Hinter den Kulissen von Netflix: „Keine Regeln! Warum Netflix so erfolgreich ist“ von Reed Hastings/Erin Meyer

Wie viele andere Menschen nutze ich den Streaming Dienst Netflix und hatte in den Medien natürlich auch schon gehört, wie erfolgreich Netflix ist. Darum hat mich dieses Sachbuch sehr interessiert.

Man erfährt darin die Pfeiler der Unternehmensstrategie von Netflix. Z.B. dass jeder Urlaub nehmen darf, so viel er will, dass nur die talentiertesten Mitarbeiter eingestellt werden, dass Feedback (auch nach oben) nicht nur gewünscht sondern sogar gefordert wird usw.

Grundsätzlich war dieses Buch interessant zu lesen. Ich habe oft gedacht „Das klingt völlig utopisch, das kann doch gar nicht funktionieren!“, aber Netflix beweist ja, dass es sehr wohl funktionieren kann. Und das finde ich sehr spannend. Der Blick hinter die Kulissen eines solchen Unternehmens ist schon beeindruckend.

Aber wirklich etwas mitnehmen konnte ich als Leser nicht. Mein Leben betrifft es nicht (außer als Netflix Kunde), ich habe selber kein Unternehmen, indem ich die Sachen ausprobieren könnte und habe auch keinen Arbeitgeber, der so arbeitet. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es hier in Deutschland eine Firma gibt, die das so durchziehen würde wie Netflix.
Das Buch ist gut geschrieben, aber für mich persönlich keines, dass ich mir gekauft hätte. Darum bin ich froh, dass ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Kurzbeschreibung:

Netflix ist eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt und wird für seine Innovationskraft, Flexibilität, Geschwindigkeit und seinen unternehmerischen Mut bewundert. Gibt es dahinter ein Geheimnis? Außergewöhnlich sind vor allem die Unternehmensleitlinien, die für alle Mitarbeiter der Maßstab ihrer Arbeit sind. Hier einige Beispiele:

Niemand soll seinem Chef nach dem Mund reden

Jeder Mitarbeiter kann so viele Urlaubstage nehmen, wie er möchte.

Netflix zahlt die besten Gehälter.

Netflix will keine Angeber und Selbstdarsteller.

Niemand kommt nackt zur Arbeit

Allen ist klar, dass ein gut klingendes Konzept vollkommen wertlos ist, wenn die Ideen nicht von der Leitungsebene vorgelebt werden. Aufrichtigkeit und exzellente Mitarbeiter sind für Netflixchef Reed Hastings die wesentlichen Schlüssel zu überdurchschnittlichen Ergebnissen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Unternehmen auf starre Regeln wie Arbeiten auszuführen sind und sogar auf Entscheidungshierarchien verzichten.

ISBN: 978-3-430-21023-2

Seitenzahl: 400

Verlag: Econ

Preis: 26,00 Euro

Ein Buch fürs Herz: „Der Buchspazierer“von

Dieses Buch habe ich mir ausgewählt, weil mir das Cover so gut gefallen hat. Der Klappentext dazu passte auch, also konnte der Lesespaß losgehen.

Und ich war tatsächlich überrascht, wie viel Freude ich an diesem Buch hatte! Es ist wirklich einfach zu lesen, sehr klar und schön geschrieben, und die Story berührte wirklich mein Herz.

Der Protagonist ist ein alter Mann, der früher als Buchhändler gearbeitet hat und mittlerweile eigentlich in Rente ist. Aber jeden Abend arbeitet er als „Buchspazierer“ und bringt einer Handvoll Menschen, die in der Buchhandlung, in der er früher gearbeitet hat, Bücher bestellt haben, diese Bücher nach Hause. Da diese Personen immer die gleichen sind, lernt man sie gemeinsam mit dem Buchspazierer immer besser kennen, was mir wirklich gut gefallen hat. Alle haben ihr Päckchen zu tragen und sind auf ihre Art einsam, ebenso wie der Buchspazierer selbst, der außer dem Lesen und dem Bücher austragen nicht mehr viel anderes in seinem Leben hat.

Eines Tages trifft er das Mädchen Schascha, das einfach beschließt, ihn auf seinen Spaziergängen zu begleiten. Und durch ihre Art gelingt es Schascha, ganz viele Herzen zu berühren und zu heilen.

Ich fand die Geschichte vorhersehbar, kitschig und einfach zu meiner momentanen Gefühlslage absolut passend. Meine Seele brauchte ein paar Streicheleinheiten, und die hat es durch dieses Buch bekommen.

Kurzbeschreibung: „Das geschriebene Wort wird immer bleiben, weil es Dinge gibt, die auf keine Art besser ausgedrückt werden können.“
Mit „Der Buchspazierer“ präsentiert der renommierte Autor Carsten Henn eine gefühlvolle Geschichte darüber, was Menschen verbindet und Bücher so wunderbar macht.   
Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken Gassen der Stadt. Denn diese Menschen sind für ihn fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, bedarf es der Macht der Bücher und eines neunjährigen Mädchens, damit sie alle, auch Kollhoff selbst, den Mut finden, aufeinander zuzugehen …  

ISBN: 9783492997157

Seitenzahl: 224

Verlag: Piper

Preis: 11,99 Euro

Ein gutes Jugendbuch aus dem LBGTQIA Bereich: „The music of what happens“ von Bill Konigsberg

Ich habe schon viele Bücher aus dem LGBTQIA Bereich gelesen, aber bisher noch keinen Gay Roman aus dem Jugendbuch Bereich. Darum war ich auf dieses Buch sehr gespannt.

Und ich finde es wirklich gelungen! Die beiden Protagonisten sind völlig unterschiedlich. Nicht nur in ihrem Aussehen, auch in ihrem Charakter und ihren Interessen. Obwohl sie dieselbe Schule besuchen, hätten sich ihre Leben wahrscheinlich nie berührt. Das tun sie erst mit der gemeinsamen Arbeit in einem Food Truck.
Als Leser bekommt man nur mit, wie die beiden sich kennenlernen und Gefühle füreinander entwickeln. Man lernt sie kennen, sowohl als Individuen als auch als Paar. Dabei ist die entstehende Liebe nicht der Hauptaspekt dieses Buches, die Gefühle bleiben eher wie ein sanftes Flattern. Dafür werden andere Themen sehr deutlich und klar bearbeitet. Sei es Rassismus oder Trauer… man wird als Leser definitiv berührt. Und mir hat dabei die Deutlichkeit und Klarheit sehr gefallen.

Dadurch, dass der Fokus nicht so extrem auf einer romantischen Liebesgeschichte liegt, kann ich mir auch gut vorstellen, dass Jungen dieses Buch lesen würden. Und ich finde, der Autor schafft es auch, deutlich rüberzubringen, welche Gedanken sich auch Jungs über das Leben und Gefühle machen und dass dies nicht nur heranwachsenden Mädchen zu eigen ist.

Gefällt mir gut!

Kurzbeschreibung: Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft …

ISBN: 978-3-8466-0113-6

Seitenzahl: 352

Verlag: ONE

Preis: 12,90 Euro

Ein richtig guter Krimi: „Wisting und der Atem der Angst“ von Jørn Lier Horst

Dieser Krimi ist der dritte Band einer Reihe. Ich kannte vorher die beiden ersten Bände nicht, empfand das aber beim Lesen aber nicht als störend. Denn das Buch ist so gut geschrieben, dass man alle wichtigen Personen wirklich gut kennenlernt. Sie sind toll ausgearbeitet, und was man aus früheren Büchern wissen muss, wird kurz angerissen.

Was mich wirklich begeistert hat, ist die Tatsache, dass es in diesem Buch eigentlich gar nicht viel Action gibt. Und dennoch ist es genial in seinem Spannungsaufbau und fesselt tatsächlich durchgehend bis zum Ende. Man hat das Gefühl, dass das Lesen einen atemlos macht. Und das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.

Den ermittelnden Protagonisten finde ich wirklich klasse. Er hat eine sehr analytische und ruhige Denkweise, der man als Leser aber gut folgen kann. Er war mir schnell sympathisch.

Mich hat dieses Buch so begeistert, dass ich auf jeden Fall die vorangegangenen Bände noch lesen werde und definitiv darauf hoffe, dass die Reihe noch fortgesetzt wird.

Kurzbeschreibung:

Ein Wanderer findet im Wald die menschlichen Überreste einer jungen Frau. Der Polizei ist schnell klar: Die Art und Weise, wie sie getötet wurde, entspricht dem typischen Vorgehen des Serienkillers Tom Kerr. Doch der kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit mehreren Jahren im Gefängnis. Stimmen etwa die Gerüchte, dass er damals einen Komplizen hatte? Schon vor Jahren nannte die Presse diesen vermeintlichen Partner des Serienkillers „Der Andere“. Tom Kerr erklärt sich bereit, mit der Polizei zu kooperieren. Bei einer Tatortbegehung soll er wichtige Hinweise liefern. Doch dann passiert das Unfassbare: Dem Killer gelingt die Flucht. Wisting wird plötzlich zum Sündenbock und muss beide Täter dringend hinter Gitter bringen!

»Wer nach einem spannenden Krimi aus dem Norden sucht und auf Krisen, Zusammenbrüche und Konflikte aufseiten der Ermittler gut verzichten kann, der ist bei Jørn Lier Horst genau richtig.«

ISBN: 978-3-492-06143-8

Seitenzahl: 416

Verlag: Piper

Preis: 15,00 Euro

Verlorene Wissenschaft

Heute möchte ich euch gerne einen Beitrag rebloggen, den ich wirklich gut finde! Genau zu diesem Thema wollte ich auch schreiben, finde aber, dass hier schon das Wichtigste gesagt wurde:

Was hatten wir jetzt alles? AstraZeneca für nicht über 60, für alle, für eingeschränkt unter 60 und zuletzt ausschließlich für über 60. Die Experten treten jedes mal mit großer Gewissenhaftigkeit auf und berufen sich auf die Ernsthaftigkeit ihrer Empfehlungen und Überprüfungen. Aber es zeigt nur eines: Exakte Wissenschaft tut sich in der Medizin schwer. Für […]

Verlorene Wissenschaft

Gerade die AstraZeneca Geschichte betrifft mich gerade, weil meine Mutter möchte, dass ich ihr einen Termin mache zum Impfen. Sie ist 69, hat Bluthochdruck, Diabetes, vor 20 Jahren schon einen schweren Herzinfarkt… und ich habe Bauchweh bei dem Gedanken, dass sie damit geimpft werden soll.

Ein intensives Buch: „Hündin“ von Pilar Quintana

Dieses Buch ist mit 150 Seiten überraschend dünn für so viel Inhalt. Ich habe es sehr schnell gelesen und war überrascht, wie tief diese Erzählung geht.

Im Prinzip spielt sich die ganze Geschichte in einem sehr überschaubaren Zeitraum (ca. 1 Jahr) ab. Dennoch lernt man die Protagonistin Damaris sehr gut kennen. Sie leidet seit vielen Jahren unter einem unerfüllten Kinderwunsch und versucht diesen zu kompensieren, indem sie ein winziges Hundebaby adoptiert und großzieht. Dieser Hündin schenkt sie ihre ganze Liebe, bis der kleine Hund nicht mehr das hilflose Baby ist…

Durch den Umgang der Protagonistin mit der Hündin können wir tief in ihre Seele blicken und sowohl ihre positiven als auch negativen Seiten kennenlernen und beobachten. Viel erfahren wir auch über Damaris durch das Umfeld, in dem sie lebt und kleine Rückblicke in die Vergangenheit. Ich finde, das ist der Autorin sprachlich wirklich gut gelungen. Ich würde gerne noch mehr von ihr lesen.

Allerdings muss ich zugeben, dass dies kein Buch ist, dass ich weiterempfehlen möchte. Ich fand es gut geschrieben, finde es toll, wie viel Tiefe in der kurzen Geschichte erzeugt wird, aber die Geschichte selber gefällt mir nicht. Vielleicht ist mir der Abgrund, in den mich die Autorin blicken lässt, einfach zu tief…

Kurzbeschreibung:

Die neue rasante Frauenstimme aus Südamerika – verstörend und bewegend

In einem kleinen Dorf in Südamerika, zwischen Dschungel und Pazifischem Ozean, leben Reiche und Arme, Weiße und Schwarze getrennt voneinander. Das Leben ist bestimmt von heftigen Naturgewalten und rauer Einsamkeit. Hier spielt die Geschichte von Damaris, einer schwarzen Frau in den Vierzigern, die seit vielen Jahren mit Rogelio zusammen lebt. Ihre Beziehung wird beherrscht von dem Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. Als das Paar die Hoffnung längst aufgegeben hat, erhält Damaris die Chance, einen Hundewelpen zu adoptieren. Diese neue Bindung wird zu einer existenziellen Erfahrung, die alles andere in Damaris Leben in den Schatten stellt… Ein literarisches Meisterwerk über die ungestillte Sehnsucht einer Frau nach Mutterglück und ihrem Platz in der Gesellschaft.

ISBN: 978-3-351-03823-6

Seitenzahl: 151

Verlag: Aufbau

Preis: 18,00 Euro

Follow Friday – 02.04.2021

Rezensionen – wie lang braucht ihr fürs Schreiben und wie leicht oder schwer fällt es euch?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich würde schätzen, dass ich im Schnitt so 30 Minuten für eine Rezension brauche. Bei Sachbüchern sitze ich aber oft länger dran. Und bei manchen Büchern, die ich schwierig zu lesen fand oder die mich sehr stark beschäftigt haben, sitze ich auch oft länger. Einfach weil ich da länger über meine Formulierungen nachdenken muss. Ich möchte ja deutlich machen, warum ein Buch mich so bewegt hat und muss das aber tun, ohne zu spoilern. Manchmal fällt mir das nicht leicht.

Besonders bei Büchern, die mir nicht gefallen haben, brauche ich lange. Ich vergebe ungern nur einen oder zwei Sterne, weil ich ja selbst weiß, wie viel Mühe es macht, ein Buch zu schreiben. Und einem Autor einfach nur eine schlechte Bewertung „verpassen“ möchte ich nicht. In diesem Fall gebe ich mir besonders Mühe, konstruktive Kritik zu üben und möglichst klar zu erklären, was mir nicht gefallen hat.

Eine interessante Geschichte: „Die dritte Frau“ von Wolfram Fleischhauer

Dieses Buch hat eine Weile gebraucht, bis es mich endlich fesseln konnte. Ich denke, das lag zum größten Teil daran, dass ich die historischen Personen, die darin vorkommen, nicht kannte und auch nichts über deren Leben und die politische Situation ihrer Zeit wusste. Dem habe ich abgeholfen, indem ich ein bißchen recherchiert habe. Und mit diesem neu erworbenen Hintergrundwissen fiel es mir dann wesentlich leichter, mich auf die Geschichte einzulassen und die historischen Figuren in einen Kontext zu bringen.

Die Rahmengeschichte handelt von einem Autor, der vor 25 Jahren sein Erstlingswerk über ein eher unbekanntes Gemälde im Louvre geschrieben hat. Da er viele Fragen nicht beantworten konnte, hat er vieles in seinem Buch offen gelassen. Nun bekommt er einen Brief von einem angeblichen Nachfahren einer der Frauen auf dem Gemälde, in dem er das Buch des Autors deutlich kritisiert, ihn aber zugleich einlädt, ihn zu besuchen und darüber zu sprechen. Als sich der Autor tatsächlich dazu aufrafft, ist der Mann bereits verstorben und er trifft auf seine Nichte…

Was mir sehr gut gefällt, ist die Auseinandersetzung des Autors mit seinem ersten Buch und der Kritik, der er ausgesetzt ist. Und ebenso die Recherche aus einer anderen Richtung. Das war für mich wirklich sehr interessant zu lesen, mag aber auch daran liegen, dass ich selber Autorin bin und mich für den Entstehungsprozess von Geschichten grundsätzlich interessiere.

Der Schreibstil des Buches hat mir auch gefallen, auch wenn die Passagen über die historischen Figuren und Ereignisse ohne entsprechendes Hintergrundwissen eher trocken und langatmig anmuteten.

Kurzbeschreibung:

weiß nichts über sie – doch sie weiß, was er sucht …
»Die dritte Frau« ist ein soghafter Roman über Liebe und Kunst, historische Fakten und literarische Fiktion und das ewige Rätsel um Mann und Frau.

Vor Jahren schrieb ein junger Autor einen historischen Roman über das geheimnisvolle Renaissance-Gemälde »Gabrielle d’Estrées und eine ihrer Schwestern. Trotz jahrelanger Recherchen gelang es ihm nur zum Teil, das Rätsel um den Tod der schönen Herzogin zu lösen, die wenige Tage vor ihrer Hochzeit mit dem französischen König Heinrich IV. unter bis heute ungeklärten Umständen starb. Nun aber werden dem Autor unbekannte Quellen zugespielt – und zwar von einer direkten Nachfahrin der zweiten Frau auf dem Gemälde.
Unaufhaltsam gerät der Autor in den Bann der geheimnisvollen Camille Balzac, und es entspinnt sich ein obsessives Spiel aus Verlockung und Zurückweisung, an dessen Ende der Sturz in den Abgrund droht: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Liebe und Hass, Dichtung und Wahrheit – Mann und Frau.

Der Roman über das rätselhafteste Gemälde des Louvre und eine obsessive Liebe knüpft thematisch an Wolfram Fleischhauers Bestseller »Die Purpurlinie« an – »Die dritte Frau« ist jedoch ein völlig eigenständiger Roman, ohne Vorkenntnisse zu lesen.

ISBN: 9783426451908

Seitenzahl: 304

Verlag: Droemer Knaur

Preis: 17,99 Euro

Leuchtende Lyrik #13

Liebe VI

Wir werden uns wiederfinden
im See
du als Wasser
ich als Lotusblume

Du wirst mich tragen
ich werde dich trinken

Wir werden uns angehören
vor allen Augen

Sogar die Sterne
werden sich wundern:
hier haben sich zwei
zurückverwandelt
in ihren Traum
der sie erwählte.

Rose Ausländer (1901 bis 1988)

Rose Ausländer war eine deutsch- und englischsprachige Lyrikerin. Geboren wurde sie als Rosalie Beatrice Scherzer in der Bukowina in Österreich-Ungarn.