Sein Ziel ist, ungeheuer beliebt zu werden – oder jedenfalls mit Leuten reden zu können, ohne dass sie ihn anstarren, als sei er ein Freak. Aber wie gewinnt man Freunde? Wie wird man beliebt?

ISBN: 978-3-8251-5270-3

Seitenzahl: 358

Verlag: Urachhaus

Preis: 16,00 Euro

Wirklich ein Ratgeber? „Rosarotes Glück“ von Susan Sideropoulos

Mich hat der Titel dieses Buches angesprochen. Und der Gedanke die rosarote Brille ganz bewusst auf- statt abzusetzen. Dass diese Art, die Welt und das Leben zu betrachten, viel verändern kann, hat sich spannend angehört.

Da ich nicht wirklich regelmäßig fernsehe, war mir die Autorin als „Star“ unbekannt. Dementsprechend bin ich ganz unvoreingenommen an das Buch herangegangen. Das erste Drittel fand ich auch echt gut. Darin erzählt die Autorin, der es bis dahin immer gelungen war, das Leben positiv zu sehen und ihre Träume zu erreichen, plötzlich nach einem Misserfolg ihre rosarote Brille verloren hat. Und wie schwer es ihr gefallen ist einen Weg aus diesem emotionalen Tief zu finden.

Aber ab da wurde das Buch plötzlich zu einem Pseudo-Ratgeber für quasi…. alles. Egal ob Beziehungen, Ehe, Meditation und Achtsamkeit Ernährung, Schwangerschaft und Kindererziehung… Die Autorin hat einfach zu allem irgendwas zu sagen.

Aber im Gegensatz zu wissenschaftlichen Ratgebern scheint sie ihre Ratschläge alleine aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen zu geben. Und da merkt man einfach ihren Tunnelblick.
Z.B. vertritt sie die Meinung dass ihre Kinder immer überall schlafen konnten läge daran, dass ihr Mann und sie sie einfach überall mitgenommen hätten.
Ja, super. Aber hätte ich das mal mit meinen Kindern gemacht hätte ich ihnen damit definitiv geschadet. Es kommt eben einfach aufs Kind an.

Auch wenn die Autorin immer wieder betont, dass immer das das Richtige ist was für einen selbst funktioniert kommt das aber nicht wirklich rüber.
Man bekommt als Leser eher den Beigeschmack von Eigenlob – und das mag ich nicht!

Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, würde es aber nicht empfehlen. Wenn es als Autobiographie verkauft würde, wäre das vielleicht was anderes gewesen. Aber in der Kategorie Ratgeber/Sachbuch frage ich mich doch, welche Kompetenzen die Autorin denn mitbringt?

Was den Schreibstil angeht, kann ich nicht meckern. Es ist klar und einfach geschrieben, liest sich schnell. Und ich erlebe die Autorin als positive Frau die viel Glück im Leben hatte. Sie ist mir total sympathisch. Und von ihrem Mann würde ich gerne mal ein Buch lesen. Er scheint ein wirklich weiser Mensch zu sein.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen.

Kurzbeschreibung:

Setz doch mal die rosarote Brille auf!

Das ist das Lebensmotto der beliebten Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos. In ihrem Leben hatte sie allerdings schon oft den Satz gehört: Setz doch mal die rosartote Brille ab!

Aber sie trägt die rosarote Brille ganz bewusst. Denn eine Sache hat Susan verstanden: Die Welt ist nicht so wie sie ist, sie ist so wie wir sind. Das bedeutet, wir können exakt die gleiche Situation erleben und in zwei unterschiedlichen Stimmungen sein und dadurch zwei komplett unterschiedliche Erfahrungen machen.

In zauberhaftem Plauderton, herzlich, aufrichtig, nahbar, nimmt Susan uns deshalb mit auf ihre Lebensreise und zeigt uns, wie viel besser es sich mit einer rosaroten Sicht auf die Dinge leben lässt.

Ein Buch, das du lieben wirst – und das deine Welt ein bisschen mehr rosarot macht!

ISBN: 978-3-8338-7821-3

Seitenzahl: 250

Verlag: GU

Preis: 17,99 Euro

Neues Lesefutter für junge Fantasy-Fans: „Falcon Peak Wächter der Lüfte“ von Heiko Wolz

Mein 12 jähriger Sohn liebt Fantasy Bücher, also hat er sich mit viel Vorfreude auf dieses Buch gestürzt und es auch in kurzer Zeit gelesen. Allerdings war er am Ende enttäuscht davon.

Das Buch ist toll geschrieben, und der Spannungsaufbau ist klasse aber das Ende war mehr als enttäuschend. Die ganze Geschichte hat ihre Spannung auf ein fulminantes Finale ausgerichtet, dass dann aber keins war.

Mein Sohn meinte:“ Das war als würde man den Angriff eines gigantischen Drachen vorbereiten. Und am Ende pupst der Drache dann nur kurz und das Buch ist vorbei.“

Ich denke mal, dass die Geschichte wieder mal der Start einer Reihe sein soll… aber das auch Einzelbände einer Reihe in sich geschlossen und spannend sein können, zeigen solche Reihen wie „Woodwalkers“ oder „Animox“. Leider ist dem Autor das hier nicht gelungen.

Kurzbeschreibung: Als der 13-jährige Kendrick in die Heimat seiner verstorbenen Mutter zurückkehrt, um das dortige Internat zu besuchen, merkt er schnell, dass an diesem Ort sonderbare Dinge vor sich gehen. Wohin verschwinden einige von Kendricks Mitschülern heimlich an den Abenden? Warum hat die Lehrerin Ms Bocksworth gerade ihn unter besonders strenger Beobachtung? Warum sind überall in der Schule Greifvögel abgebildet? Und was hat es mit der Felsspitze des sagenumwobenen Falcon Peak auf sich?
Seine Mitschülerinnen Ivy und Sienna wissen mehr als sie zugeben, da ist sich Kendrick sicher. Doch die Antworten auf seine Fragen führen ihn ausgerechnet zurück in seine eigene Vergangenheit …  

ADHS und Veränderungen

Meine Tochter hat ADHS. Und meine Tochter wird am 10. März 8 Jahre alt. Und letzte Woche begann für sie der Präsenzunterricht in der Schule wieder. Und die Kombination aus diesen 3 Dingen führt hier zu großem Stress.

Irgendwie führt das ADHS dazu, dass meine Tochter vor Veränderungen (Präsenzunterricht nach 8 Wochen Distanzlernen) und besonderen Ereignissen (Geburtstag, Weihnachten usw.) total aufgeregt ist. Und teilweise auch Angst hat. Normal, könnte man meinen, das geht wahrscheinlich sehr vielen Kindern so. Aber ADHS scheint diese Gefühle noch zu verstärken.

Meine Tochter scheint ständig unter Strom und unter Spannung zu stehen. Und Dinge, die normalerweise einfach laufen sollten, laufen nicht mehr. Die Aufforderung, die Aufgaben im Distanzlernen zu erledigen, schlafen zu gehen, die Geschwister auf dem Trampolin nicht mit Tannenzapfen zu bewerfen oder zu schlagen, nur weil man mal nicht als erste aufs Trampolin durfte… sowas führt hier gerade zu totaler Eskalation.

Bild von Hatice EROL auf Pixabay

Das Kind tobt, kreischt, tritt gegen Möbel, wirft mit Sachen um sich. Das volle Programm. Und egal, was man versucht, man erreicht sie nicht. Sie hört nicht zu, lässt sich nicht beruhigen, lässt sich nicht auf einen Kompromiss ein. Man hat einfach keine Chance!

Vor ein paar Tagen führte die Regel „Medien gibt es erst, wenn die Aufgaben erledigt sind“, die keineswegs überraschend oder neu ist, zu einem 2 stündigen Wüten und Kreischen. „ICH WILL MEIN TABLET“.

Und ganz ehrlich? Ich bin da teilweise echt überfordert. Aber nicht mit der Situation selber, sondern mit dem Druck, der von der Gesellschaft auf mich ausgeübt wird. Wir haben „nette“ Nachbarn, die gerne in anonymen Briefen damit drohen, Polizeit oder Jugendamt zu benachrichtigen, wenn das Schreien nicht aufhört.

Einmal hat das Kind fürchterlich geschrieen, weil es sich weh getan hatte. Ja, andere Kinder weinen da vielleicht leise(r), meins nicht. Wenn Gefühle ausbrechen, dann wie ein Tsunami. Prompt stand ein Nachbar vor der Tür und drohte mit der Polizei, wenn das Geschrei nicht sofort aufhört. Wohlgemerkt – es war 18:10 Uhr an einem Samstag nachmittag.

Meine Freundin kann das an sich abprallen lassen. Sie steht auf dem Standpunkt: Sollte wirklich mal die Polizei kommen, können wir die Situation ja erklären. Aber ich kann das nicht. In mir bricht sofort Panik aus. Und ich fühle mich gezwungen, irgendwie meine Tochter „ruhigzustellen“. Ich rede auf sie ein, versuche sie zu beruhigen usw. Und immer sitzt mir die Angst im Nacken.

Ganz oft frage ich mich auch, wann und ob die Kleine es lernt. Ob sie irgendwann lernt, ihre Gefühle anders auszudrücken, anders zu dosieren. Ist das eine Impulskontrollstörung? Gehört es zum ADHS dazu? Würden Medikamente helfen? Und wenn ja – würde ich sie ihr dann nicht nur geben, damit ich nicht mehr so eine Angst vor den Raktionen anderer Menschen habe? Oder würde ich meinem Kind damit helfen?

Ich habe gelernt, dass es immer wieder solche Phasen gibt. Und dass wir da am besten mit ganz viel Liebe durchkommen. Dann darf sie bei mir im Bett schlafen und man lässt bei den Aufgaben auch mal welche unter den Tisch fallen. Ich denke, fürs Seelenheil ist das vertretbar.

Ich weiß, wenn der Präsenzunterricht wieder Alltag ist, wird es besser. Wenn der Geburtstag vorbei ist, wird es besser. Es ist nur eine Phase. Aber ich bin so müde! Ich muss auf mein Kind achtgeben, muss aber auch achtsam mit mir sein, sonst lande ich in einem depressiven Schub. Und dann wird es noch schlimmer.

Ein Buch zum Thema Glauben: „Unseren täglichen Trost gib uns heute“ von Willibert Pauels

Da ich im Rheinland nahe Köln lebe, ist mir der „bergische Jung“ als Büttenredner im Karneval gut bekannt. Da mag ich ihn auch sehr. Ebenso wusste ich, dass er katholischer Diakon ist. Das klingt auch in seinen Büttenreden immer wieder mit.

Ich war gespannt, wie er sich als Autor macht. Da ich mich auch selber oft mit dem Thema Glauben beschäftige, hat mich auch das Thema seines Buches angesprochen.

Und es gefällt mir tatsächlich gut. Der Autor betrachtet den Glauben und den Sinn von Religion nicht wissenschaftlich, sondern eher „aus dem Bauch heraus“. Er erzählt ein paar Geschichten, die zum Thema passen, immer wieder vermischt mit Episoden aus seinem eigenen Leben.
Wie er selbst zum Glauben gefunden hat was die Religion für ihn bedeutet, wann er Gott in seinem Leben ganz nah war, warum er Diakon und nicht Priester geworden ist usw.

Ich fand seine persönlichen Geschichten sehr viel interessanter als die anderen. Und die eingefügten teilweise recht langen Bibeltexte hätte ich nicht gebraucht. Vom Aufbau her fand ich das ganze Buch etwas konfus.

Ich bin auch nicht sicher, wie gut das Buch bei Lesern ankommt, denen der „bergische Jung“ kein Begriff ist. Daher würde ich ihm 3 von 5 Sternen geben.

Kurzbeschreibung: Der »Bergische Jung« Willibert Pauels, Kölner Karnevals-Original und katholischer Diakon, erschließt den eigentlichen Kern von Religion, Christentum und Kirche. Der Glaube ist nicht dazu da, um uns anständige Manieren beizubringen, sondern einer geschundenen und zerrissenen Welt Trost zu bringen. In zwölf beispielhaften Geschichten, immer wieder humorvoll unterbrochen, erzählt Pauels, worauf es wirklich ankommt. Mit einem lachenden Auge, aber immer tiefgründig.

ISBN: 978-3-451-38858-3

Seitenzahl: 192

Verlag: Herder

Preis: 20,00 Euro

Ein schönes Gartenabenteuer: „Lale und der wilde Garten“ von Tanja Tintenfinger

Rechte am Bild liegen bei Tanja Tintenfinger

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt bekommen, wofür ich mich ganz herzlich bedanke. Meine Rezension wird dadurch nicht beeinflusst.

Basti ist ein Junge, der Ärger regelrecht anzieht. Da er die 5. Klasse wiederholen muss, haben seine Eltern ihm zur Strafe die Ferienfreizeit in den Sommerferien gestrichen. Während der Rest der Familie in Urlaub fährt, muss Basti mit seiner „verrückten Tante Daggi“ zu Hause bleiben.

In einer Schrebergartenkolonie lernt er das Mädchen Lale kenne. Sie ist etwas jünger als er und sie sind völlig verschieden. Doch die Freunden sich, bis Basti mal wieder Mist baut… und stecken plötzlich in einem richtigen Abenteuer!

Ich habe dieses Buch meiner fast 8 jährigen Tochter vorgelesen. Es ist einfach und kindgerecht geschrieben, aber die knapp 100 Seiten waren ihr noch zu viel zum selber lesen. Aber lesebegeisterte 8 jährige würden das hinbekommen!

Uns hat die Geschichte sehr gut gefallen. Bast und Lale sind interessante Kinder und es ist schön zu erleben, wie sie sich kennenlernen und anfreunden.

Der Spannungsaufbau ist der Autorin gut gelungen, es gibt keine „Downtime“ in der Geschichte. Alles passiert innerhalb von 2 Tagen, was aber realistisch ist.

Die Geschichte ist logisch und vermittelt, was wirklich wichtig ist und was Freundschaft bedeutet. Und zwar ohne zu belehren. Das gefällt mir!

Beziehen könnt ihr dieses Kinderbuch bei Amazon

Kurzbeschreibung:

Der elfjährige Sebastian zieht Schwierigkeiten an wie riesiger Magnet. Ständig hat er Ärger und jetzt muss er auch noch die fünfte Klasse wiederholen. Statt ins Feriencamp zu fahren, verdonnern ihn seine Eltern deshalb zum Lernen und ausgerechnet seine verrückte Tante Daggi soll den Babysitter spielen. Tante Daggi, die im Garten halbnackt Yoga macht und in einem alten, kaputten Kleinbus wohnt. Das können ja nur die schlimmsten Ferien aller Zeiten werden.

Als Sebastian gefrustet durch die Gegend streift, trifft er auf die zehnjährige Lale und ist plötzlich in einer anderen Welt. Eine Welt ohne Handy und ohne Markenklamotten, dafür mit selbstgekochter Bohnensuppe, verliebten Opas und anderem seltsamen Zeugs, das Basti so nicht kannte.

Doch dann gerät Lale in Gefahr, und das nur, weil Basti unbedingt cool sein wollte…

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind.

ISBN: 979-8-584-45260-5

Seiten: 122

Preis (TB): 6,99 Euro

Follow Friday – 26.2.2021

Welche Autoren hast du schon mal live getroffen?

Das sind nicht viele. Zu meinem Bekanntenkreis gehören Gerd Schäfer und Jennifer Benkau. Mit ihnen habe ich auch hin und wieder privaten Kontakt.

Außerdem ist Tatjana Weichel eine Freundin von mir. Ich kannte sie schon, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlicht hat.

Ansonsten kenne ich noch die Kinderbuchautorin Hanna Jansen, mag sie aber nicht. Weder sie als Mensch noch ihre Bücher.

Und mehr Autoren habe ich noch nicht getroffen, es ist mir aber auch nicht wirklich wichtig.

Und ihr so?