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Zeit für einen kleinen Blick in mein Buch

Einige von Euch haben mich darum gebeten, doch ein paar der Gedichte aus meinem Buch vorzustellen. Und das möchte ich heute mal tun…

Ein Leben lang
hab ich davon geträumt
ein Du zu sein

Heute war ich
ein Stolpern lang
ein Ich

Und noch eines…

Beim Blick durchs Fenster


Nebel –
nicht nur
draußen
denke ich

Und dass der Blick
nach innen
gleich aussähe

Meine Seele
ist voll
von Nebel

ist nebelübervoll
denke ich

Nun kommt noch eins von denen, mit denen ich den 2. Preis des Gedichtwettbewerbs (https:/www.litbox2.de/alle-beitraege-im-juni/)gewonnen habe:

Ob Amina und Mehdi aus
einem anderen
Land kommen
hat die Oma
meine kleine Tochter
gefragt

So ein Quatsch
hat mein Kind
geantwortet
Die sind doch in
meiner Klasse und
wohnen um die Ecke

ganz selbstverständlich
hat meine Tochter
das gesagt
ganz so
wie es ja auch ist

Und noch ein letztes, das ich für meine älteste Tochter geschrieben habe:

Für mein Kind

Eines Tages
wird es so sein
dass du gehst
in ein
eignes Leben
in eine
eigene Welt

doch da
wo unsere Welten
sich berühren
spürst du
hoffentlich
meine Liebe
die dich
noch immer
trägt

Ich bin die Autorin dieser Gedichte und bei mir liegt auch das Copyright. Wer jetzt Lust auf mein Buch bekommen hat, darf es gerne bei BoD oder bei mir bestellen. Darüber würde ich mich natürlich sehr freuen!

Daniela Heinen: Hinter den kleinen Dingen

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Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht!

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich ein Buch mit Gedichten geschrieben habe und auf der Suche nach einem Verlag war. Leider habe ich von den Verlagen entweder gar keine Reaktion bekommen oder Absagen. Diese aber aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der unsicheren Planungssicherheit durch Corona. Das ist für mich zwar sehr schade, aber zumindest war es keine Absage, weil meine Gedichte nicht gefallen haben!

Jetzt habe ich also doch den Weg als Selfpublisher gewagt. Und heute kam die Nachricht, dass mein Buch bestellbar ist. Im Moment erst beim BoD Buchshop, aber in wenigen Tagen auch in lokalen Buchhandlungen und diversen Onlineshops. Ich freue mich wie verrückt!

So sieht mein Buch aus.

Jetzt suche ich nach Lesern bzw. Bloggern, die Lust haben, mein Buch zu rezensieren. Dafür stelle ich euch gerne eine Printversion meines Buches zur Verfügung. Schreibt mir doch bitte an schritt.atemzu.besenstrich@gmx.de ,wenn ihr Interesse habt, dabei mitzumachen und mich zu unterstützen.

ISBN: 9783753460376

Ich hoffe, ihr könnt Euch mit mir freuen, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Ich bin glücklich, habe aber auch etwas Angst, meine Werke nun öffentlich zu machen. Aber ich denke, dass das jedem/r Autor/in so geht. Mensch, ist das alles aufregend!!!

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Meine Liebe zu Büchern

Ich habe schon als Kind gerne gelesen. Eigentlich alles, was ich in die Finger bekommen habe.

Mein erster „Schatz“ war eine Ausgabe von „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, die ich mit 8 Jahren zur Kommunion bekommen habe. Dieses Buch habe ich immer noch. Unzählige Male gelesen und mittlerweile auch meinen Kindern vorgelesen.

Ich liebe Kinder- und Jugendbücher und liebe es, meinen Kindern vorzulesen. Leider fühlen sich die zwei Großen schon zu groß dafür.

Durch die Kinder gab es Phasen, in denen mir nicht viel Zeit zum Lesen blieb – bis mein erster EBook Reader den Weg zu mir fand. Endlich konnte ich auch beim Stillen lesen, während des Einschlafbegleitens und im Familienbett neben schlafenden Kindern im Dunkeln. Was für ein Glück!

Mittlerweile habe ich auch Apps auf dem Smartphone, wodurch ich immer was zum Lesen dabei haben kann, ohne ein Buch mit zu schleppen.

Neuerdings habe ich Netgalley für mich entdeckt und habe dadurch die Möglichkeit, noch mehr zu lesen und zu rezensieren. Und das liebe ich!

Schau dir „Song zur MPK: Keiner hört auf Mutti | extra 3 | NDR“ auf YouTube an

Ich finde ja, dass die Satire von extra 3 meistens den Nagel voll auf den Kopf trifft!

Ich habe so oft das Gefühl, dass es unseren Politikern nur um ihre Wahlergebnisse geht, nicht um uns Bürger.

Aber immerhin… bei der nächsten Bundestagswahl müssen wir nicht lange nachdenken: einfach gedanklich wegstreichen, wer jetzt so tolle Kompetenz beweist… und am Ende wählt man dann den, der übrig bleibt…

Schöne Romantasy im Erstlingswerk von Maggie Uhmann: „Herz außer Takt“

Romantasy gehört jetzt nicht zu meinen Lieblingsgenres, aber dieses Buch hier möchte ich euch gerne empfehlen, weil es mir gut gefallen hat.

Interessanterweise hat mir vor allem der Fantasyteil gut gefallen, da ich die Welt, die die Autorin erschaffen hat, wirklich interessant und gut durchdacht fand. Ein Buch, das alleine in dieser Welt spielt, würde ich gerne lesen!

In „Herz außer Takt“ geht es um den Dirigenten Danilo, der sich in die Cellistin Claudia verliebt. Leider trägt er so viele Altlasten mit sich herum, dass er immer wieder vor einer festen Bindung flieht. Und kurz vor der Hochzeit bringt ihn seine Angst und sein Wunsch, wegzulaufen sogar in die Situation, dass er von Lichtwesen in eine andere Welt „entführt“ wird. Doch dort wird ihm klar, dass er unbedingt zu Claudia zurück will…

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin wirklich gut. Sie hat es gut gelöst, die Liebesgeschichte zwischen Danilo und Claudia in Rückblicken zu erzählen, so dass man Danilo im Laufe des Buches immer besser kennenlernt. Seine Geschichte ist stimmig und gut ausgearbeitet.

Claudia dagegen bleibt mir leider etwas zu oberflächlich, zu lieb, zu brav. Ihr Charakter hätte für mich mehr Tiefe und auch ein paar Ecken und Kanten haben können.

Dennoch ist es eine schöne Liebesgeschichte, die man in einem Rutsch durchlesen kann. Und das Cover finde ich perfekt für die Geschichte!

Kurzbeschreibung:

Ein unterhaltsamer und fantastischer Roman über die große Liebe, die nur bestehen kann, wenn man sich mit Mut der Vergangenheit stellt.

Als Stardirigent Danilo Orlow die Cellistin Claudia zum ersten Mal sieht, ist es um ihn geschehen. Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Doch genauso stark wie die Anziehungskräfte sind auch die Hindernisse, die sich ihnen laufend in den Weg stellen.
Dabei sind Schwiegermutter Elena, Tom Cruise und ein verlorener Zwillingsbruder noch die geringsten Probleme.
Just am Tag der Hochzeit läuft alles aus dem Ruder: Danilo findet sich statt auf dem Standesamt auf einem geheimnisvollen Planeten wieder.
In Gesellschaft anderer gestrandeter Musiker soll er die übernatürlichen Gastgeber mit Liebesliedern unterhalten.
Danilo will aber nur eines: zurück auf die Erde zu seiner großen Liebe Claudia.
Für ihre gemeinsame Zukunft muss er nun kämpfen und dabei die Rätsel seiner Vergangenheit lösen.

Das Buch enthält Szenen, die Panikanfälle beschreiben und daher für einige Leser eventuell triggernd sein könnten.

ISBN: 978-3-7526-0459-7

Seitenzahl: 214

Verlag: BoD

Preis: 9,99 Euro

Dieses Kinderbuch kam bei uns leider nicht so gut an: „Die weiße Giraffe“ von Lauren St John

Ich mag das Cover dieses Kinderbuches total gerne. Die Farben sind einfach wunderschön, und es hat mich direkt angesprochen. Dass meine Tochter und ich Giraffen sehr gerne mögen, hat uns aber natürlich auch beeinflusst, dieses Buch zu lesen.

Es geht um die 11 jährige Martine, die bei einem Hausbrand ihre Eltern verloren hat und danach bei ihrer unbekannten Großmutter in Afrika leben muss. Dort hört sie die Legende über eine weiße Giraffe, die sie dann tatsächlich auch kennenlernt und im Laufe der Geschichte vor Wilderern retten muss.

Die Geschichte beginnt ganz vielversprechend, aber sie hat einige Schwächen, finde ich. Zum einen finde ich die Beschreibungen Afrikas nicht sehr bildhaft, wodurch man nicht wirklich ein Bild davon in den Kopf bekommt. Auch die Personen bleiben eher oberflächlich. Man erfährt zwar im Laufe des Buches einige Hintergründe und Infos aus der Vergangenheit, aber dadurch kann man trotzdem nicht wirklich eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen.
Das Ende ist relativ spannend, aber im Großen und Ganzen konnte das Buch weder mich noch meine Tochter überzeugen.

Kurzbeschreibung:

Martine ist elf, als ihre Eltern bei einem Brand ums Leben kommen und sie nach Afrika geschickt wird, um bei ihrer seltsam ablehnenden Großmutter zu leben. Ihr neues Zuhause ist das Wildreservat Sawubona – ein ebenso schöner wie grausamer Ort, an dem es reichlich viel Rätsel und Geheimnisse gibt. Was verbirgt ihre Großmutter vor ihr? Warum wird Martine so zur Außenseiterin gestempelt? Und warum hält man sie systematisch von allen Tieren fern? Martine fühlt sich unendlich allein. Als sie eines Nachts aus dem Fenster ihres Dachzimmers schaut, steht eine Giraffe am Wasserloch und blickt direkt zu ihr hinauf. Ihr Fell, das mit zimtfarben getönten Silberflecken gescheckt ist, glänzt wie ein Schneefeld. Für einen Sekundenbruchteil treffen sich ihre Augen. Die weiße Giraffe scheint Martine zu erwarten.

Lauren St John fängt die unvergessliche magische Verbindung zwischen Martine und der weißen Giraffe in einer von den Gerüchen und Lauten Afrikas erfüllten Geschichte ein.

ISBN: 978-3-7725-2141-6

Seitenzahl: 235

Verlag: Freies Geistesleben

Preis: 14,90 Euro

Liebe mit Humor: „Auch die große Liebe fängt mal klein an“ von Sylvia Deloy

Dieser Liebesroman ist genau das, was ich erwartet hatte: eine süße Geschichte, die ich mal eben schnell runterlesen und damit entspannen konnte.

Der Schreibstil ist einfach, man kann ihn gut lesen. Ich habe sehr schnell in die Geschichte hineingefunden, denn die Beschreibungen der Orte sind so gut gelungen, dass man sie wirklich vor Augen hat. Auch die Protagonistin lernt man schnell kennen, und sie ist eine sympathische Frau, deren Gedanken, Gefühle und Handlungen ich gut nachvollziehen konnte.

Die Lovestory selber beginnt ganz schön, bleibt mir aber leider zu oberflächlich. Das fand ich sehr schade, da es ja eigentlich der Hauptstrang des Buches sein sollte.

Es gibt ein paar kleinere Nebenhandlungen, die aber irgendwann schön zusammengeführt werden. Und es gibt einige tolle Nebencharaktere, die mit ihren kleinen Macken und Eigenarten überzeugen können. Das ganze Buch enthält eine gute Menge Humor, wodurch ich oft geschmunzelt habe.

Es ist keine Geschichte, die Neues bietet, im Gegenteil. Sie ist mit unzähligen anderen Liebesgeschichten austauschbar und sehr vorhersehbar. Aber manchmal sind solche Geschichten genau das, was man als Leser für ein paar schöne Lesestunden braucht.

Kurzbeschreibung:

Für Köchin Marie gibt es nichts Schöneres, als ihre Gäste zu verwöhnen. Doch nun muss sie ihr kleines, aber feines Restaurant in Köln schließen. Dabei führt sie es schon in dritter Generation! Und da gibt es noch ein Problem: Wie soll sie ihrem geliebten Opa beibringen, dass sein Lebenswerk am Ende ist? Für Marie steht fest: Das „Petite Pauline“ wird wiedereröffnet, und zwar so schnell wie möglich.
Um die Schulden zu bezahlen, heuert sie kurzentschlossen in einem Brauhaus an. Zu ihrem Schreck trifft sie dort auf ihren Verflossenen Anton. Auch der ist alles andere als begeistert über das unerwartete Wiedersehen. Doch die trubelige Großküche lässt ihnen keine Wahl: Sie werden zusammenarbeiten müssen. Und plötzlich lernt Marie an Anton ganz neue Seiten kennen, die ihr wider Erwarten gut gefallen …

Ein Roman darüber, dass man nie den Mut verlieren sollte, nicht im Leben und erst recht nicht in der Liebe.

ISBN: 978-3-404-18353-1

Seitenzahl: 352

Verlag: Lübbe

Preis: 10,00 Euro

Ein solider Thriller: „Virus – Der Feind in deinem Blut“ von Ben E. Scott

Ein Actionthriller, der durch Covid-19 natürlich nicht aktueller und passender sein könnte. Sicherlich war das auch der Grund für meine spontane Entscheidung, diesen Thriller zu lesen.

Für Leser, die gerne Action mögen, ist dieses Buch definitiv gut geeignet, denn die Story wird spannend aufgebaut und rasant weitergetrieben. Mir wurde das zum Ende hin etwas zu viel Action, aber das ist ganz sicher Geschmackssache.

Die Charaktere des Buches empfand ich als sehr gut ausgearbeitet, und die Beweggründe des Protagonisten, auf eigene Faust nach einem Heilmittel für das Virus zu suchen, das das Leben seiner Verlobten bedroht, waren authentisch und rational nachvollziehbar. Auch die wissenschaftlichen Erklärung, die im Buch immer wieder eingeflossen sind, wirken fundiert und man kann sie gut verstehen.
Auch die Orte, an denen die Geschichte spielt, wirken authentisch. und man kann sie sich als Leser richtig gut vorstellen.

Mir persönlich war der Thriller ein wenig zu sehr Richtung Verschwörungstheorie geschrieben, aber spannend war er auf jeden Fall!

Kurzbeschreibung:

Millionen Infizierte, kein Impfstoff – und ein perfider Plan!

Die Verlobte des US-amerikanischen Investigativjournalisten Gideon Connor erkrankt an einer extrem seltenen Form von Leukämie. Connor forscht nach Wegen, das Leben seiner Verlobten zu retten – aber was er herausfindet, übersteigt seine schlimmsten Vorstellungen: Die Krankheit wird vom Retrovirus HTLV-1 ausgelöst, mit dem bereits über 20 Millionen Menschen auf der Welt infiziert sind. Und kaum jemand weiß davon! Connor hört von einem Wissenschaftler, der bei der Suche nach einem Heilmittel kurz vor dem Durchbruch steht – doch er ist spurlos verschwunden, sein Labor verwüstet. Connor lässt nicht locker und ist schon bald einer globalen Verschwörung auf der Spur, die die Welt für immer verändern will …

Ein spannender Science-Thriller, der aktueller nicht sein könnte! Packend und brillant recherchiert: Droht uns Gefahr durch ein „vergessenes Virus“?

ISBN: 9783751702317

Seitenzahl: 413

Verlag: Lübbe

Preis (Ebook): 4,99 Euro (bis 30.4.2021 für 0,99 Euro)

Follow Friday – 09.04.2021

Was macht ihr bei einer Leseflaute? Wie motiviert ihr euch? Oder sitzt ihr sie aus?

So richtige Leseflauten kenne ich eigentlich nicht. Es gibt Zeiten, in denen lese ich in jeder freien Minuten. In anderen Zeiten lese ich weniger, weil ich mich in der Freizeit auch noch mit anderen Dingen beschäftige – im Moment spiele ich z.B. liebend gerne „Two Point Hospital“ auf der Switch. Und solche Spiele sind nunmal Zeitfresser.

Es kommt auch vor, dass ich weniger Bücher lese, sondern mich eher auf Zeitschriften konzentriere. Manchmal liegen hier 3-5 ungelesene Zeitschriften herum, die ich dann aber auch hintereinander weg lese.

In solchen Zeiten lese ich fast nur abends. Im Bett und auf dem Ebook Reader, wenn meine Kinder auch im Bett sind und das Haus ruhig ist. Dann lese ich aber auch, bis mir die Augen zufallen.

Und ich lese fast täglich irgendeinem Kind vor, häufig sogar morgens vor der Schule. So komme ich auch immer wieder in den Genuss, neue Kinderbücher zu entdecken.

Phasen ohne lesen gab es bei mir bisher nur, wenn es mir wirklich schlecht ging. Körperlich oder seelisch. Oder als die Kinder noch so klein war, dass es immer am klügsten war, selbst zu schlafen, wenn sie schliefen…aber das ist zum Glück ja schon lange her!

Kinder und die bösen Medien

Heute wage ich mich einmal an ein sehr kontroverses Thema.

Die meisten Eltern, die ich kenne, nutzen zwar selber digitale Medien, möchten ihre Kinder aber möglichst weit davon fernhalten. Okay, der Fernseher wird mal für eine begrenzte Zeit als „Babysitter“ genutzt, aber das war es dann oft schon.

Ich wollte als Neu-Mama bei meinem ersten Kind unbedingt alles richtig machen. Also habe ich mein Kind bis zum 2. Geburtstag von allen bösen Medien ferngehalten. Da der Fernseher bei mir meistens eh aus ist, war das gar nicht so schwer. Ich war ja zu Hause und hatte viel Zeit, mich mit meinem Kind zu beschäftigen. Zumal ich das eh musste, weil sie sich nur ganz schlecht mit sich alleine beschäftigen konnte. Ich habe unendlich viel vorgelesen, wie waren oft draußen oder bei Oma und Opa, haben viel gebastelt und gemalt… und so ab dem 2. Geburtstag durfte sie dann auch hin und wieder eine absolut altersgerechte Kinderserie auf DVD anschauen. Wollte sie aber kaum.

Dann kam Kind Nr. 2 und mein Exmann hatte zusätzlich zur Vollzeit Arbeit beschlossen, auch noch eine Weiterbildung zu machen. Er war also eigentlich nie zu Hause. Und Kind 2 ist unser Asperger-Kind. Er war von Anfang an total anhänglich, existierte im Prinzip nur an mir dran. Man konnte ihn nicht alleine irgendwo hinlegen, weder ins Bett noch in den Kinderwagen. Wenn er nicht gestillt hat, hatte ich ihn an mir dran im Tragetuch. Und dadurch weniger Möglichkeiten, mich mit meiner großen Tochter zu beschäftigen. Wodurch ihre Medienzeit zunahm.

Schlimmer noch war es bei Kind 3, unsere ADHS Maus. Als sie 8 Monate alt war, ging mein Exmann für eine Schlauchmagen OP ins Krankenhaus und blieb dort wegen Komplikationen 6 Monate. Und ich mit 3 Kindern und ohne Führerschein auf dem Dorf alleine auf mich gestellt. Mein Sohn kam mit der Situation gar nicht zurecht, hatte die übelsten Ausraster und Wutanfälle. Irgendwann ging ich nur noch auf dem Zahnfleisch. Dabei dann noch ein Baby – und als die Kleinste 1 Jahr alt war, bekamen alle Kinder hintereinander weg die Windpocken. Heute weiß ich nicht mehr, wie ich diese Zeit überstanden habe – ich habe irgendwie nur noch funktioniert.

Und ich war unsagbar froh, ein Tablet und einen Fernseher im Haus zu haben, um zwischendurch einfach mal durchatmen zu können. Dadurch war die Kleinste von Anfang an ein sehr begeistertes Medienkind.

Mittlerweile haben alle Kinder im Haus einen eigenen PC, ein Tablet und auch einen Fernseher im Zimmer. Sie dürfen im Prinzip an die Medien, so viel sie wollen. Lustigerweise sind bei unseren Jungs die Fernseher eigentlich immer aus. Sie nutzen am meisten den PC und zocken. Mein Bonussohn macht am liebsten TikTok Videos – und das ist eine der wenigen Dinge, wo wir die Augen drauf halten, da wir nicht möchten, dass er in diesen Videos zu sehen ist.

Was das USK von Spielen angeht, machen wir uns selbst ein Bild und entscheiden je nach Kind, was gespielt werden darf und was nicht. Angefangen haben alle aber mit Minecraft und spielen es heute immer noch gerne.

Für alle Kinder haben die Medien einen hohen Stellenwert. Mein Aspergersohn braucht sie, um abzuschalten und Dinge zu verarbeiten, pflegt darüber aber auch in Online Spielen Sozialkontakt, was ihm im Real Life durch den Asperger nicht gelingt. Die Kleinste spielt intensiv Minecraft, allerdings nur, so lange sie draußen niemanden zum Spielen findet. bei schönem Wetter ist sie lieber draußen unterwegs.

Kind 1 und 2 nutzen ihre Medien extrem viel zur Informationsgewinnung. Sie lesen darauf, schauen und lesen Nachrichten und Dokumentationen usw. Die Große liebt es auch, Serien zu schauen, macht das aber seit Jahren nur noch auf Englisch.

Das ist z.B. ein großer Vorteil, den uns die Medien bringen. Meine Kinder spielen oft auf Englisch und lernen so die Sprache einfach nebenbei. Mein Sohn hat früh mit dem Online spielen angefangen und war gezwungen, sich hauptsächlich auf Englisch zu verständigen. Dadurch ist er wirklich gut in dieser Sprache. Auch der Kleinsten fällt das unheimlich leicht.

Ein weiterer großer Vorteil hat sich jetzt in der Zeit des Distanzlernens herausgestellt: Meine Kinder hatten alle kein Problem mit den unterschiedlichen Plattformen der Schulen und deren Anforderungen. Texte mit Word schreiben, Powerpoint Präsentationen erstellen, Ordner anlegen, Dateien hochladen… sie sind so sicher im Umgang mit dem PC, dass sie von uns so gut wie keine Hilfestellungen brauchen. Oft höre ich von anderen Eltern, wie viel Zeit sie damit verbringen – unsere Kinder können das alleine managen.

Ich kann mich an meine Jugend erinnern, an meinen ersten Computer, einen AMIGA500. Ich habe unzählige Nächte zum Tag gemacht und Spiele wie „Siedler“oder „Sims“ gezockt. Exzessiv! Aber irgendwann wurde das viel weniger, und in den Jahren als die Kinder noch kleiner waren, habe ich den PC nicht mehr angerührt.

Mittlerweile spiele ich wieder hin und wieder auf der Switch, gerne auch mit meiner jüngsten Tochter. Und ich kann das, wenn man mich lässt, stundenlang. Für mich ist das ebenso entspannend wie für meine Kinder. Geschadet hat es mir nie, und das tut es auch noch heute nicht. Für mich gehören Medien heute einfach zum Leben dazu.

Bisher kann ich bei meinen Kindern keine Schäden feststellen. Ja, alle haben nicht wirklich Freunde, aber die hätten sie auch ohne Medien nicht, da alle sehr speziell sind. Drei von 4 Kindern sind kreativ, meine Große hat ein sehr großes Talent zum Zeichen. Mein Sohn liest total viel.

Und es ist interessant zu beobachten, dass die Phasen des Dauerzockens bei 3 von 4 Kindern begrenzt sind. Das kann mal Monate dauern, aber dann wird plötzlich der PC wochenlang nicht mehr eingeschaltet. Phasenweisen schauen sie YouTube fast rund um die Uhr und danach kommt plötzlich eine Phase, in der sie ihr Tablet nicht mehr finden.

Wir behalten die Medienzeit im Auge. Wenn es zu viel wird oder es die Kinder aggressiv macht oder was auch immer, greifen wir ein und regulieren. Aber immer mit Absprach und mit Erklärungen. Und das funktioniert hier wunderbar.

Leuchtende Lyrik #14

Von guten Mächten treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar,
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
Noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
Das Heil, für das du uns bereitet hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
Die du in unsre Dunkelheit gebracht.
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer (1906 bis 1945) war ein deutscher Theologe, den man hauptsächlich daher kennt, dass er in der Nazizeit aktiv am Widerstand beteiligt war. 1940 erhielt er Redeverbot, 1941 dann auch Schreibverbot. Am 9.4.1945 wurde er im KZ Flossenbürg auf ausdrücklichen Befehl Hitlers ermordet.

Das Gedicht von ihm, das ich für heute ausgewählt habe, habe ich bereits als Kind gekannt – da allerdings nur als Lied. Ich kann es seitdem auswendig, und es gehört zu den Liedern, die mir aufgrund ihres Textes sehr viel bedeuten und mir schon oft Trost gespendet haben. Deshalb möchte ich es euch heute vorstellen.

Zum ersten Mal mein eigenes Buch in der Hand

Da ist es: mein erstes eigenes Buch!

Tagelang habe ich diesem Moment entgegen gefiebert, und nun ist es soweit. Ich halte zum ersten Mal mein eigenes Buch in den Händen. Und es fühlt sich einfach nur toll an! Mein Name auf einem Buch, dass jeder Mensch kaufen und lesen könnte. Wahnsinn.

Ich habe mir einen Traum erfüllt. Zum ersten Mal in meinem Leben.

Dennoch kreisen viele Gedanken in meinem Kopf… darf ich mich jetzt Autorin nennen, auch wenn ich mein Buch „nur“ im Selfpublishing herausgebracht habe? Ist es dadurch nicht weniger wert, als wenn ein Verlag es herausgebracht hätte?

Wahrscheinlich wird es nicht oft verkauft werden, weil Lyrik kein beliebtes Genre ist… aber das hatte ich geahnt. Aber ist ein Büchlein mit Gedichten wirklich weniger wert als ein Roman? Ich habe den Satz „Es sind aber ja nur Gedichte“ schon mehrmals gehört. Und es ist kaum möglich, Buchblogger zu finden die mein Buch rezensieren möchten. Damit hatte ich so extrem nicht gerechnet.

Leider ist es bisher nur als Taschenbuch erschienen. Auf die Ebook Veröffentlichung warte ich noch. Und das ist bisher auch der einzige Kritikpunkt, den ich an BoD gefunden habe. Das TB ist am 27.3.2021 erschienen, aber für das Ebook wurde bisher nicht mal ein Termin genannt. Dabei wird es die ersten 2 Wochen nur 0,99 Euro kosten. Und ich hatte darauf gehofft, dass dann vielleicht auch ein paar Leser zugreifen, die sonst vielleicht Gedichte gar nicht so gerne mögen…

Egal, ich lasse mir meinen schönen Tag davon nicht kaputt machen! Ich habe meinen Traum wahr gemacht, und darauf bin ich sehr stolz!